Berlin beherrscht Scrum und unterstützt damit Agilität

Service Now fügt seinem IT-Service ein Asset-Management hinzu

| Redakteur: Ulrike Ostler

Service Now möchte möglichst umfassend Tool für das IT Service Management als Managed beziehungsweise Cloud Service anbieten. Neu kommt mit dem Release "Berlin" ein Asset-Management.
Service Now möchte möglichst umfassend Tool für das IT Service Management als Managed beziehungsweise Cloud Service anbieten. Neu kommt mit dem Release "Berlin" ein Asset-Management. (Bild: Service Now)

Der Wert von Asset-Management-Tools ist unzweifelbar, schützen sie doch vor Unter- und Überlizenzierung sowie vor unnötigen Wartungs- und Support-Verträgen. Nun fügt Service Now seinen Automatisierungsdiensten aus der Cloud ein Asset-Management hinzu.

„Berlin“ lautet die Bezeichnung für das jüngste Release der Software von Service Now. Doch das kann den Anwendern der IT-Automatisierungs-Suite des Herstellers eigentlich egal sein. Denn die Software zur IT-Service-Automatisierung erhalten sie als Cloud-basierten Service. Die jüngsten Versionen erhalten alle Service-Now-Kunden ab sofort als Bestandteil ihrer Subscription ohne zusätzliche Kosten.

Die Lieblingskonkurrenten sind BMC und HP mit ihren jeweiligen Software-Tools, deren Ersatz bei den Kunden das erklärte Ziel von Service Now ist. Bisher fehlte den Diensten allerdings eine Funktion des Asset-Managements. Dieses dient etwa der Einhaltung von Lizenzbestimmungen und schützt vor Überlizenzierung.

„Reporting, Tracking und Managing“, seien die Aufgaben, die sich mit der Service-Now-Erweiterung erfüllen ließen, sagt der Right-Now-Technik- und ITIL-Experte Chris Pope. Denn Unternehmen, die auf ein Asset-Management verzichten, verschwenden oft viel Geld und Zeit, weil sie ihre Software-Ressourcen nicht angemessen verwalten können.

Service Now will Tools von HP, IBM und BMC ersetzen

Wie vergleichbare On-Premise-Tools unterstützt Service Now Organisationen dabei, ihr Software-Portfolio richtig einzusetzen. Zudem lassen sich damit eine revisionssichere Lizenzeinhaltung sowie das entsprechende Reporting automatisieren. Mit der Virtualisierung und dem Cloud-Computing werde das nicht gerade einfacher, erläutert Pope.

Mit dem Berlin-Release biete Service Now Übersicht über sämtliche Bestände, ob physisch, virtuell oder in der Cloud, sowie einen geeigneten Prozess, um die Bestände über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg effektiv zu verwalten. Im Einzelnen sind das: Software as a Service (SaaS) Anwendungen, Abonnement-Dienste, virtuelle Lizenzen und Verbrauchsgüter.

Nach Unternehmensangaben gliedert sich die IT-Asset-Management-Anwendung in alle Service-Now-Anwendungen für die Automatisierung von Enterprise-IT ein, einschließlich Asset Discovery, Servicekatalog und Configuration Management Database (CMDB). Bis jedoch die Kunden in vollem Umfang getestet haben, wie sie die Software-Erweiterung tatsächlich verwenden können, vergeht einige Zeit“, führt Pope aus. Wenngleich die Adaption in drei bis sechs Monaten vergleichsweise flott vonstatten geht.

Kurze Zeiten der Umsetzung

Chris Pope hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Management von IT-Projekten und der IT-Steuerung sowie bei der Entwicklung entsprechender Tools. Er hat einen Abschluss im Bereich Electronic Engineering sowie viele verschiedenene IT-, Prozess- und Methoden-Zertifikate erlangt.
Chris Pope hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Management von IT-Projekten und der IT-Steuerung sowie bei der Entwicklung entsprechender Tools. Er hat einen Abschluss im Bereich Electronic Engineering sowie viele verschiedenene IT-, Prozess- und Methoden-Zertifikate erlangt. (Bild: Service Now)

„Wir versuchen“, so Pope, „lediglich zwei Releases aktiv zu halten“. So arbeiteten rund 90 Prozent der Kunden derzeit mit dem Vorgänger „Aspen“. Den Wechsel leitet in der Regel eine Nachricht an die Kunden ein, die ihnen in der 90 Tage Zeit für die Umstellung auf das neue Release lässt. „Die meisten stellen Dienstags oder Donnerstags um“, sagt Pope. Nur die Anwender, die eine Schulung wünschten, starteten mit leichter Verspätung.

Das Berlin-Release komme zu einem günstigen Zeitpunkt, vermutet Pope. Denn mit der Einführung von „Windows Server 2012“ hat Microsoft auch seine Lizenzierung geändert. Ein Asset-Management könne auch hier helfen, die richtige zu finden.

Scrum für die agile Software-Entwicklung

Die zweite große Neuerung im Berlin-Release ist die Unterstützung für „Scrum“ für die agile Software-Entwicklung. Das populäre Vorgehensmodell ist nun in die Applikation „Software Development LIfecycle“ (SDLC) von Service Now integriert und eignet sich laut Pope insbesondere für große Software-Entwicklungsteams. Dort helfe die Software, „bessere Lösungen für die Endanwender bereitzustellen, indem Software- und Release-Qualität automatisiert sichergestellt werden“.

Die neuen Funktionen umfassen Planning und Progress Boards, Burndown Charts, Preference Ranking und die Zuweisung der entsprechenden Standardrollen wie Product Owner oder Scrum Master. Da die SDLC-Anwendung zusammen mit Service Management-Prozessen genutzt wird, lässt sich eine direkte Verbindung zwischen den Entwicklungsfortschritten sowie den Verbesserungsvorschlägen und Defekten, die an die IT-Abteilungen herangetragen werden, herstellen.

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