Herausforderungen zwischen Cloud und On-Premises-Betrieb
Hybride ERP-Landschaft mit SAP S/4HANA aufbauen

Von Thomas Joos 10 min Lesedauer

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Hybride SAP-Landschaften prägen den Mittelstand in Deutschland und der EU. S/4HANA On-Premise, S/4HANA Cloud Private Edition und Cloud-Services laufen parallel und erzwingen belastbare Regeln für Integration, Security, Betrieb und Kostensteuerung.

Hybride Landschaften aus S/4HANA Cloud und On-Premises-Betrieb stellen Unternehmen vor Herausforderungen.(Bild: ©  xymbolino - stock.adobe.com)
Hybride Landschaften aus S/4HANA Cloud und On-Premises-Betrieb stellen Unternehmen vor Herausforderungen.
(Bild: © xymbolino - stock.adobe.com)

Hybride Szenarien dominieren im SAP-Umfeld nicht aus Gewohnheit, sondern aus strukturellen Gründen. Anwenderumfragen der SAP-Usergroups zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Unternehmen Cloud-Services für Anwendungen, Workloads oder Daten nutzen, gleichzeitig aber hybride Landschaften den Normalfall darstellen. In der DACH-Region nutzen 78 Prozent der befragten Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe eine Mischung aus On-Premises- und Cloud-Systemen.

Ein reiner Private-Cloud-Betrieb liegt deutlich darunter, Public Cloud als alleinige Bezugsform spielt im deutschsprachigen Markt nur eine Nebenrolle. Unternehmen investieren in Cloud-Services, halten aber S/4HANA-Kernsysteme und Datenpfade in Betriebsformen, die Investitionsschutz, Anpassungen und lokale Kontrolle zulassen. Die Zurückhaltung gegenüber Public Cloud hängt eng mit Risikoabwägungen zusammen. Ein schrittweiser Umbau ist realistischer als ein vollständiger Plattformwechsel unter laufendem Betrieb, weil Ressourcen, Testkapazitäten und parallele Projektportfolios begrenzt bleiben.