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HPE und SAP bieten Managed Cloud Service vor Ort SAP HANA Enterprise Cloud als lokaler HPE Greenlake-Service beim Anwender

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit einer „Customer Edition” der „SAP HANA Enterprise Cloud“ per HPE Greenlake sollen Kunden die Vorteile einer Cloud im eigenen Rechenzentrum nutzen und damit die Migration auf „SAP S/4HANA“ beschleunigen können.

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Der gemeinsame Coup von HPE und SAP, die „SAP HANA Enterprise Cloud“ per Greenlake an den von Kunden gewünschten Orten bereitszustellen, etwa im hauseigeenen Rechenzentrum, dürfte in einem für viele Unternehmen ein attraktives Angebot münden.
Der gemeinsame Coup von HPE und SAP, die „SAP HANA Enterprise Cloud“ per Greenlake an den von Kunden gewünschten Orten bereitszustellen, etwa im hauseigeenen Rechenzentrum, dürfte in einem für viele Unternehmen ein attraktives Angebot münden.
(Bild: HPE)

Ähnlich wie von Oracle angekündigt will auch Hewlett Packard Enterprise (HPE) Cloud-Services als Dienstleistung vor Ort beim Kunden, das kann das eigene Rechenzentrum, ein Co-Location-Rechenzentrum oder ein sonstiger Firmenstandort sein, bereitstellen. In diesem Fall in Partnerschaft mit SAP die Customer Edition der SAP HANA Enterprise Cloud auf der Grundlage von HPE Greenlake.

Wie HPE für Greenlake wirbt, können Kunden damit auch ihre SAP-Anwendungen in ihren eigenen Gebäuden betreiben und gleichzeitig von Cloud-Vorteilen wie verbrauchsabhängiger Abrechnung, Flexibilität und Schnelligkeit profitieren. Und das entspreche einer zentralen Anforderung von SAP-Kunden.

Nach Angaben der IDC-Untersuchung „Cloud Pulse 1Q20 Survey Findings“ vom Mai dieses Jahres werden 70 Prozent der Software-Anwendungen nicht in die Public Cloud migriert. Gründe dafür sind unter anderem die enge Verflechtung der Anwendungen untereinander, Bedenken im Hinblick auf Latenzzeiten, die Datenhoheit, Sicherheit und Compliance sowie die unkalkulierbaren und hohen Kosten der Public Cloud.

Für alle, die die Public Cloud scheuen

Dass die Kosten immens ausfallen können, hat sich herumgesprochen. Laut des Berichts „The cloud bandwith tax punishes those focused on the short term” von 451 Research aus dem Januar 2019 ist es 2,5-mal teurer, Daten in der Public Cloud zu speichern als in einem Co-Location- oder dem Enterprise-Rechenzentrum. Ein Grund dafür sind die Kosten, die anfallen, um Daten in die Cloud hinein- oder wieder daraus herauszubringen.

Mit HPE Greenlake kann SAP die Customer Edition der SAP HANA Enterprise Cloud mit einer durchgängigen und automatisierten Cloud-Nutzererfahrung und mit ihrem Abo-Dienstleistungsmodell bereitstellen. Die Cloud- und Compliance-Analysewerkzeuge der Plattform sollen SAP in die Lage versetzen, die Betriebs- und Applikationsdienstleistungen, für die die SAP HANA Enterprise Cloud geschätzt wird, vor Ort beim Kunden bereitzustellen.

HPE und SAP sind langjährige Partner. Keith White, Senior Vice President und General Manager für HPE Greenlake Cloud Services bei HPE, sieht die neue Übereinkunft deshalb als Erweiterung: „Mit unserem schnell wachsenden Cloud-Geschäft mit HPE Greenlake und unserer Marktführerschaft bei SAP-Plattformen haben wir eine enorme Chance, die über Jahrzehnte bewährte Partnerschaft mit SAP weiter auszubauen.“

Auf Nachfrage der Kunden

Auch Peter Pluim, Executive Vice President und Global Head of Enterprise Cloud Services bei SAP, äußert sich zu den Plänen: „Das neue Bereitstellungsmodell der SAP HANA Enterprise Cloud Customer Edition ist eine direkte Reaktion auf Kunden, die die Flexibilität und die Service-Qualität einer Managed Private Cloud wollen, aber die Systeme in ihren eigenen Rechenzentren behalten möchten.“

Dazu zählten etwa die öffentliche Verwaltung oder stark regulierte Branchen. „Wir planen, dies mit Cloud-Diensten von HPE Greenlake und erstklassigen Betriebs- und Applikationsdienstleistungen von SAP möglich zu machen. Damit können wir für unsere gemeinsamen Kunden Mehrwerte und neue Nutzererfahrungen schaffen.“

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