Übertrieben gehypt, allgegenwärtig und missverstanden

Sage will KI mit Ethik voranbringen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Bereits 2017 hatte Sage Grundprinzipien für eine ethisch verantwortungsvolle KI zusammengestellt.
Bereits 2017 hatte Sage Grundprinzipien für eine ethisch verantwortungsvolle KI zusammengestellt. (Bild: Sage)

Künstliche Intelligenz wird übertrieben gehypt, allgegenwärtig genutzt und doch oft missverstanden – sagt Sage und nähert sich in einem jetzt veröffentlichten Whitepaper den ethischen Aspekten der Technologie an.

Wenngleich künstliche Intelligenz (KI) schon seit Jahren Webplattformen, mobile Apps sowie Geräte befeuert, hat jeder zweite keine Ahnung davon, was tatsächlich hinter der Technologie steckt – so eine von Sage durchgeführte Erhebung. In diesem Umfeld ringt der Softwareanbieter nun um Deutungshoheit. Statt Ersatz oder Bedrohung für den Menschen sollte KI doch eher als Ergänzung zur menschlichen Kreativität betrachtet werden.

Kriti Sharma, Vice President of Artificial Intelligence bei Sage, erläutert: „Von grundlegender Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die Auseinandersetzung mit den von KI aufgeworfenen ethischen Fragen. Als etabliertes Unternehmen, das sich dieser Technologie verschrieben hat, sehen wir es als unsere Aufgabe an, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen – für unsere Kunden und die Gesellschaft als Ganzes. Wir wissen, dass die von uns belieferten Unternehmen – vom Startup bis zum mittelständischen Unternehmen – enorme Produktivitätssteigerungen erzielen könnten, wenn sie KI stärker in den Fokus rückten. Um dies zu erreichen brauchen wir die Unterstützung der Industrie und der Regierung – insbesondere auch, um Licht ins Dunkel der ethischen Fragen rund um KI zu bringen.“

Diesem Ziel will der Anbieter unter anderem mit einem jetzt veröffentlichten Positionspaper näherkommen. Das mit „Building a competitive, ethical AI economy“ (PDF) betitelte Dokument wurde laut Sage gemeinsam mit global agierenden Unternehmen sowie britischen Regierungsvertretern erarbeitet. Die Autoren präsentieren darin Handlungsempfehlungen, mit denen Wirtschaft und Gesellschaft KI-gestützte Technologien auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Weise nutzbringend einsetzen könnten.

Dabei baut das jetzt präsentierte Whitepaper auf Grundprinzipien für eine ethisch verantwortungsvolle KI auf, die Sage im Juni 2017 als „The Ethics of Code“ (PDF) veröffentlicht hatte. Mit dem Papier hatte sich der Anbieter offenbar schon einiges Gehör verschafft: Kurz nach der Veröffentlichung habe man in einem Fachausschuss des britischen Palaments zum Thema Stellen beziehen können, Ende Oktobe sei Kriti Sharma zum ersten Gipfeltreffen der Obama Foundation in Chicago geladen worden.

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