Reifegradbestimmung im Mittelstand auf dem Weg in die Cloud

Roadmap in die sichere Cloud

| Autor / Redakteur: Götz Piwinger* / Elke Witmer-Goßner

Die Transformation in die Cloud ist auch eine Frage, wieviel Geld kleine und mittlere Unternehmen überhaupt investieren können.
Die Transformation in die Cloud ist auch eine Frage, wieviel Geld kleine und mittlere Unternehmen überhaupt investieren können. (Bild: Cirquedesprit, Fotolia)

Die Aufforderungen an den deutschen Mittelstand, man möge sich schleunigst auf den Weg in die Cloud begeben, um dem globalen Wettbewerb zu trotzen, schallen aus allen Verbänden und Meinungskanälen. Gemeint sind damit KMUs zwischen 5 und 2000 Beschäftigten, die 90 Prozent des offenen Cloud-Potenzials repräsentieren. Und gerade dort tut man sich etwas schwer.

Mittlerweile reagieren die IT-Verantwortlichen weniger kritisch, wenn es um die Sinnhaftigkeit des Cloud Computing geht. Vielmehr stehen heute Fragen nach den Machbarkeit der Umsetzung und Datensicherheit im Vordergrund. Bei der Umsetzung sind größere Unternehmen im Vorteil, denn dort sind Begriffe wie „Reifegradanalyse nach COBIT“ oder „Compliance“ längst gelebte Selbstverständlichkeiten. Aber die Berater gib es nicht zum Nulltarif. Es muss uns also gelingen, einen finanzierbaren und transparenten Weg für KMUs aufzuzeigen. Einige der Schritte auf dem Weg in die Cloud können in Eigenleistung und mit studentischen Hilfskräften erbracht werden.

Eine Frage der Investitionsfähigkeit

Die Cloud-Diskussion ist ernsthaft seit 2012 im Mittelstand angekommen. Im optimalen Fall ist es gelungen, Rückstellungen, Investitions- und Liquiditätsplan zum Ende 2012 einzustellen. Eine Ansparabschreibung braucht in der Regel jedoch mehrere Jahre, um den Investitionsbetrag zu erreichen (vergleichbar mit der Anschaffung eines neuen Kleinlasters). Diese Zeit steht uns bei der Umstellung auf Cloud-Technologien nicht zur Verfügung.

Fehlende Rahmenbedingungen

Der Koalition ist es in den letzten Jahren bis heute nicht gelungen, Rahmenbedingungen für Cloud Computing im Mittelstand zu schaffen. Das Bundesministerium des Inneren (BSI) und das Bundeswirtschaftsministerium (Trusted Cloud) verbrennen jeweils 50 Mio. Euro, um für Sommer 2015 Richtlinien anzukündigen. Gleichzeitig muss Netz-Minister Alexander Dobrinth in Europa eigentlich die Führungsrolle zur Erstellung der europäischen Datenschutzrichtlinien einnehmen. Doch der ist erst mal mit dem Großflughafen Berlin und der geplanten PKW-Maut beschäftigt. Also müssen sich unsere Firmen eigene Rahmenbedingungen setzen! In Ermangelung staatlicher Richtlinien hat die unabhängige Initiative German Cloud das „Cloud-Mittelstandsmodell“ entwickelt. Damit können auch kleinere Unternehmen schnell klare Parameter für ihre Cloud-Zukunft festlegen.

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