Red Hat hat auf dem gerade zu Ende gegangenen „OpenStack Summit“ in Vancouver (18. bis 22. Mai 2015) die Version 3.2 von „Cloud Forms“, einer Software zum Verwalten privater und hybrider Clouds vorgestellt. Die neue Version beschleunigt unter anderem das Ausrollen verteilter OpenStack-Umgebungen.
OpenStack Summit: Red Hat CloudForms 3.2 automatisiert OpenStack-Deployment
(Bild: Red Hat)
Red Hat Cloud Forms ist Ende 2012 aus der Akquisition des Cloud-Management-Spezialisten ManageIQ hervorgegangen und von Red Hat kontinuierlich weiterentwickelt worden. Auch heute noch basiert Cloud Forms auf dem ManageIQ-Open-Source-Projekt. Die ehemals unter der Bezeichnung EVM-Suite, mehrfach ausgezeichnete Cloud-Orchestrierungssoftware hat sich im Kontext von OpenStack und der auf OpenStack basierenden Red-Hat-Lösungen zu einer der strategisch wichtigsten Komponenten im Cloud- und Virtualisierungs-Portfolio des Herstellers entwickelt.
Cloud Forms und OpenStack
Cloud Forms unterstützt Anwender bei einer schnelleren Implementierung ihrer OpenStack-Umgebungen. Denen steht mit den Möglichkeiten von Cloud Forms 3.2 ein effizientes und skalierbares Migrations-Framework zur Verfügung, das herkömmliche virtualisierte Plattformen und Private-OpenStack-basierte Clouds einschließt. Unternehmen können so ihre IT auf zwei Arten aufsetzen, wobei eine neue, Agilitäts-optimierte Infrastruktur mit den vorhandenen, mehr Effizienz-optimierten Rechenzentren koexistiert und Workloads durch eine gemeinsame Management-Plattform verwaltet werden.
Cloud Forms, OpenStack und RHEV
Während Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) allein, etwa als quelloffene Alternative zu „VMware vSphere“ und „Microsoft Hyper-V“, laut Red Hat nur langsam, wenn auch im zufriedenstellenden Maße Marktanteile gewinnt, entwickelt sich die Virtualisierungsplattform als Bestandteil von Red Hat Cloud Infrastructure laut Aussage von Red Hat hervorragend.
Trotz der Fähigkeit von OpenStack Kilo, mit der neuen „Ironic“-Komponente auch physische Hosts als Fundament verwenden zu können, basieren OpenStack-IaaS-Clouds heute noch hauptsächlich auf virtuellen Maschinen und zumindest bei Red Hats OpenStack-Distribution gewinnt RHEV damit zunehmend an Bedeutung. Das gilt im gleichen Maße auch für Cloud Forms als zentrale Verwaltungsplattform für Cloud – und Virtualisierungs-Technologien verschiedenster Hersteller.
Herausragend an Cloud Forms 3.2 sind Verwaltungsfunktionen zum automatischen Ausrollen, Konfigurieren und Verwalten OpenStack-Installationen, welche auf Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform 7, die auf dem Release „OpenStack Kilo“ basiert, aufsetzen. Darüber hinaus bietet die neue Version zusätzliche Möglichkeiten für das Workload-Management bei OpenStack, wie zum Beispiel Automated Discovery, die Unterstützung webbasierter Konsolen und das Service Catalog Publishing.
Ferner kann Cloud Forms 3.2 Anwenderdialoge zum Generieren von „Heat“-Templates für die OpenStack-Orchestrierung erzeugen. Zudem erlaubt die Integration des OpenStack Image Service („Glance“) eine eingehende Prüfung von Images, sowie die Integration von OpenStack Compute (Nova) eine Inspektion von Workloads. Darüber hinaus haben die Red-Hat-Entwickler OpenStack Telemetry („Ceilometer“) integriert, was ein in verbessertes Verwalten von Kapazitäten und deren Auslastung ermöglicht.
Weitere Verbesserungen in Cloud Forms 3.2 betreffen den Support des AWS-Config-Dienstes. Er überwacht annähernd in Echtzeit Veränderungen in Workloads, die bei AWS eingerichtet wurden. Zudem unterstützt Cloud Forms 3.2 IPv6 und verbessert das Bare-Metal Provisioning und dessen Verwaltung durch die Integration mit „Red Hat Satellite 6“.
Cloud Forms und Virtualisierung
Ferner bringt Cloud Forms OpenStack-basierte Private Clouds, Public Clouds und eine Reihe von Virtualisierungs-Plattformen zusammen. So unterstützt die Version 3.2 nicht nur RHEV, sondern auch VMware vSphere, Amazon Web Services und den Microsoft System Center Virtual Machine Manager. IT-Administratoren können damit eine Reihe fortschrittlicher Funktionen hybrider Cloud-Umgebungen effektiver verwalten. Dazu gehören ein Self-Service-Portal und die Policy-basierte Kontrolle, aber auch Funktionen zu Governance, Chargeback, Showback, Orchestrierung sowie zum Planen von Kapazitätsauslastungen, Optimierung, Analyse von Engpässen und zum Anlegen von Berichten.
Stand: 08.12.2025
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Die Rolle von CloudForms „on top“ von Red Hats Cloud-Infrastructure-Stack.
(Bild: Red Hat)
Verfügbarkeit
Cloud Forms 3.2 ist für bestehende Nutzer ab Juni 2015 verfügbar. Die Funktionen zum Verwalten von OpenStack-Infrastrukturen in Cloud Forms 3.2 setzen die Unterstützung des OpenStack-Release „Juno“ voraus. Diese werden mit dem nächsten Release der Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform 7 zur Verfügung stehen.