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Interview zum 25. Geburtstag von Microsoft Office Quo vadis, Büroarbeit? - Die Zukunft der Wissensorganisation

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Eine moderne technische Ausstattung gehört laut einer aktuellen Statista-Umfrage für deutsche Büroarbeiter zu den Top-Drei der wichtigsten Kriterien für einen idealen Arbeitsplatz. Und für viele gehört das Softwarepaket Office von Microsoft, das am 1. August seinen 25. Geburtstag feierte, zur Standardausstattung an bundesdeutschen Schreibtischen.

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Nach 25 Jahren ist Microsoft Office kein besseres Druckstudio mehr, sondern eine digitale und vernetzte Suite von Produktivprogrammen für die Büroarbeit. Dr. Thorsten Hübschen erklärt die Veränderung und ihre Vorteile.
Nach 25 Jahren ist Microsoft Office kein besseres Druckstudio mehr, sondern eine digitale und vernetzte Suite von Produktivprogrammen für die Büroarbeit. Dr. Thorsten Hübschen erklärt die Veränderung und ihre Vorteile.
(Bild: Microsoft)

Im Experten-Interview erklärt Dr. Thorsten Hübschen, Business Group Lead der Microsoft Office Division, worauf Unternehmen heute und morgen achten sollten, um ihren Mitarbeitern vorteilhafte Arbeitsbedingungen zu ermöglichen – an welchem Ort auch immer.

Was hat sich in 25 Jahren – seit der Veröffentlichung der ersten Office-Version – für die Büroarbeiter geändert?

Dr. Thorsten Hübschen: Als Microsoft Office vor 25 Jahren auf den Markt kam, war Papier noch das wichtigste Trägermedium für Informationen. Es folgten für Archivierung und Transport die ersten digitalen Medien: Disketten, CDs, DVDs. Papier blieb dessen ungeachtet das erste Mittel der Wahl, wenn es darum ging, Informationen zu verbreiten oder zu archivieren. Das hat sich über die 25 Jahre Office komplett verändert: Microsoft Office ist längst kein besseres Druckstudio mehr; es ist eine digitale und vernetzte Suite von Produktivprogrammen für die Büroarbeit.

Wo liegen die Unterschiede zwischen dem Büroarbeitsplatz von 1989 zu dem von 2014?

Dr. Hübschen: Die Kette der Arbeitsprozesse ist jetzt ohne Medienbrüche und unabhängig vom verwendeten Gerät – von der Erstellung und Bearbeitung eines Dokuments bis hin zum Versand und zur Distribution – durchgehend digital. Das hat es erst möglich gemacht, dass es in der Verwaltung eines modernen Unternehmens keinen einzigen Bereich mehr gibt, der nicht mithilfe von Informations- und Kommunikations-Technologien sein Business plant, durchführt und auswertet. Zwar war hier Microsoft einer der wichtigsten Treiber. Aber ohne den Druck, den Mitarbeiter und ein globaler Wettbewerb zugleich auf Unternehmen, ihre Art der Zusammenarbeit und Innovationskraft ausüben, wäre die Digitalisierung nicht so schnell vorangetrieben worden.

Sie sprechen es an: Nur ein technologischer Impuls von außen sorgt nicht automatisch dafür, dass sich Prozesse in einem Unternehmen ändern?

Dr. Hübschen: Genau! Unternehmen sind soziale Einheiten, die auf gewachsenen Organisationskulturen basieren, die man nicht per Direktive umkrempeln kann. Es muss ein langfristiges, grundsätzliches Umdenken vom Chef bis zur operativen Ebene stattfinden. Mit dem „Manifest für ein neues Arbeiten“ und dem „Social Enterprise Knigge“ haben wir zwar Orientierungshilfen entwickelt. Der entscheidende Schritt muss aber natürlich von Unternehmen selbst kommen. Aber sie sollten sich bewusst sein: Wer sich nicht den modernen Arbeitserfordernissen anpasst, wird mittelfristig Mitarbeiter verlieren, keine Talente der Generation Y binden und langfristig scheitern.

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