Marktzahlen von Gartner Public-Cloud-Ausgaben erreichen knapp 500 Milliarden US-Dollar

Von Martin Hensel

Aktuellen Prognosen der Marktforscher von Gartner zufolge, werden die weltweiten Ausgaben für Public-Cloud-Dienste dieses Jahr um 20,4 Prozent auf 494,7 Milliarden US-Dollar anwachsen. Für das kommende Jahr erwarten die Experten einen weiteren Anstieg auf knapp 600 Milliarden US-Dollar.

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Public-Cloud-Services erfreuen sich laut Gartner immer höherer Beliebtheit.
Public-Cloud-Services erfreuen sich laut Gartner immer höherer Beliebtheit.
(Bild: Gianni Crestani / Pixabay )

„Die Cloud ist ein wesentlicher Bestandteil und Treiber der Digitalisierung von Unternehmen“, erklärt Sid Nag, Research Vice President von Gartner. „CIOs haben die Ära des irrationalen Überschwangs bei der Beschaffung von Public Cloud-Diensten hinter sich gelassen. Sie wählen Public Cloud-Anbieter nun mit Bedacht aus, damit sie ihre angestrebten Geschäfts- und Technologieziele auf ihrem Weg der digitalen Transformation erreichen“, ergänzt er.

IaaS wächst am schnellsten

Das höchste Wachstum verzeichnen im Public-Cloud-Bereich Infrastructure-as-a-Service-Angebote (IaaS) mit einem Plus von 30,6 Prozent, gefolgt von Desktop as a Service (DaaS) mit 26,6 Prozent und Platform as a Service (PaaS) mit 26,1 Prozent Zuwachs. Gartner begründet die Entwicklung mit einer Abkehr vom traditionellen Client-Computing hin zu DaaS und Cloud-nativen Angeboten.

Der Bereich Cloud Application Services („Software as a Service“, SaaS) stellt mit einem Umsatz von rund 176,6 Milliarden US-Dollar nach wie vor das größte Marktsegment, gefolgt von IaaS (119,7 Milliarden US-Dollar) und PaaS (109,6 Milliarden US-Dollar). Gartner erwartet bei SaaS eine anhaltend gute Entwicklung, da unter anderem immer mehr große, monolithische Anwendungen in modulare Teile zerlegt werden, um effiziente DevOps-Prozesse zu ermöglichen. Zudem schaffen disruptive Technologien wie Hyperscale Edge Computing oder Secure Access Service Edge (SASE) neue Einnahmequellen für Public-Cloud-Provider.

Cloud als Enabler betrachten

„Angetrieben durch den Reifegrad zentraler Cloud-Services verlagert sich der Schwerpunkt der Differenzierung allmählich auf Fähigkeiten, die das digitale Geschäft und die Abläufe in Unternehmen direkt beeinflussen können“, erklärt Nag. Public-Cloud-Dienste seien mittlerweile so wichtig geworden, dass sich die Anbieter nun zwangsläufig mit sozialen und politischen Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Datensouveränität befassen müssen.

„IT-Führungskräfte, die die Cloud als Enabler und nicht als Endzustand betrachten, werden bei ihrer Reise durch die digitale Transformation am erfolgreichsten sein“, meint Nag. „Unternehmen, die die Cloud mit anderen angrenzenden, aufstrebenden Technologien kombinieren, werden sogar noch besser abschneiden“, fügt der Experte hinzu.

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