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Die Wolke im Mittelpunkt Microsoft-WPC in Washington steht im Zeichen der Cloud

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Der Software-Konzern Microsoft meint es ernst mit der Cloud. Auf der weltweiten Partnerkonferenz (WPC) kündigte das Unternehmen zahlreiche Produkte und Neuerungen rund um das IT-Trend-Thema Cloud-Computing an, gemäß dem vom CEO Satya Nadella ausgelobten Kredo „Mobile First, Cloud First“.

Microsoft beschwört vor Partnern die Cloud.
Microsoft beschwört vor Partnern die Cloud.
(© rangizzz - Fotolia.com)

Auf der „Worldwide Partner Conference“ (WPC) von Microsoft stand die Cloud im Mittelpunkt. Erklärte Zielsetzung des Software-Konzerns ist: „Wir wollen die Konferenz dafür nutzen, unseren vielen tausend Partnern in der ganzen Welt Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie mit „Mobile First, Cloud First” ihr eigenes Geschäft weiterentwickeln und neue Absatzmöglichkeiten realisieren können.“ Immerhin 16.000 Gäste sind zu diesem Zweck in Washington zusammengekommen.

500 Teilnehmer aus Deutschland

Für die rund 500 Gäste aus Deutschland, etwa 400 davon Partner und etwa 100 Microsoft-Mitarbeiter, war ein weiteres Thema von Belang: In einer Telefonkonferenz beschrieben Microsoft-Managern aus Deutschland, darunter Kai Göttmann, Senior Director Partner Sales und Christoph Heiming, Partner Business & Development Lead, dass auch die Fußball-WM nicht zu kurz kam. Trotz umfangreicher Agenda wurde zusammen Fußball geschaut und gefeiert.

Themenspektrum

Auf der Keynote der Konferenz bekräftige Microsoft-CEO Satya Nadella die eingeschlagene Marschroute: „Mobile First, Cloud First“. Floris van Heijst, General Manager Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland, und Peter Arbitter, Direktor Geschäftsbereich Cloud & Enterprise, fassten in einem Technet-Blogeintrag ein paar Highlights zusammen.

Cloud-Speicher

Demnach wird die neue Version der Cloud-Speicherlösung Microsoft Azure StorSimple von August dieses Jahres an für eine drastische Verringerung der Kosten (zwischen 60 und 80 Prozent) für das Speichern von Backup- und Desaster Recovery-Daten in der Cloud sorgen, so die Microsoft-Manager. Hintergrund dieser Vorgehensweise: „Kunden, die bereits auf dem Weg in die Cloud sind, beginnen ihre Migration häufig mit dem Speichern von Daten, da hier hohe Agilität und Kostenvorteile besonders schnell realisiert werden können.“

Cloud-Datenanalyse

Ferner wird der bereits im Juni dieses Jahres angekündigte Cloud-Service Azure Machine Learning in Kürze als Preview verfügbar sein. Mit dieser Technologie setzen Partner Cloud-Dienste zur Datenanalyse innerhalb von Minuten oder Stunden auf, heißt es aus dem Software-Konzern.

Cloud-Entwicklung

In Form des Azure Preview Portal soll die Cloud-Entwicklung vereinfacht werden. Und zwar durch Zusammenführung der plattformübergreifenden Cloud-Technologien, -Dienste und -Tools von Microsoft in einer einzigen Umgebung.

In dieses Portal wird demnächst ein verbreitertes IaaS-Angebot integriert. Im Blog von van Heijst und Arbitter wird es wie folgt beschrieben: „Damit verwalten Nutzer ihre virtuellen Maschinen (VM) und stellen zudem mit nur einem Klick Sharepoint bereit, um mehrere VMs innerhalb des Portals zu verwalten. Darüber hinaus bietet das Portal eine Vorschau auf Azure Event Hubs – der neue Dienst erkennt Sekunde für Sekunde Millionen von Ereignissen und ermöglicht Partnern und Kunden das Erfassen, Verarbeiten und Analysieren von Daten aus einer schier unendlichen Anzahl von mit der Cloud verbundenen Geräten.“

Oslo heißt Delve

Einen virtuellen Assistenten von Microsoft, von dem bislang unter dem Arbeitstitel „Oslo“ gesprochen wurde bekommt laut den Microsoft-Bloggern den offiziellen Namen „Delve“, der zusammen mit einer neuen Informationsstruktur namens „Office Graph“ auf der Partnerkonferenz vorgestellt wurde. Noch in diesem Jahr soll der Assistent für Kunden von Office 365 verfügbar werden. Delve sei eine „innovative Methode für das Suchen und Finden von Inhalten in Office 365“. Gleichzeitig arbeite man mit Delve daran, „anwendungsübergreifend bestehende Informations-Silos aufzulösen.“

Mehr über neue Office-Lizenzmodelle und dem Ende des Lizenzmodells „Select Plus“, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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