Cloud-basierte Branchenlösung mit KI-Funktionen Microsoft Cloud for Retail – Einzelhandel im Fokus

Von Thomas Joos

Mit seiner neuen Lösung „Cloud for Retail“ bietet Microsoft eine Cloud-Lösung an, die speziell für den Einzelhandel maßgeschneidert ist. Die branchenspezifische Lösung ermöglicht Einzelhändler die bessere Verwaltung ihrer Tätigkeit.

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Microsofts Cloud für den Einzelhandel umfasst spezifische Konfigurationen, Konnektoren und Anwendunge sowie technischen 24/7-Support; auch die Zusammenarbeit mit auf den Retail spezialisierten Partnern ist möglich.
Microsofts Cloud für den Einzelhandel umfasst spezifische Konfigurationen, Konnektoren und Anwendunge sowie technischen 24/7-Support; auch die Zusammenarbeit mit auf den Retail spezialisierten Partnern ist möglich.
(Bild: Piman Khrutmuang - stock.adobe.com)

Damit Einzelhändler in Zukunft weiter erfolgreich arbeiten können, ist die Digitalisierung des Betriebs nahezu unerlässlich. Der Betrieb eigener Server und Rechenzentren ist für viele Einzelhändler oft zu teuer und zu kompliziert. Daher bietet es sich an die Digitalisierung, auch mit Einbeziehung von KI-Technologien, in die Cloud auszulagern. Die wichtigsten Funktionen in der Microsoft Cloud for Retail bestehen darin die Daten eines Unternehmens so effektiv wie möglich dazu zu nutzen, den Umsatz und Gewinn zu erhöhen.

Auch die Lieferketten lassen sich mit Microsoft Cloud for Retail effektiver betreiben. Die Umfrageergebnisse des jüngsten „Work Trend Index“ von Microsoft zeigen, dass 60 Prozent der Mitarbeiter im Vertrieb von den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung begeistert sind, aber 34 Prozent sind der Meinung, dass sie noch nicht über die richtige Technologie verfügen. Das soll die Microsoft Cloud for Retail ändern.

Das kann die Einzelhandelscloud

Mit Microsoft Cloud for Retail steht eine Cloud-Lösung zur Verfügung, mit denen Einzelhändler ihre Tätigkeiten effektiv mit Cloud-Funktionen von Microsoft optimieren können. Basis der Lösung sind bereits vorhandene Cloud-Plattformen auf Basis von Microsoft Azure, Dynamics 365, Power Platform und Microsoft Advertising. Microsoft nutzt mit Cloud for Retail seine umfangreichen Erfahrungen im Einzelhandel und seine zahlreichen Cloud-Produkte, um eine an den Einzelhandel angepasste Plattform zur Verfügung zu stellen.

Zum Einsatz kommen auch KI-Technologien von Microsoft, mit denen Daten im System wesentlich besser analysiert werden können. Hilfreich ist das vor allem für die Planung von Bestellungen, da sich die Verkäufe der Produkte besser analysieren lassen. Ebenfalls möglich ist eine zentrale Warenverwaltung, Personalmanagement und auch die Automatisierung von Prozessen.

Mehr Umsatz und bessere Kundenbindung

Die verschiedenen Cloud-Lösungen fasst Microsoft zu einem Bundle zusammen und ermöglicht dadurch eine cloud-basierte Verwaltung der kompletten Betriebsabläufe im Einzelhandel. Das reduziert deutlich Kosten, verbessert das Kundenerlebnis und bietet Einzelhändlern die Möglichkeit vorhandene Daten effektiver auszuwerten, um ihr Geschäft an die aktuellen Anforderungen anzupassen.

Das ist auch der zentrale Fokus der Cloud-Lösung: Daten sollen so effektiv wie möglich verarbeitet und ausgenutzt werden, um Umsatz zu steigern und Kunden besser bedienen zu können, zum Beispiel weil deren Vorlieben einfach auszuwerten sind.

Natürlich müssen hier Einzelhändler in Europa auch den schwierigen Spagat zwischen effektiver Datenauswertung und Datenschutzrichtlinien (DSGVO) beachten. Nicht alles was in den vereinigten Staaten funktioniert, lässt sich auch in Europa optimal umsetzen. Da Microsoft seine Rechenzentren in der EU betreibt, sind die Daten zwar zunächst halbwegs vor Zugriffen aus den USA geschützt, allerdings ist der Firmensitz von Microsoft in den USA. US-amerikanische Behörden können daher durchaus Zugriff auf die Daten nehmen, unabhängig davon, ob diese in europäischen oder US-amerikanischen Rechenzentren gespeichert sind.

Betrugsschutz und Analysen

Bestandteil der Microsoft Cloud for Retail sind verschiedene Analysen, aber auch intelligenter und KI-gestützter Betrugsschutz. Die Daten lassen sich teilweise in Echtzeit verarbeiten, sodass Einzelhändler mit der Cloudlösung den Kunden noch während des ersten Gesprächs angepasste Angebote unterbreiten können.

Dazu kommt die Einbindung der Lösung in Lieferketten. Dadurch können Einzelhändler ihren Kunden auch bei Bestellungen zuverlässigere Aussagen mitgeben, wann bestimmte Waren geliefert werden.

Bessere Zusammenarbeit bei Filialen

Händler die Filialen betreiben, erhalten mit Microsoft Cloud for Retail auch Collaborations-Funktionen. Das verbessert die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Filialen deutlich. Interessant ist das zum Beispiel auch im Zusammenhang mit externen Warenlagern, da sich auch diese anbinden lassen. Dadurch arbeiten die Filialen besser miteinander zusammen und gleichzeitig ist der Warenbestand im Lager wesentlich einfacher zu verwalten.

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Da es sich bei Microsoft Cloud for Retail um eine Cloud-Lösung handelt, stehen die Informationen auch mobil zur Verfügung. Eines der größten Probleme beim Einzelhandel sind die nicht verknüpften Verkaufspunkte. Dadurch entstehen Reibungsverluste, die zwangsläufig entstehen, wenn Kundenkontakte nicht unternehmensübergreifend erfasst werden und die einzelnen Verkaufsstellen nicht als Team zusammenarbeiten, weil unter anderem die technischen Grundlagen fehlen.

Leere Regale kosten Umsatz und Kunden

Laut McKinsey waren im Herbst 2021 über 60 Prozent der Verbraucher mit vergriffenen Waren konfrontiert und nur 13 Prozent von ihnen warteten darauf, dass der Artikel wieder auf Lager war. Von den Kunden, die mit vergriffenen Waren konfrontiert waren, wechselten 32 Prozent schließlich den Einzelhändler, um ihre Einkäufe zu tätigen. Dadurch entgehen Einzelhändlern unnötigerweise Umsätze. Diese Probleme lassen sich vermeiden, wenn die Lieferketten optimiert sind und an jeder Verkaufsstelle der Warenbestand zentral abrufbar ist.

Diese und weitere Informationen lassen sich aus der McKinsey-Analyse „US consumer sentiment and behaviors during the coronavirus crisis“ herauslesen, die schnell klarmacht, warum Einzelhändler dringend ihre Infrastruktur digitalisieren sollten, um unnötige Umsatzverluste zu vermeiden.

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