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FIS KORDOBA startet durch in die Linux-Welt Linux als Alternative zum klassischen Mainframe-Ansatz bei Banken-Standardsoftware

Autor / Redakteur: Petra Unterstein / Florian Karlstetter

Die Fidelity Information Services KORDOBA GmbH hat mit dem Linux Re-Hosting ihrer führenden Kernbankenanwendung K-CORE24 begonnen und eröffnet Banken zukünftig die Option, weitere Kosteneinsparungen und erhebliche Performance-Steigerungen zu erzielen.

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Petra Unterstein, Leitung Solution bei der Fidelity Information Services KORDOBA GmbH.
Petra Unterstein, Leitung Solution bei der Fidelity Information Services KORDOBA GmbH.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Zeichen stehen auf Modernisierung: Über 90 Prozent der Banken denken darüber nach, eine gängige IT-Architektur mit standardisierten, modularen Anwendungspaketen und einem „Ready-to-Go“-Ansatz zu implementieren. Dabei steht für viele Banken die Erneuerung ihrer bisherigen Kernbankenanwendungen im Vordergrund.

Der PAC-Studie „Softwareeinsatz bei Banken 2010“ zufolge plant fast ein Drittel der deutschen Banken eine Ablöse ihrer bestehenden Systeme und weitere 40 Prozent diskutieren gegenwärtig intensiv dieses Thema. Im Hinblick auf eine Verbesserung der Cost-Income-Ratio erscheinen proprietäre und insulare Lösungen als zu kostenintensiv und abgekoppelt von neuen Entwicklungen, während sich das Mainframe technologisch und betriebswirtschaftlich mehr und mehr als Sackgasse erweist.

Schlüsselkriterien bei Auswahl moderner Kernbankensysteme

Für die überwiegende Mehrzahl der Banken spielt die Kernbankenanwendung eine strategische Rolle oder wird zumindest als ein entscheidender Erfolgsfaktor bei Expansion und Konsolidierung angesehenen. Die Motive für eine Erneuerung bestehender Systeme und die Schlüsselkriterien bei der Entscheidung für ein neues Kernbankensystems sind bei Banken sehr ähnlich. Im Zeichen eines zunehmenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks steht eine Reduktion der TCO, also der Aufwendungen für den Betrieb, die Wartung und die Erweiterung der Systeme im Vordergrund. Egal, ob Kreditinstitute auf ASP-Services z.B. mit transaktionsbasierten Abrechnungsmodellen setzen oder ihr Kernbankensystem selbst betreiben: Eine flexible Erweiterbarkeit im Hinblick auf sich wandelnde Geschäftsmodelle und vor allem eine zügige Anpassung an neue Regularien und Compliance-Anforderungen ist gerade nach den Erfahrungen der letzen Jahre ein absolutes Muss.

Erfolgsfaktor Plattformunabhängigkeit

Anders als noch vor wenigen Jahren spielt Plattformunabhängigkeit mittlerweile eine dominante Rolle bei der Entscheidung für eine Kernbankenanwendung. Unix und Linux sind in den letzten Jahren als Betriebssysteme in den Vordergrund getreten. Das hängt nicht zuletzt mit der Senkung der Grund- und Betriebskosten bei der Hardware zusammen. Im Gegensatz zum Mainframe können kleine und flexible Einheiten wie z.B. SAN-Server zum Einsatz kommen. Da gerade Linux auf nahezu allen gängigen Systemen betrieben werden kann, stehen Banken und ihren IT-Providern auf einem wettbewerbsintensiven und von kurzen Innovationszyklen geprägten Markt günstige und passende Lösungen zur Verfügung. Die damit verbundene Unabhängigkeit von Hardwareherstellern schafft zusätzlich Zukunftssicherheit.

Ein großer Vorteil plattformunabhängiger Systeme sind vor allem Virtualisierung und die hohe Skalierbarkeit, die eine optimale Nutzung der verfügbaren Hardware sicherstellen. Die IT wächst dadurch unkompliziert mit der Geschäftsentwicklung einer Bank und kann gleichzeitig durch Redundanz, Load Balancing und intelligente Virtualisierung das jeweils definierte Sicherheitsniveau mit entsprechenden Kapazitätsreserven gewährleisten.

Performance-Engpässe sind durch zusätzliche Hardware leicht zu vermeiden, da die jeweiligen Server-Komponenten häufig linear skalieren. Gleichzeitig lässt sich die früher als nachteilig angesehene Dezentralisierung durch die Implementierung von zentralen Monitoring- und Alert-Funktionalitäten hervorragend steuern. Die Dezentralisierung hat vielmehr große Vorteile, da zum Beispiel in einem Linux-Cluster dedizierte Rechner (real oder virtualisiert) spezielle Aufgaben übernehmen, für die sie jeweils optimal konfiguriert werden können. Linux- oder Unix-Systeme sind dadurch zumeist deutlich performanter. Insbesondere die Antwort- und Laufzeiten der Anwendungen sind spürbar besser. Dafür spricht nicht zuletzt, dass es IBM-, HP- und weitere Linux-Server sind, die den Wettbewerb um den Benchmark-Weltrekord bei den Transaktionen pro Minute nahezu alleine unter sich ausmachen.

weiter mit: Linux als Business Case

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