HPE Discover 2021 Leuchtturm für Cloud-native und weitere Greenlake-Services

Autor: Klaus Länger

Auf der Discover 2021 lässt HPE einen neuen Service leuchten: Greenlake Lighthouse soll den Weg durch Cloud-native Untiefen weisen. Zusätzlich kündigt der Hersteller eine neue Sicherheitsarchitektur und Neuerungen bei den Greenlake Cloud Services an.

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Greenlake Lighthouse ist HPEs Leuchtturmprojekt für Cloud-native Anwendungen.
Greenlake Lighthouse ist HPEs Leuchtturmprojekt für Cloud-native Anwendungen.
(Bild: eyetronic - stock.adobe.com)

Im wahrsten Sinne des Wortes ein Leuchtturmprojekt für HPE ist Greenlake Lighthouse. Denn mit diesem neuen Service, der alle Bereiche von Edge, über Datacenter und Colocation-Standorte bis zur Public Cloud abdeckt, bietet HPE eine umfassende Plattform für Cloud-native Anwendungen. Die Lösung baut auf HPE Ezmeral auf, soll aber den Kunden die Einrichtung und den Betrieb durch seinen modularen Aufbau und die weitgehende Automatisierung von Compute-, Storage- und Netzwerkressourcen einfacher machen.

Kumar Sreekanti, CTO und Software-Chef bei HPE, sagt zu Lighthouse: „Es ist modular, es ist flexibel, es ist API-getrieben und hat die Fähigkeit elastisch zu skalieren.” Für Antonio Neri, CEO von HPE, profitiert sein Unternehmen hier von dem Vorsprung, den es sich im Services-Geschäft mit Greenlake aufgebaut hat: „Es geht um die Erfahrung, nicht um technologische Widgets. Diese Erfahrung, Teile zusammen zu bringen, ist schwierig zu erlangen. Das passiert in den Softwarelayern und das ist der Ort, in den HPE schon eine Reihe von Jahren investiert hat.” Greenlake Lighthouse steht ab sofort weltweit zur Verfügung.

Neue Cloud-Services

Neben Lighthouse erweitert HPE die Greenlake Cloud Services noch in andere Sektoren und arbeitet hier eng mit Partnern zusammen. Gemeinsam mit Microsoft bringt HPE Azure Stack HCI und den Microsoft SQL Server als Greenlake Service und gemeinsam mit Nutanix Lösungen für VDI und Datenbanken. Weitere Partner sind Veeam für Data Protection, Qumulo für das Management unstrukturierter Daten, Epic Systems für das Gesundheitswesen, Lusis für den Finanzsektor und Splunk für Anwendungen, die Risikobewertungen vornehmen.

Zudem bringt das Unternehmen eine Greenlake-5G-Lösung für Telecom-Provider auf den Markt. Den HPC- und KI-Sektor baut HPE ebenfalls aus und übernimmt dafür mit Determined AI ein KI-Startup, das einen Software-Stack entwickelt hat, mit dem sich KI-Modelle schneller trainieren lassen sollen. Die bereits zuvor angekündigte Lösung HPE Greenlake für SAP ist nun verfügbar.

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Silicon on-Demand

Gemeinsam mit Intel hat HPE eine Möglichkeit entwickelt, Compute-Ressourcen granularer zu nutzen und abzurechnen. Mit Silicon on-Demand können Kunden in den über Greenlake genutzten Servern nun einzelne Prozessorcores je nach Bedarf flexibel zu- oder abschalten und zahlen dabei nur für die genutzten Kerne. Auch die Verwendung von Optane Persistent Memory ist flexibel möglich.

Diese Funktionen integriert HPE in die neue Compute Cloud Console, die als Teil von Greenlake Central einen cloud-basierten Management-Service darstellt, der Aufgaben wie die Provisionierung von Compute-Ressourcen und das Lifecycle-Management weitgehend automatisiert und zwar von Edge-Standorten bis in die Cloud. Die Compute Cloud Console nutzt dabei die KI-unterstützte Engine, die bereits für Aruba Central verwendet wird.

Project Aurora

Mit dem Projekt Aurora baut der Hersteller die Basis für eine Zero-Trust-Architektur auf, die in Greenlake für eine erhöhte Sicherheit sorgen soll. Sie soll permanent die Integrität von Hardware, Firmware, Betriebssystemen und Workloads überwachen. Bedrohungen sollen automatisch erkannt werden. In Kombination mit den Open-Source-Projekten SPIFFE und SPIRE, die unter dem Dach der Cloud Native Computing Foundation entwickelt werden und zu denen HPE erheblich beiträgt, sollen DevOps- und SecDevOps-Teams befähigt werden, eine Vertrauenskette zwischen Software Services aufzubauen, die auf konstant verifizierter Hardware basiert. Zunächst soll Aurora in Greenlake Lighthouse integriert werden und dann später in den Greenlake Cloud Services und in HPE Ezmeral Einzug halten.

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