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Studie der Initiative Antrieb Mittelstand KMUs sind Cloud- und Online-Shop-Muffel

| Redakteur: Katrin Hofmann

Kleine und mittelständische deutsche Betriebe „haben Aufholbedarf auf dem Weg ins Online-Zeitalter“. So wenigstens lautet das Resümee der Initiative „Antrieb Mittelstand“ angsichts der Ergebnisse einer Studie. Dieser zufolge werden zahlreiche ITK-Themen von den Betrieben stiefmütterlich behandelt, unter Missachtung des möglichen Risikos.

Im Gastgewerbe ist der Grad der Digitalisierung besonders niedrig.
Im Gastgewerbe ist der Grad der Digitalisierung besonders niedrig.
(Bild: VBM-Archiv)

Egal ob Steuerkanzlei, Bäckerei oder Malerfachbetrieb: An der Digitalisierung der Welt dürften auch sie eigentlich nicht vorbeikommen. Oder doch?

Rund 85 Prozent der Firmen mit bis zu 49 Mitarbeitern verzichten auf die Cloud-Nutzung. Einen Webshop betreiben nur 16 Prozent. Den ortsunabhängigen Zugriff auf Geschäftsanwendungen haben lediglich 25 Prozent bei sich eingerichtet und in Social-Media-Kanälen aktiv sind nur 23 Prozent der KMUs (kleine und mittelständische Unternehmen). Das sind einige Ergebnisse einer Studie der Initiative „Antrieb Mittelstand“, die manche Euphorie nicht nur über Trendtechnologien auszubremsen vermag.

Dem Durchschnitt aller Branchen wurde der Wert 100 Digitalisierungspunkte zugewiesen. In diesem Bereich liegen Energie/Wasser/Verkehr mit 105,3 DP und Sonstige Dienstleistungen (Reinigungs- und Reparaturdienste, Landschaftsbau, Frisöre, Wäschereien, Reisebüros usw.) mit 96,9 DP. Je größer die Firma, desto digitaler ist sie aufgestellt.
Dem Durchschnitt aller Branchen wurde der Wert 100 Digitalisierungspunkte zugewiesen. In diesem Bereich liegen Energie/Wasser/Verkehr mit 105,3 DP und Sonstige Dienstleistungen (Reinigungs- und Reparaturdienste, Landschaftsbau, Frisöre, Wäschereien, Reisebüros usw.) mit 96,9 DP. Je größer die Firma, desto digitaler ist sie aufgestellt.
(Bild: Antrieb Mittelstand)

Etliche Website-Verweigerer

Zwar mag es sein, dass der Traditionsbäcker im kleinen Ort in Oberbayern ohne große Einbußen auf ein Facebook-Engagement verzichten kann. Dass jedoch noch immer 22 Prozent aller KMUs keine eigne Website haben, findet Christian Rätsch, Leiter Marketing KMU bei der Telekom und Initiator von Antrieb Mittelstand, bedenklich: „Jede Firma muss heute im Internet zu finden sein, sonst wird sie in fünf Jahren gar nicht mehr gefunden.“ Zudem könnten vor allem mithilfe von E-Commerce und Online-Marketing Umsätze angekurbelt werden.

Neben diesem Argument, das IT-Dienstleistern am besten Umsatzpotenzial bei den KMUs eröffnen kann, ist die Geschäftsoptimierung eines der wichtigsten Themen beziehungsweise eine der größten Herausforderungen. Danach folgen ein besseres Kundenmanagement, Instandhaltungs- und Wachstumsinvestitionen.

Die Cloud-Treiber

Top-Treiber für den Verkauf von Cloud-Services an KMUs sind demnach die Professionalisierung der Datensicherheit, dass Hard- und Software stets auf dem neuesten Stand sind und so hohe Investitionskosten vermieden werden können. Diese Vorteile sollten von den Anbietern gegen die Hauptbedenken – mangelnde Datensicherheit, kein finanzieller Vorteil – und den damit verbundenen Wunsch nach lokaler Datenspeicherung ins Feld geführt werden.

Für einen Online-Shop und weitere Mittel der Online-Vermarktung – 16 Prozent verzichten völlig darauf – wie die eigene Website, Social Media, Banner-Werbung oder Suchmaschinen-Optimierung spricht demnach in erster Linie, dass die Bekanntheit des Unternehmens gesteigert werden kann. Auch die Erschließung neuer Kundengruppen oder eine modernere Außendarstellung sind aus Sicht der meisten Befragten schlüssige Argumente, die für Investitionen sprechen.

Mehr über die Verbreitung ITK-gestützter Prozesse oder das mobile Arbeiten erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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