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Bare-Metal-Angebote von Leaseweb Im Wettbewerb mit Hyperscalern

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Leaseweb will die Grundprinzipien von Gaia-X schon seit Jahren umgesetzt haben, insbesondere den Zugang zu einem globalen Netzwerk auf der Basis von deutschen und europäischen Datenschutzvorgaben. Doch die Konkurrenz ist hart.

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Die Konkurrenz mit Hyperscalern gleicht einem Kampf mit Giganten.
Die Konkurrenz mit Hyperscalern gleicht einem Kampf mit Giganten.
(Bild: © Maksim Šmeljov - stock.adobe.com)

Der Wettbewerb mit Hyperscalern findet für kleinere Marktakteure unter der Prämisse statt, dass man den Markt nicht in der selben Breite adressieren kann, wie es etwa AWS, Google oder Microsoft können. Leaseweb zählt mit seinen weltweit rund 500 Mitarbeitern – 42 davon arbeiten in Deutschland – zu diesen kleineren Akteuren. „Daher gilt es für uns und andere Anbieter, das Produktportfolio zu schärfen und über eine umfassende Beratung zu punkten, die es bei den Hyperscalern oft nur rudimentär gibt“, sagt Marcus Busch, Managing Director, Leaseweb Deutschland.

Flexibilität hat ihren Preis

Marcus Busch, Managing Director, Leaseweb Deutschland
Marcus Busch, Managing Director, Leaseweb Deutschland
(Bild: Leaseweb)

„Während Hyperscaler sehr breit aufgestellt sind, nutzen wir unsere Chancen in bestimmten Anwendungsbereichen.“ Zwar können Kunden von Hyperscalern sehr schnell hochskalieren, räumt Busch ein, doch diese Flexibilität habe ihren Preis. Der wichtigste Faktor für viele Kunden bei der Entscheidung, welche Infrastruktur sie nutzen wollen, sei jedoch die Kombination aus hoher Leistung und geringen Kosten. Und um dies zu erreichen, setzen Kunden vermehrt von einer reinen Hyperscaler-Strategie auf einen Hybrid- Cloud-Ansatz.

Bare Metal ist kostengünstig

Hier kommen die Bare-Metal-Angebote von Leaseweb ins Spiel, mit denen kostengünstige Angebote für sehr vorhersehbare Use Cases abgebildet werden. „Parallel dazu haben wir umfassend in unser Cloud-Portfolio investiert“, so Busch. „Wir bieten etwa eine eigene Infrastruktur, die unsere weltweit 24 Rechenzentren verbindet, darunter auch komplett DSGVO-konforme in der EU.“ Hyperscalern setzt man bei Leaseweb also eine Kombination aus kosteneffizientem Bare Metal mit schnell hochskalierbaren Cloud-Angeboten entgegen. So kann man im harten Wettbewerb gut bestehen, sagt Busch.

Doch nicht nur preisliche Aspekte spielen eine Rolle. Beispielsweise punkten AWS oder Azure mit „fancy Tools“, mit denen die auf dem Arbeitsmarkt begehrten Entwickler arbeiten wollen. „Dieser Realität müssen auch wir uns stellen und es unseren Kunden ermöglichen, mit Cloud Connect unsere Bare-Metal- und Rechenzentrumsinfrastruktur unter anderem mit AWS zu kombinieren“, so der Leaseweb-Manager.

Hinwendung zum Channel

Bislang vertrieb das Unternehmen schwerpunktmäßig im Direktgeschäft und arbeitete bei großen Deals ergänzend oft mit Systemhäusern zusammen. Aber insbesondere im Bare-Metal-Bereich böte sich die Zusammenarbeit mit Resellern an, sagt Busch. „Wir haben ein klassisches, dreistufiges Partnerprogramm, bei dem höhere Stufen mit höheren Rebates sowie intensiverer Betreuung und höheren Service-Levels einhergehen. Auf der anderen Seite leisten Partner dafür ihren Teil in Form von intensiverer Zusammenarbeit und höheren Umsatzvorgaben.“

Über den Wolken

Leaseweb wurde 1997 in Amsterdam von zwei befreundeten, technikbegeisterten Piloten gegründet, die sich während ihrer Flüge viel über das aufkommende Internet-Zeitalter ausgetauscht haben. In Deutschland wurde Leaseweb 2010 nach der Übernahme von Netdirekt gegründet. Folgerichtig steht eine Jubiläumsfeier an.

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Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur