Apple iCloud im professionellen Einsatz (Teil 4)

iCloud mit macOS X, Windows und iPhone produktiv nutzen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Apple iCloud eignet sich auch zum betriebssystemübergreifenden Datenaustausch zwischen macOSX, Windows und iPhone.
Apple iCloud eignet sich auch zum betriebssystemübergreifenden Datenaustausch zwischen macOSX, Windows und iPhone. (Bild: Screenshot iCloud.com)

Bei der Verwendung von iCloud können Anwender nicht nur mit ihrem iPhone und dem Mac arbeiten, sondern auch Daten mit Windows-PCs austauschen. Dadurch eignet sich iCloud auch gut zur Datensynchronisation in hybriden Umgebungen.

Wenn Anwender mit dem iPhone und macOS X arbeiten, erfolgt die Verbindung zwischen iCloud und den Systemen automatisch. Da iPhones und macOS X ohnehin mit der Apple-ID angemeldet werden, funktioniert der Datenaustausch zwischen den Systemen automatisch. Um auch Windows an das System anzubinden, besteht der beste Weg darin auf dem Rechner zunächst iTunes zu installieren. Dadurch werden auch die notwendigen Treiber installiert, damit das iPhone und seine Daten in Windows verfügbar ist, wenn das Gerät mit seinem Ladekabel mit dem Rechner verbunden wird.

iCloud für Windows installieren

Damit auch Windows mit macOS X und iOS seine Daten austauschen kann, bietet es sich an auf dem Rechner iCloud für Windows zu installieren. Nach der Installation in Windows lassen sich Daten zwischen iCloud und Windows synchronisieren. Dazu gehören, neben Fotos und Lesezeichen von Safari, auch die E-Mails, Kontakte und Kalender sowie die Aufgaben.

Diese werden wiederum mit Outlook synchronisiert. Wer also mit Outlook arbeitet, kann seine Daten auch zwischen iPhone, macOS X und Windows synchronisieren. Allerdings ist hier die Verwendung von Office 365 sicherlich der bessere Weg, da hier auch eine Anbindung zwischen den Systemen hergestellt werden kann, ohne dass zusätzliche Software auf dem Rechner installiert werden muss.

iCloud Drive als zentraler Datenspeicher für Windows, iOS und macOS X nutzen

In macOS X ist iCloud Drive direkt in den Finder eingebunden. Durch einen Klick auf iCloud Drive werden die Daten in iCloud Drive angezeigt. Um Daten mit iCloud Drive zu synchronisieren, müssen diese lediglich in das Verzeichnis kopiert werden. Den Desktop und die Dokumente können Anwender automatisch mit iCloud Drive synchronisieren lassen. Die entsprechenden Einstellungen dazu werden in iCloud innerhalb der Systemeinstellungen vorgenommen.

Auf Geräten mit iOS (iPhone, iPad, iPod) sind die Daten von iCloud Drive über die App „Dateien“ zu finden. Hier lassen sich alle Dateien und Dokumente anzeigen, die von den verschiedenen Geräten aus über iCloud Drive synchronisiert werden.

iCloud Drive in Windows einbinden

Geht es um den Datenaustausch zwischen iOS und macOS X wird ohnehin in den meisten Fällen auf iCloud Drive gesetzt. Wird in Windows „iCloud für Windows“ installiert, steht iCloud Drive und die die hier gespeicherten Daten auch in Windows zur Verfügung. Dazu wird ein Agent für die Anbindung an iCloud Drive installiert. Nach der Installation muss der PC neu gestartet werden.

Nach der Installation erfolgt die Anmeldung mit der Apple-ID. Nachdem der Rechner an iCloud angebunden ist, lassen sich auch in Windows 10 die Daten von iCloud Drive nutzen.

Nach der erfolgreichen Anmeldung an der Apple-ID, kann festgelegt werden, welche Daten in Windows 10 genutzt werden können. Anschließend steht iCloud Drive in Windows 10 zur Verfügung. Durch einen Klick auf das iCloud Drive-Icon, lassen sich die Daten anzeigen. Der Agent kann die Daten nicht nur online abrufen, sondern auch mit iCloud Drive synchronisieren.

Werden also Daten auf einem iPhone oder einem Mac in iCloud Drive synchronisiert, oder wurde konfiguriert, dass macOS X Daten auf dem Desktop und in verschiedenen Verzeichnissen mit iCloud Drive automatisch synchronisiert, sind diese Daten sofort in Windows 10 verfügbar. Umgekehrt lassen sich auch Daten zwischen Windows und macOS X oder iOS austauschen, indem auf einem Windows 10-Rechner Dateien in das Synchronisierungsverzeichnis kopiert werden.

iOS, macOS X und Windows parallel mit iCloud Drive nutzen

Auf Geräten mit iOS sind die Daten von iCloud Drive zum Beispiel über die App „Dateien“ zu finden. Hier sind die Dateien und Dokumente zugreifbar, die in den verschiedenen Ordnern in iCloud Drive gespeichert werden. Auf Macs sind die Daten im Finder bei iCloud Drive zu finden. Wer iCloud für Windows installiert hat, kann auf das lokale iCloud Drive-Verzeichnis zugreifen, in dem auf das iCloud-Icon geklickt wird. Standardmäßig wird automatisch das Verzeichnis „C:\Users\[~user~]\iCloudDrive“ verwendet. Natürlich kann für das Verzeichnis eine Verknüpfung erstellt werden. Das ermöglicht den Zugriff direkt über den Windows-Explorer.

Natürlich kann auch über Webbrowser auf iCloud und iCloud Drive zugegriffen werden. Das funktioniert auf Rechnern mit macOS X genauso, wie in Windows 10. Beim Verwenden über Windows 10 können Anwender auch mit den Web-Apps von Pages, Numbers und Keynote arbeiten. Das funktioniert natürlich auch von anderen Betriebssystemen aus, aber bei der Zusammenarbeit zwischen macOS X, iOS und Windows 10 ermöglicht dies die Bearbeitung von Dokumenten von allen drei Betriebssystemen aus.

In macOS X lassen sich ebenfalls in den Systemeinstellungen Anpassungen vornehmen, um festzulegen welche Daten mit iCloud Drive synchronisiert werden. So können Anwender flexibel festlegen welche Daten zwischen macOS X, iOS und Windows synchronisiert werden sollen.

iCloud Drive und iOS zusammen mit OneDrive und Co.

Auf iPhones und iPads sind die Daten von iCloud Drive über die App „Dateien“ zu finden. Die App kann aber wesentlich mehr. Wenn in den Einstellungen weitere Speicherorte hinzugefügt werden, lassen sich in der App auch Daten anzeigen, die zum Beispiel in Windows 10 in OneDrive oder OneDrive for Business gespeichert wurden. Microsoft bietet Apps für iOS und für macOS an, mit denen sich ebenfalls auf Daten in OneDrive und OneDrive for Business zugreifen lässt. Damit die Ansicht auf iPhones und iPads funktioniert, muss lediglich die Unterstützung von „Dateien“ mit OneDrive und OneDrive for Business per Schieberegler aktiviert werden. So lassen sich dann auch Dateien zwischen verschiedenen Cloudspeichern und Systemen austauschen.

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