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Managed VMs für die App Engine
Dank dem maßgeblich von Google vorangetriebenen Kubernetes-Projekt läuft Docker zudem nicht nur in den virtuellen Maschinen der Compute Engine. Brian Stevens wies in San Francisco ebenfalls darauf hin, dass Googles im März diesen Jahres vorgestellte Managed VMs für die App Engine jetzt Beta-Status haben. Google App Engine ist ein Platform-as-aService für „ge-sandboxed-te“ Apps.
Die App Engine unterstützt automatische Skalierung. Dabei können Programmierer auf alle Funktionen der Compute Engine zurückgreifen, in der der Dienst selbst läuft. Ferner unterstützen die Managed VMs mit Docker-Containern erstellten Laufzeitumgebungen und wurden um Googles Cloud SDK erweitert. Auf diese Weise lassen sich beliebige Programmiersprachen oder Libraries verwenden. Auch ein Austauschen der vollständige Laufzeitumgebung soll problemlos möglich sein.

Das Verschieben von Apps in Hybrid-Cloud-Umgebungen
So vereinfacht der Managed Service Entwicklern ein Verschieben von Apps zwischen Systemen im eigenen Rechenzentrum und den Servern eines Public-Cloud-Anbieters. Kunden müssen sich daher bei der App-Entwicklung nicht mehr auf die Google-Cloud beschränken und können Ihren Anwendungen beispielsweise auch zu Azure verschieben.
Laut Stevens habe man erst jetzt die technischen Details geklärt und strebe nun an, verstärkt Unternehmenskunden adressieren zu wollen. Darüber hinaus wies Google in San Francisco auf die Verfügbarkeit der Beta-Version von „Cloud Debugger“ und den neuen „Autoscaler für die Compute Engine“ hin. Ferner gab es einige aktualisierte Informationen zur bereits Ende Oktober bekannt gemachten Übernahme von „Firebase“.
Deutliche Preissenkungen
Google nutzte die Gunst der Stunde auch, um auf einige im umkämpften Cloud-Business drastische Preissenkungen für seine Cloud-Dienste von bis zu 80 Prozent hinzuweisen. Die Preise für die Compute Engine hatte Google bereits Anfang Oktober um 10 Prozent gesenkt. Jetzt sollen auch die Preise für weitere Dienste erheblich reduziert werden.
So sollen etwa die Kosten für „Persistent Disk Snapshots“ bei der Compute Engine um satte 79 Prozent fallen und Storage bei „Big Query“ verbilligt sich um 23 Prozent. So kostet 1 Gigabyte Speicherplatz bei Big Query ab sofort lediglich noch 0,02 Dollar pro Monat. Ferner werden virtualisierte MySQL-Instanzen („Cloud SQL“) 25 Prozent günstiger.
Google privat
Zudem hat der Internet-Konzern die Möglichkeiten zur Anbindung erheblich erweitert. So wies Google in San Francisco darauf hin, dass sich Anwender in naher Zukunft an 70 Orten in 33 Ländern via „direct peering“ in die Google Cloud einklinken können.
Darüber hinaus wies Google auf die Verfügbarkeit von VPN-Verbindungen ab Dezember 2014 diesen Jahres hin, allerdings ohne weitere Details zu nennen. Schließlich werden Googles Cloud-Dienste auch schneller, weil einige Backbone-Betreiber künftig so genannte Carrier Interconnects anbieten wollen. Diese sollen die Latenz verringern, was letztendlich den Durchsatz erhöht.
Der Konkurrenzkampf im Cloud-Business tobt an allen Fronten. Nichtsdestotrotz ist Amazon noch immer unangefochtener Marktführer. Laut US-Berichten hat Amazon mit seinen Amazon Web Services (AWS) 2013 mehr Umsatz generiert als Googles Cloud Platform und Microsoft Azure gemeinsam. In der Tat liegt der Fokus im Konkurrenzkampf des Internet Riesen schon lange nicht mehr bei „Google gegen Apple“ oder „Google gegen Microsoft“. Das wirkliche Kampfgeschehen konzentriert sich spürbar auf Amazon.
*Thomas Drilling ist freier Autor und Blogger von "Drillings OpenSource-Eck" Hier finden sich unter anderem zahlreiche Beiträge zu Docker.
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