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Vertragswerke für die Cloud Flexibles Contracting ist die Zukunft der Cloud

Autor / Redakteur: Christof Bock * / Florian Karlstetter

Die Cloud ist auf dem Weg zur standardisierten Handelsware. Das wirkt sich auch auf die Vertragsgestaltung aus. Ein Expertenkommentar über die Zukunft von Cloud-Verträgen.

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Das zeitintensive Ausformulieren einzelner Verträge ist heute nicht mehr zeitgemäß und steht den eigentlichen Vorteilen der Cloud wie Flexibilität und Schnelligkeit im Weg.
Das zeitintensive Ausformulieren einzelner Verträge ist heute nicht mehr zeitgemäß und steht den eigentlichen Vorteilen der Cloud wie Flexibilität und Schnelligkeit im Weg.
(© Calado - Fotolia.com)

Die Cloud durchdringt heute den Business-Alltag und ist kaum noch aus ihm wegzudenken. In den letzten Jahren hat sie sich stetig weiter entwickelt und nicht nur Unternehmen, sondern auch die IT-Branche verändert.

Im Mittelpunkt steht dabei ein fortschreitender Standardisierungsprozess, der in naher Zukunft die Cloud als Handelsware festigt. Das wirkt sich auf den gesamten Bezugsprozess der Cloud aus. Klar definierte Service-Pakete sind beim Kauf und der Bereitstellung einfacher abzuwickeln.

Diese Entwicklung spiegelt sich ebenfalls in der Vertragsgestaltung wieder, die in der Vergangenheit besonders langwierig war. Das zeitintensive Ausformulieren einzelner Verträge ist heute nicht mehr zeitgemäß und steht den eigentlichen Vorteilen der Cloud wie Flexibilität und Schnelligkeit im Weg.

„Pay as you go“ oder „Fixed End“

Man kann im Cloud-Markt vor allem zwei verschiedene Vertrags-Typen unterscheiden: Pay as you go und Fixed End, wobei Pay as you go im Public IaaS-Umfeld deutlich dominiert. Als Fixed-End-Kontrakte können Outsourcing-Verträge bezeichnet werden, bei denen die Ressourcen in dem vertraglich festgelegten Zeitfenster ab dem Startzeitpunkt in definierter Menge bereitstehen.

Beim Pay as you go sind die gekauften Ressourcen direkt nach dem Kauf des Kontraktes zeitlich unbeschränkt verfügbar. Cloud User zahlen in der Regel in Abhängigkeit der Nutzung. Das Problem: Jeder Anbieter gestaltet seine Verträge und Bezugsmodelle individuell.

Um hier Transparenz und Vergleichbarkeit zu schaffen standardisieren wir diese beiden Vertragstypen auf dem DBCE Marktplatz. Unsere Standardverträge enthalten klare Vorgaben und beschleunigen den Bezug von Cloud Services. Unternehmen sind in der Lage, mehrere Cloud-Verträge abzuschließen und miteinander zu kombinieren.

Dieses flexible Contracting ermöglicht eine bedarfsgerechtere Cloud-Nutzung. Es wird sich mit der zunehmenden Durchdringung der Cloud an sich und vor allem mit der Cloud als Commodity in den nächsten Jahren mehr und mehr durchsetzen.

* Christof Bock ist Head of Marketing der Deutsche Börse Cloud Exchange

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