Impossible Cloud und Tiger Surveillance stellen DSGVO-konforme Lösung vor Ein hochsicherer Cloud-Speicher für Videoüberwachungsdaten

Von Michael Matzer 7 min Lesedauer

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Sensible Videoüberwachungsdaten sollen künftig hochsicher in der „Impossible Surveillance Cloud“ in europäischen Rechenzentren gespeichert werden können. Möglich macht dies eine Partnerschaft zwischen Impossible Cloud aus Hamburg und Tiger Surveillance aus den USA.

Die Video-Management-Software für die die Videoüberwachung von Tiger Surveillance lässt sich auf fast jedem Endgerät verwenden. Künftig will Impossible Cloud für eine hochsichere Speicherung der anfallenden Videodaten in europäischen Rechenzentren sorgen.(Bild:  Tiger Surveillance)
Die Video-Management-Software für die die Videoüberwachung von Tiger Surveillance lässt sich auf fast jedem Endgerät verwenden. Künftig will Impossible Cloud für eine hochsichere Speicherung der anfallenden Videodaten in europäischen Rechenzentren sorgen.
(Bild: Tiger Surveillance)

Impossible Cloud, ein Pionier in der dezentralen Cloud-Technologie, hat in Partnerschaft mit Tiger Surveillance, einem US-amerikanischen Experten für sicheres Datenmanagement in der Videoüberwachung, die Impossible Surveillance Cloud ins Leben gerufen. Diese Initiative ziele darauf ab, eine hochsichere und DSGVO-konforme Umgebung für die Handhabung und Speicherung von Videoüberwachungsdaten bereitzustellen.

Impossible Cloud sei die erste dezentrale Enterprise-Cloud-Speicherlösung in Europa und biete eine kostengünstige Alternative zur Public Cloud sowie eine sichere Alternative zur Private Cloud, ist sich CEO und Gründer von Impossible Cloud Dr. Kai Wawrzinek sicher. Mit nur einer einzigen Code-Zeile könne die Umstellung auf Impossible Cloud problemlos erfolgen.

Im Jahr 2021 in Hamburg gegründet, will Impossible Cloud mit seinem dezentralisierten Cloud-Architekturmodell Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Kontrolle über ihre Videodaten zu behalten und gleichzeitig die Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO einzuhalten.

Tiger Surveillance ist ein Software-Unternehmen aus Alpharetta, Georgia, USA, das sich auf On-Premises-First-Datenmanagement und -schutz für Videoüberwachungs-Workflows spezialisiert hat. Das 2021 gegründete Unternehmen wird von Tiger Technology unterstützt, einem Technologieanbieter von Speicher-, Daten-, Benutzer- und Medienmanagementlösungen. Das Portfolio von Tiger Surveillance umfasst Lösungen zur Erweiterung und zum Schutz der Speicherinfrastruktur vor Ort oder in einer beliebigen Cloud-Ebene.

Steigende Datenflut

VMS gehören heutzutage zu den größten Datenproduzenten – sie erzeugen schätzungsweise 400 Petabytes täglich. Diese zunehmende Datenflut stellt nicht nur eine Herausforderung für die Speicherkapazitäten dar, sondern unterstreicht auch die dringende Notwendigkeit, die Sicherheit und den Schutz dieser massiven Datenmengen zu gewährleisten.

Dr. Kai Wawrzinek ist Founder & Managing Director bei Laureus Capital sowie CEO & Founder bei Impossible Cloud.(Bild:  © Laureus Capital)
Dr. Kai Wawrzinek ist Founder & Managing Director bei Laureus Capital sowie CEO & Founder bei Impossible Cloud.
(Bild: © Laureus Capital)

„Das Datenwachstum im Bereich der Videoüberwachung, getrieben durch höhere Videoauflösungen [4k/8k] und zusätzliche dringend notwendige Schutzfunktionen, erfordert innovative Speicherlösungen.“ Die Kameratechnologie habe in der vergangenen Dekade enorme Fortschritte gemacht, nicht nur bei den Smartphones, sondern auch im Bereich der Videoüberwachung. Mit höheren Auflösungen seien detaillierte Aufnahmen möglich, was allerdings auch ein entsprechend hohes Datenaufkommen bedeutet.

„Damit kann lokale Hardware schnell überfordert sein, während aktuelle Cloud-Dienste den Erwartungen von Unternehmen in Bezug auf Kosteneffizienz und DSGVO-Einhaltung nicht nachkommen“, sagt Wawrzinek. „Cloud-Storage ist ein stark monopolisierter Markt, der es den Platzhirschen erlaubt, die Preise zu diktieren. Darüber hinaus birgt das Zusammenspiel von US- und europäischem Recht gewisse Risiken in Bezug auf die Einhaltung der DSGVO. Da die meisten führenden Cloud-Anbieter aus den USA stammen, besteht die Gefahr, dass europäische Unternehmen gegen Datenschutzgesetze verstoßen, weil sie nicht zu jedem Zeitpunkt wissen, in welchen Datencentern ihre Daten lagern oder wer Zugang zu den Daten hat.“

Geofencing für Datensouveränität

Im Gegensatz dazu sei Impossible Cloud ein europäisches Unternehmen und zusammen mit europäischen Partnern nicht nur DSGVO-konform, sondern lasse sich bei Bedarf auch so konfigurieren, dass Daten einen bestimmten geografischen Bereich nicht verlassen können: mit Hilfe des sogenannten Geofencing. Durch die Definition virtueller geografischer Grenzen beschränke Geofencing den Zugriff auf sensible Daten auf autorisierte Standorte. Dies ermögliche eine präzise Kontrolle über den Datenzugriff und schütze die europäische Datenhoheit.

Datensicherheit

Mit ihrer dezentralen Architektur, mehrschichtigen Verschlüsselung, Löschcodierung und Zugriffsverwaltung gewährleiste die Impossible Surveillance Cloud nicht nur die Unveränderbarkeit der Daten, sondern biete auch durch die Unveränderbarkeit der Daten, die mehrschichtige Verschlüsselung und die Löschcodierung einen „umfassenden Schutz vor Ransomware und Cyberangriffen“.

Das Speicherformat von Impossible sei Objektspeicherung. „Unser Produkt ist kompatibel mit der branchenüblichen S3 Action List, sodass Benutzer branchenübliche, gängige Schnittstellen und Software nutzen können“, betont der CEO. „Unter anderem auch mit S3 Object Lock lässt sich die Unveränderbarkeit der Daten realisieren.“

Die Impossible Surveillance Cloud verwende eine robuste Sicherheitsarchitektur, um die Integrität und Vertraulichkeit von Daten zu gewährleisten. Wawrzinek: „Wir setzen eine mehrstufige Verschlüsselung ein und nutzen den AES-256-Standard sowohl während der Datenübertragung als auch im Ruhezustand, um sicherzustellen, dass die Daten geschützt bleiben. Unsere Plattform verfügt zudem über ein umfassendes Versionierungssystem, das es den Benutzern ermöglicht, auf frühere Dateiversionen zuzugreifen und sie bei Bedarf wiederherzustellen. Zusätzlich sind fortgeschrittene Identitäts- und Zugriffsverwaltungs-Steuerungen (IAM) implementiert, um den Datenzugriff zu regeln. Hinzu kommt eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für erhöhte Sicherheit. Mit diesen Maßnahmen bietet die Impossible Surveillance Cloud eine äußerst sichere Umgebung zur Verwaltung sensibler Daten.“

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Nutzung On-Premises

Wawrzinek sieht in der On-Premises-Nutzung etliche Nachteile: „Traditionell werden Surveillance-Videoaufzeichnungen auf einem lokalen Server aufgezeichnet. Dabei entstehen oft Engpässe, zum Beispiel bei Ausfällen der lokalen Festplatten, der Erweiterung des Systems um weitere Kameras, höhere Auflösungen etc. Das macht den Ausbau und die Wartung der On-Prem-Infrastruktur oft sehr kostspielig.“

Das Hauptziel von Impossible Surveillance Cloud (ICS) bestehe darin, solche Engpässe zu beseitigen und die Videodaten in der Impossible Cloud zu sichern. ICS lasse sich in jedes Videomanagementsystem (VMS) integrieren und erweitere den lokalen Speicher nahtlos in die Cloud, wodurch unbegrenzte Speicherkapazität sowie Disaster-Recovery-Funktionen zur Verfügung stünden. Sie kombiniere die Überwachungs-Software von Tiger Surveillance mit der skalierbaren und sicheren Speicherinfrastruktur von Impossible Cloud. Die ICS ist eine von vielen Anwendungsfällen für den dezentralen Cloud-Speicher von Impossible Cloud.

Disaster Recovery

„Eine verbesserte Notfallwiederherstellung bedeutet, dass Unternehmen im Falle eines Ausfalls oder einer Katastrophe schnell auf ihre Daten zugreifen und den Geschäftsbetrieb nahtlos fortsetzen können“, erläutert Wawrzinek. „Im Live-Betrieb werden Videodaten sofort repliziert, sobald das Video-Management-System die Datei schließt. Durch diese kontinuierliche Replikation können im Notfall alle Überwachungsdaten schnell und einfach wiederhergestellt werden.

Die Wiederherstellungszeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nach unserer Erfahrung spielen dabei die größte Rolle: die Größe der Datenmenge, die Netzwerkgeschwindigkeit des Unternehmens und die Effizienz des Wiederherstellungsprozesses auf Unternehmensseite. In der Impossible Surveillance Cloud wird die Notfallwiederherstellung durch die Aktivierung der Disaster-Recovery-Funktion gewährleistet.“

Die Surveillance Bridge

Eine zentrale Rolle in der Systemarchitektur spielt die Software „Surveillance Bridge“. „Sie verbindet die lokale Infrastruktur nahtlos mit der Cloud“, erklärt der CEO. „Dadurch steigt die Speicherkapazität für mehr Videos sprunghaft an, und es lassen sich jederzeit neue Kameras anschließen.“

Darüber hinaus biete die ICS eine Vielzahl von Funktionen, die eine effiziente Verwaltung von Überwachungsvideos ermöglichten. Dazu gehörten die einfache Einrichtung, die sichere Übertragung der Daten in die Cloud, die automatische Versionierung der Daten für die Wiederherstellung und robuste Sicherheitsmaßnahmen wie Multi-Layer-Verschlüsselung und Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM).

Wirklich kostengünstig?

Durch die Nutzung von Impossible Clouds Technologie sei die Videospeicherlösung 80 Prozent kostengünstiger als On-Premises-Lösungen und herkömmliche Cloud-Dienste, sagt Wawrzinek. „Diese Zahl beruht auf einem sorgfältigen Vergleich der Kostenstrukturen vergleichbarer Cloud-Speicher. Wir berücksichtigen dabei die direkten Speicherkosten und weitere Kosten von Konkurrenzangeboten wie API-Aufrufe, Mindestspeicherzeit usw. Insbesondere entfallen bei Impossible Cloud – im Gegensatz zu anderen Cloud-Speicherlösungen – die Egress-Gebühren, also die Kosten für den Datenausgang aus dem Cloud-Speicher, zum Beispiel bei der Disaster Recovery von Video-Timeline-Daten. Kunden profitieren von klaren, vorhersehbaren Kosten, ohne versteckte Gebühren für Datentransfers oder API-Aufrufe.“

Der CEO veranschaulicht seine Aussage mit einem Rechenbeispiel. „Angenommen, ein Beispielunternehmen speichert monatlich 100 Terabyte (TB) an Videodateien in der Cloud. Wenn es einen Teil dieser Daten wieder herunterladen möchte, zum Beispiel um sie lokal zu analysieren, fallen bei der Konkurrenz zusätzlich Egress-Gebühren an. Nehmen wir an, das Unternehmen verwendet AWS S3. Die monatlichen Speicherkosten betragen 0,023 US-Dollar pro Gigabyte (GB), multipliziert mit 1.024 GB (= 1 TB), für 100 TB also 2.355 US-Dollar pro Monat. Hinzu kommen die Egress-Gebühren von 0,09 US-Dollar pro GB, nehmen wir an für 20 Prozent der Daten, also für 20 TB Daten-Egress, was 1.800 US-Dollar ausmacht. Zusätzlich fallen bei AWS S3 noch weitere Kosten für API-Calls an, diese vernachlässigen wir hier aber einmal. Insgesamt belaufen sich die monatlichen Kosten also mindestens auf 4.155 US-Dollar. Daraus ergibt sich ein signifikanter Unterschied: Die monatlichen Kosten für die Impossible Cloud liegen – auch dank der entfallenden Egress-Gebühr – bei 7,99 US-Dollar pro TB, also insgesamt 799 US-Dollar für 100 TB. Dies entspricht einer Ersparnis von rund 80 Prozent. Das Beipielunternehmen spart also mindestens 3.356 US-Dollar pro Monat, also knapp über 40.000 US-Dollar pro Jahr!“ Den deutschen Interessenten könnte also höchstens stören, dass diese Rechnung in US-Dollar statt in Euro durchgeführt wird.

Um die Speicherung von Überwachungsdaten erschwinglich zu halten, habe die ICS eine transparente On-Demand-Preisgestaltung, ohne Ausstiegs- (Egress) oder versteckte Gebühren. Darüber hinaus könne die Lösung zu vergünstigten Preisen über das Impossible-Cloud-Partnerprogramm erworben werden, das Reseller dabei unterstütze, die Lösungen von Impossible Cloud nahtlos in Unternehmensumgebungen zu implementieren.

Zusammenfassung

• Die „Impossible Surveillance Cloud“ ermöglicht die hochsichere Speicherung von sensiblen Videoüberwachungsdaten in europäischen Rechenzentren, durch eine Partnerschaft zwischen Impossible Cloud aus Hamburg und Tiger Surveillance aus den USA.
• Diese Initiative bietet eine DSGVO-konforme Umgebung für die Handhabung und Speicherung von Videoüberwachungsdaten.
• Impossible Cloud, als Pionier in dezentraler Cloud-Technologie, präsentiert die erste europäische Enterprise-Cloud-Speicherlösung, welche eine kostengünstige Alternative zur öffentlichen Cloud sowie eine sichere Alternative zur privaten Cloud darstellt.
• Tiger Surveillance aus den USA spezialisiert sich auf On-Premises-Datenmanagement und -schutz für Videoüberwachungs-Workflows und wird von Tiger Technology unterstützt.
• Die steigende Datenflut in der Videoüberwachung erfordert innovative Speicherlösungen, wobei die Impossible Cloud eine Lösung bietet, die DSGVO-konform ist und gleichzeitig die europäische Datenhoheit schützt. Durch die Nutzung von Geofencing wird die Datensouveränität gewährleistet, während robuste Sicherheitsmaßnahmen wie mehrschichtige Verschlüsselung und Zugriffsverwaltung die Unveränderbarkeit und Vertraulichkeit der Daten sicherstellen.
• Die „Surveillance Bridge“ verbindet die lokale Infrastruktur nahtlos mit der Cloud und ermöglicht eine einfache Verwaltung von Überwachungsvideos.
• Die Lösung von Impossible Cloud bietet eine transparente On-Demand-Preisgestaltung ohne versteckte Gebühren und ermöglicht eine Ersparnis von bis zu 80 Prozent im Vergleich zu On-Premises-Lösungen und herkömmlichen Cloud-Diensten.

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