Cloud Computing in Europa

Ein Fahrplan für Europas Verwaltungen und Behörden

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Susanne Ehneß

Vier Millionen neue Jobs und völlig neue Geschäftsmodelle erwartet die EU-Kommission von Cloud Computing
Vier Millionen neue Jobs und völlig neue Geschäftsmodelle erwartet die EU-Kommission von Cloud Computing (Bild: alphaspirit - Fotolia.com)

In nicht einmal sieben Jahren soll mit dem Rahmenprogramm Horizont 2020 der EU eine wissens- und informationsgestützte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung entstehen. Eine wichtige Rolle soll dabei Cloud Computing spielen. Das wird Auswirkungen auch auf die europäischen Verwaltungen und Wirtschaft haben.

So berechnet die EU-Kommission die Wirtschaftsleistung von Cloud Computing in den fünf wichtigsten Industriestaaten der Union auf die unvorstellbare Summe von 763 Milliarden Euro. Allein für den Zeitraum von 2010 bis 2015. Falls die politischen Rahmenbedingungen stimmen, so die EU-Kommission, könne die Cloud-Wirtschaft bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent wachsen und dabei ein Bruttoinlandsprodukt in den Staaten der EU von bis einer Billion Euro generieren. Gleichzeitig würden bis zu vier Millionen neuer Jobs entstehen.

Im Zuge dieser Entwicklung werden auch völlig neue Geschäftsmodelle entstehen. So könnte zum Beispiel in der Cloud vorgehaltene Rechenleistung schon bald an der Börse gehandelt werden.

Viele ungeklärte Fragen

Doch wie sehen die geforderten politischen Rahmenbedingungen aus? Dieser Frage ging man im April zum dritten Mal auf der Annual European Cloud Computing Conference in Brüssel nach. Diskutiert wurden Rechtsfragen ebenso wie Fragen der technischen Infrastruktur, der IT-Sicherheit und des Datenschutzes sowie die speziellen Anforderungen der Öffentlichen Verwaltungen beim Cloud Computing. Die verschiedenen Diskussionen zeigten schnell, dass vieles beim Cloud Computing noch im Fluss ist. Vertreter von rein europäischen Lösungen vertraten ihre Standpunkte ebenso wie die Anhänger eines globalisierten Marktes.

Helmut Fallmann, CEO der österreichischen Fabasoft AG und überzeugter Anhänger europäischer IT-Lösungen, definierte drei Grundanforderungen für jede Cloud-Anwendung. Folgendes müsse für den Einsatz von Cloud Computing schon im Vorfeld geklärt sein:

  • Wo liegen die Daten?
  • Welches juristische Recht gilt?
  • Wie kann auf die eigenen Daten zugegriffen werden?
  • Es wird abzuwarten sein, ob und wie dieses Anforderungsprofil einmal in europäisches Recht gegossen wird. Auch gehen die einzelnen nationalen Regierungen und Verwaltungen ganz unterschiedlich mit der Cloud um (siehe ENISA-Grafik auf der nächsten Seite).

    Für deutsche Verwaltungen jedenfalls gibt es seit kurzem einen von Fraunhofer Fokus erstellten Cloud-Fahrplan, der interessierten Verwaltungen einen ersten Überblick über die komplexe Thematik verschafft und verschiedene Anwendnungsszenarien beschreibt.

    Wie kommt die Verwaltung in die Cloud?

    Migration von IT-Dienstleistungen

    Wie kommt die Verwaltung in die Cloud?

    04.05.14 - Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut Fokus in Berlin hat einen Cloud-Fahrplan für die Öffentliche Verwaltung erstellt. Dieser will einen Überblick über die Problemfelder geben, die sich für Verwaltungen bei der Migration des ständig breiter werdenden Spektrums von IT-Dienstleistungen in die Cloud ergeben. lesen

    Mehr zum Cloud-Fahrplan auf der nächsten Seite!

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