Lünendonk-Studie Digitalisierung: In zwei Jahren zur Transformation

Redakteur: Marisa Metzger

Noch ist es nicht geschafft. Eine Lünendonk Studie befragte 100 Anbieter, die 80 Prozent des deutschen IT-Dienstleistungsmarktes ausmachen. Diese haben noch viel vor sich, um den angestrebten Digitalisierungsgrad bei ihren Kunden in den nächsten zwei Jahren zu erreichen.

Vor allem durch das Nutzen von Cloud-Appliances versprechen sich die befragten Anbieter eine höhere Effizienz.
Vor allem durch das Nutzen von Cloud-Appliances versprechen sich die befragten Anbieter eine höhere Effizienz.
(Bild: Coloures-pic_Fotolia.com)

Die Digitalisierung hat nach Aussagen der befragten IT-Entscheider im Rahmen einer Lünendonk-Studie momentan noch nicht den gewünschten Status in den Unternehmen erreicht. Dies soll sich innerhalb der nächsten zwei Jahre deutlich ändern. Künftig werden 79 Prozent der Unternehmen einen „hohen“ Digitalisierungsgrad ausweisen können. Laut der Studie verändert dies maßgeblich die Geschäfts- und IT-Prozesse und fordert auch andere Beratertypologien – dessen sind sich auch die Befragten bewusst. Für die Berater gilt es, die entstehenden Möglichkeiten bezüglich Kundenbindung und Produktvermarktung gewinnbringend zu nutzen.

Schnelle Reaktion auf Kunden

Der steigenden Komplexität in den Unternehmensprozessen wirken die CIOs mit Modernisierung der IT entgegen. Dabei werden die kundenintensiven Bereiche, wie Service oder Logistik, dem größten Wandel unterliegen.

Die vermehrten Investitionsprojekte in IT-Effizienz und Digitalisierung machen die ansteigende Relevanz der Cloud als zentrale Technologie deutlich, so Lünendonk. Rückläufig entwickle sich folglich die On-Premise-Lösungen. Der Wechsel von IT-Infrastruktur zur Cloud sei dabei aber nur ein Einflussfaktor. Der Umschwung zur stärkeren Cloud-Nutzung werde auch durch die Fachbereiche gefordert. Diese wollen der Umfrage zufolge immer schneller auf veränderte Markt- und Kundenbedürfnisse reagieren und optimieren ihre Abläufe mit moderner Software, die über das Internet bereitgestellt wird. Infolgedessen steige der Integrationsbedarf der Cloud-Lösungen in die bestehenden IT-Backend-Prozesse massiv an.

Kompetente Technologiepartner nötig

CIOs setzen ihre Modernisierungsziele konsequent fort. Neben der Einführung von Cloud-Technologien soll künftig hauptsächlich Altsoftware modernisiert werden, um besser mit den neuen digitalen Lösungen interagieren zu können, ergab die Studie.

Aber auch der Wettbewerb verändert sich im Zuge des digitalen Wandels. IT-Beratung und Implementierungsleistungen werden neben den IT-Dienstleistern auch immer stärker von Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften angeboten. Spezialisierte Web-Agenturen betreiben digitales Marketing, die ebenso wie Start-ups an Digitalisierungskonzepten mitwirken. Zudem gehen 67 Prozent der befragten IT-Dienstleister von einer Verringerung der Anzahl an externen Partnern bei ihren Kunden aus.

„Die Konsolidierung der IT-Lieferanten findet zwar statt, aber nur für einen Teil des Marktes“, erläutert Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk. „Dieser Prozess wird nur bei klassischen IT-Providern zu finden sein.“ Um allerdings mit der digitalen Transformation Schritt halten zu können, bedürfe es einer Erweiterung des Ökosystems des Unternehmens um kompetente Technologiepartner. „In Summe werden die Unternehmen künftig deutlich mehr Technologiepartnerschaften eingehen und diese managen müssen“, so Zillmann weiter.

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