App Lifecycle Management

Die mobile App-Flut professionell managen

| Autor / Redakteur: Elke Papaioannou* / Elke Witmer-Goßner

App ist nicht gleich App, daher unterscheidet sich das Lifecycle Management mobiler Anwendungen gravierend von dem klassischer Software-Applikationen.
App ist nicht gleich App, daher unterscheidet sich das Lifecycle Management mobiler Anwendungen gravierend von dem klassischer Software-Applikationen. (Bild: Computacenter)

Entwickelt, getestet – und fertig ist die Applikation? Auf diese einfache Formel lässt sich das Management mobiler Apps längst nicht mehr beschränken.

Spätestens seitdem die kleinen praktischen Business-Anwendungen wie Pilze aus dem Boden schießen und die IT-Landschaften förmlich überfluten, ist eine professionelle Vorgehensweise gefordert. Die Crux dabei: Die Development-Richtlinien für klassische Software-Anwendungen lassen sich nicht eins zu eins auf die mobile Welt übertragen. Und die Vielzahl hochgradig spezialisierter Apps sowie die kurze Zeitspanne, in der sie verfügbar sein sollen, stellen Unternehmen vor immense Herausforderungen.

Viele Spezialwerkzeuge anstatt einer Pauschal-App – unter diesem Vorzeichen findet derzeit ein radikaler Wandel der mobilen Arbeitswelt statt. Neben umfangreichen Applikationen wie mobilen SAP-Modulen oder dem MS Office Paket, stellen immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern kleine Tools zur Verfügung, die auf spezielle Aufgaben zugeschnitten sind. Aufgrund des schlankeren Funktionsumfangs arbeiten Nutzer so auf ihren mobilen Endgeräten effizienter als mit überladenen Software-Paketen.

Die Kehrseite dieser Medaille sind jedoch die exponentiell wachsende Anzahl der Applikationen und die immer kürzeren Release-Zeiträume, in denen Mitarbeiter Apps fordern. Daher spielt ein professionelles, strukturiertes Lifecycle Management der mobilen Applikationen eine entscheidende Rolle. Dieses sollte denselben Sicherheitsrichtlinien, Design-Guidelines etc. unterliegen wie klassische Software-Anwendungen.

Gezielt mobilisieren, aber nicht um jeden Preis

Der Lebenszyklus einer App beginnt nicht erst bei der Entwicklung, sondern bei einem konkreten Anwendungsfall oder einem Prozessschritt, der zu mobilisieren ist. Auf dem Weg in die mobile Welt ist zunächst folgende Frage zu beantworten: Welche Ziele will ein Unternehmen mit dem Einsatz mobiler Endgeräte sowie Anwendungen erreichen und welche Apps sollte es seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen? Die Antwort bewegt sich meist in einer von drei Zielkategorien:

  • 1. Beschleunigung von Prozessen, Kosten senken: Das Unternehmen will Kosten senken, indem es die Produktivität und Effizienz seiner Mitarbeiter erhöht. Hierfür empfiehlt sich der Einsatz mobiler Produktivitätstools. Diese versetzen Mitarbeiter in die Lage, schneller zu reagieren und Prozesse zu beschleunigen, wie beispielsweise bei der Bearbeitung von E-Mails oder Office-Dokumenten sowie bei Dateiablage oder Verwaltung von Terminen und Freigabeprozessen.
  • 2. Förderung des Geschäftes: Das Unternehmen will seinen Umsatz durch höhere Abverkaufs- oder Auftragszahlen steigern. Mobile Applikationen, die dieses Ziel adressieren, sind meist von Natur aus komplex. Denn sie sind in die Kernprozesse des Unternehmens eingebettet und an zahlreiche Backend-Infrastrukturen wie beispielsweise das ERP-System angebunden.
  • 3. Zufriedenheit von Mitarbeitern: Das Unternehmen möchte die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter erhöhen. Der finanzielle Nutzen einer zufriedenen Belegschaft ist allerdings schwer messbar. Viele Unternehmen vernachlässigen diesen Punkt. Denn er macht sich weder auf der Umsatz- noch auf der Kostenseite positiv bemerkbar, sondern kostet zunächst sogar Geld.

Kleine Apps erleichtern die täglichen Aufgaben der Mitarbeiter erheblich. Und sie versetzen Unternehmen in die Lage, die Mitarbeiterzufriedenheit mit geringem Entwicklungsaufwand zu steigern und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der IT-Abteilung zu demonstrieren. Unternehmen sollten die ganze Bandbreite dieser Zielkategorien während des kompletten App-Entwicklungsprozesses betrachten und sich nicht allein auf Kosten- oder Umsatzaspekte konzentrieren.

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