Suchen

Marketing mit der Microsoft-Cloud Die Lizenz zum Echtzeit-Storytelling

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Für seine weltweiten Marketingkampagnen zur UEFA Champions League und zum James Bond „Skyfall“ setzt der Brauereikonzern Heineken auf Microsoft Azure.

Firmen zum Thema

Die Cloud-Umgebung unter Microsoft Azure hilft der Großbrauerei Heineken, interaktive Kampagnen mit Millionen von Nutzern weltweit synchron und stabil zu fahren.
Die Cloud-Umgebung unter Microsoft Azure hilft der Großbrauerei Heineken, interaktive Kampagnen mit Millionen von Nutzern weltweit synchron und stabil zu fahren.
(Bild: Heineken International B.V.)

„Mit einem Erdbeben anfangen und dann langsam steigern“, lautet ein Standard-Ratschlag für Journalistenschüler. Auch die weltweit tätige niederländische Brauerei Heineken plant ihre Marketingaktivitäten auf der Basis von Microsoft Azure nach diesem Leitmotiv. Heineken verkauft sein Premium-Bier in 170 Länder weltweit und hat jahrzehntelange Erfahrung mit globalen Marketingkampagnen. Traditionell betreibt der Konzern sein Marketing unter einer zentralen Idee eher dezentralisiert und zeitversetzt in den einzelnen Teilmärkten.

Kampagne rund um Bond-Film „Skyfall“

In Zeiten, in denen die Welt über das Internet zum globalen Dorf wird, werden auch große Kampagnen zunehmend weltweit einheitlich ausgerollt. Kunden erwarten zudem, dass große Marken sie spielerisch begleiten („Gamification“). Das ist der Grund, warum auch Heineken seine Kampagnen zunehmend weltweit und in Echtzeit launcht. Angefangen hat alles mit dem Bond-Film „Skyfall“ 2012. Zentral für den digitalen Inhalt der globalen Kampagne war ein 100-Megabyte-Film, der zeitgleich für Millionen Zuschauer bereitgestellt werden und natürlich vollständig „ruckelfrei“ ablaufen sollte.

Auch vor „Skyfall“ hat Heineken seinen Kunden schon digitale Medien bereitgestellt – über ein ausgelagertes Rechenzentrum. Für die weltweite Präsentation des Videos aber reichten die Kapazitäten des Rechenzentrums nicht, die Heineken für die Kampagne benötigte. Überlegungen, eigene Kapazitäten aufzubauen, die Spitzenlasten von Millionen zeitgleicher Zugriffe aushalten, hat das Unternehmen verworfen: zu teuer, zu langwierig. Zudem wäre ein einziges Rechenzentrum nicht in der Lage gewesen, die benötigte geringe Latenzzeit für die zeitgleiche Präsentation des Videos zur Verfügung zu stellen.

Also entschied Heineken sich für die Cloud, prüfte Amazon Web Services – und entschied sich am Ende für Microsoft Azure. „Mit Azure brauchen wir keinerlei Investitionen für den Aufbau und die Verwaltung des Rechenzentrums, so dass wir uns voll auf die erfolgreiche Performance unserer Kampagne konzentrieren können“, begründet Ewout Barendregt, Manager im Global Center of Excellence bei Heineken, die Entscheidung. Für die synchrone Präsentation der Kampagne für mehr als 10,5 Millionen Zuschauer weltweit nutzte Heineken das Azure Content Delivery Network und war erfolgreich damit.

(ID:43557185)