Die Vorteile cloud-basierter Kollaboration am Beispiel Secure Data Space

Die Evolution des Cloud-Speichers

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Für SSP Europe liegen die Herausforderungen für eine erfolgreiche Cloud-Kollaboration speziell in folgenden Aspekten:

  • 1. Dezidiertes Benutzerrollen-Konzept: Um den Anforderungen an die mehrstufige Rechteverwaltung für Benutzer und Datenräume zu genügen, benötigt eine moderne EFSS-Lösung ein intelligentes Benutzerrollenkonzept, das die einzelnen hierarchischen Ebenen mit ihren unterschiedlichen Zugriffsberechtigungen abbildet. So kann festgelegt werden, welche Rechte die jeweiligen User in den einzelnen Data Rooms besitzen. Dabei spielt der Data Space Admin als höchste Instanz in der IT-Abteilung die zentrale Rolle und hat immer die Hoheit über das System. Neben ihm gibt es weitere Data Room Admins (Unteradminrollen), damit sich die einzelnen Abteilungen wie beispielsweise Marketing, Vertrieb, Buchhaltung etc. selbst verwalten können. Nur so ist es möglich, dass die einzelnen unternehmensinternen Fachbereiche ihre Berechtigungsregeln autonom steuern und nach den konkreten Bedürfnissen gestalten können.
  • 2. Mitarbeiter und ihre mobilen Endgeräte: Da die Mitarbeiter oftmals mehrere Mobile Devices wie Smartphones oder Tablets einsetzen, müssen auch diese vom Konzept erfasst, gesichert und miteinander vernetzt werden, am besten simpel und ohne komplexe VPN-Anbindungen. Ohne genaue Regelung, welche Nutzer welche Art von Daten verarbeiten dürfen, kommt es häufig zu Sicherheitslücken infolge der unsachgemäßen Handhabung beim Informationszugriff, der Weitergabe oder Speicherung. Für die Unternehmen hat ein dezidiertes Benutzerrollen-Konzept den Vorteil, dass Daten nicht – sei es absichtlich oder unabsichtlich – in unzureichend gesicherten Diensten landen.
  • 3. Secure Private Room Function: Ein weiteres wichtiges Feature einer überzeugenden EFSS-Lösung ist eine sogenannte Secure Private Room Function. Darunter versteht man das Einrichten geschlossener Datenräume für einzelne Benutzer oder sogar Gruppen. Der Vorteil eines solchen „privaten Raumes“ liegt darin, dass unberechtigte User keinen Zutritt erhalten. Selbst der Data Space Admin hat, obwohl er die übergeordnete Kontrolle behält, keinen Zugriff darauf. Das stellt sogar einen klaren Mehrwert gegenüber Windows-Fileservern dar, bei denen man sich im Gewand des Domain-Admins durch die Hintertür Zugriff verschaffen kann.
  • 4. Sicherheit hoch drei und Serverstandort: Egal ob Mobile Devices, Notebooks oder Festnetzrechner, egal ob nationaler oder internationaler Rahmen – wer mittels EFSS mit externen Geschäftspartnern Dokumente tauscht, sollte sämtliche Daten nur verschlüsselt übermitteln. Das gilt für den Übertragungsprozess (Channel Encryption) gleichermaßen wie für die Speicherung in der Cloud (Server-Side Encryption) oder auf den Endgeräten der User (Local Encryption). Dank dieser modernen Verschlüsselungstechnologien sind Daten so rundum geschützt, ohne die Kollaboration zu verkomplizieren oder zu verlangsamen. Wichtig ist hierbei insbesondere die clientseitige Verschlüsselung, welche von Edward Snowden als Zero Knowledge Technologie bezeichnet und empfohlen wird und die nur von wenigen Cloud-Speichern angeboten wird. Neben der sicheren Datenverschlüsselung ist aber auch der Standort, an dem die Daten vorgehalten werden, ausgesprochen wichtig, hier empfehlen sich Rechenzentren in Deutschland, welche im besten Fall noch nach der ISO/IEC-Norm 27001 zertifiziert sind.
  • 5. Revisionssichere Protokollierung: Zur Absicherung sollte der zentrale Data Space Admin auf der übergeordneten Ebene jederzeit die Kontrolle über alle Vorgänge innehaben. Aus diesem Grund wird die revisionssichere Protokollierung aller Aktivitäten dringend empfohlen. Ein Protokoll zeigt beispielsweise, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt in welcher Reihenfolge welche Handlungen bzw. Operationen ausgeführt hat. Diese Einträge müssen valide sein, den datenschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen und unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards verwaltet bzw. gespeichert werden.
  • 6. Branding: Einige Anbieter ermöglichen Kunden und OEM-Partnern das komplette Co-Branding (URL, Webseite und APPs). Der große Vorteil: Die Anwendung fügt sich in das gesamte Corporate Design des Unternehmens ein und wirkt nach außen nicht als störendes Fremdprodukt. So können etwa Headquarters ihren Tochtergesellschaften eine Kollaborationslösung anbieten, die übergreifend funktional ist, aber das CI der regionalen Gesellschaft trägt.

Fazit

Mit der Cloud warten auf innovative Unternehmen spannende Zeiten mit zahlreichen lukrativen Gelegenheiten. Kollaborationen werden flexibel und einfach wie nie zuvor. Mit geeigneten Sicherheitsvorkehrungen und für die Thematik sensibilisierten Mitarbeitern ist die Partizipation an der „Cloud-Transformation“ für jedes Unternehmen gefahrlos möglich.

Thomas Haberl, SSP Europe GmbH.
Thomas Haberl, SSP Europe GmbH.
(Bild: SSP Europe)
* Der Autor Thomas Haberl ist verantwortlich für das Partner und Business Development der SSP Europe GmbH.

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