Toms Wochentipp: Microsoft Places, Shared Spaces und mehr ohne Premium-Zwang Microsoft Teams: Erweiterte Lizenzmodelle ab April 2026

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Microsoft erweitert den Zugriff auf Funktionen in Microsoft Teams und Microsoft Places, die bislang höherpreisigen Lizenzen vorbehalten waren. Die Änderungen betreffen Arbeitsplatzkoordination, Verwaltung gemeinsam genutzter Flächen sowie die Durchführung großer virtueller Veranstaltungen.

Organisationen erhalten ab April 2026 breiteren Zugriff auf Microsoft-Teams-Funktionen, die bislang eine Teams-Premium-Lizenz erforderten. (Bild: ©  Studio Romantic - stock.adobe.com)
Organisationen erhalten ab April 2026 breiteren Zugriff auf Microsoft-Teams-Funktionen, die bislang eine Teams-Premium-Lizenz erforderten.
(Bild: © Studio Romantic - stock.adobe.com)

Microsoft ändert die Lizenzen und Funktionen von Teams. Die KI-gestützten Arbeitsplatzfunktionen von Microsoft Places stehen künftig allen Nutzern zur Verfügung, deren Lizenz Zugriff auf den Kalender in Outlook und Teams umfasst. Dazu zählen Microsoft 365 E3 und E5, Business Basic, Business Standard und Business Premium, Outlook 365 E1, E3 und E5, Exchange Online sowie verschiedene Teams-, Microsoft 365- und Office-365-Lizenzen. Die Änderungen gelten ab 1. April 2026.

Im Zentrum stehen zwei Funktionsbereiche. Der Places Finder erweitert die bisherige Room-Finder-Funktion um kontextbezogene Informationen. Neben Verfügbarkeit und Kapazität werden Bilder, Grundrisse, technische Ausstattung sowie organisationsspezifische Attribute angezeigt. Räume lassen sich über ein neues Ereignisplanungs-Interface gezielt nach Standort, Größe und Ausstattung auswählen. Voraussetzung ist die Aufnahme der Räume in das Places Directory.

Ergänzend bietet der Places Explorer eine kartenbasierte Darstellung von Standorten, Räumen und Arbeitsplätzen. Über die Places-App in Outlook und Teams lassen sich Arbeitsplätze reservieren, Raumdetails einsehen und Informationen zu anwesenden Kollegen abrufen. Damit verschiebt sich der Fokus von reiner Terminplanung hin zu einer integrierten Flächen- und Anwesenheitskoordination.

Teams Shared Space ersetzt Teams Shared Devices

Parallel zur Erweiterung von Places benennt Microsoft die bisherige Lizenz „Teams Shared Devices“ in „Teams Shared Space“ um. Die neue Lizenzstruktur dient der Verwaltung gemeinsam genutzter Ressourcen wie buchbarer Arbeitsplätze, Teams Panels, Konferenzräume oder Hot-Desking-Geräte.

Neu ist die Möglichkeit, mit einer einzelnen Lizenz bis zu vier Desks zu verwalten. IT-Administratoren weisen Lizenzen einzelnen buchbaren Flächen zu und definieren Verfügbarkeiten, Buchungsrichtlinien sowie automatische Freigabemechanismen. Die Verwaltung erfolgt über das Places Directory.

Zusätzlich stellt die Lizenz Funktionen für Flächenanalysen bereit. Inventar- und Auslastungsberichte liefern Kennzahlen zur Nutzung lizenzierter Arbeitsplätze. Über Drittanbieter-APIs lassen sich externe Datenquellen wie Gebäudepläne, Check-in-Signale oder Raumbelegungssysteme integrieren. Bestehende Teams-Shared-Device-Lizenzen werden automatisch überführt, ohne dass Administrationsmaßnahmen erforderlich sind. Für die Nutzung der erweiterten Desk-Kapazität müssen zusätzliche kostenfreie Lizenzen zugewiesen werden.

Teams Town Hall und Webinars für Enterprise-Nutzer

Eine weitere Änderung betrifft Veranstaltungen in Teams. Funktionen für Town Hall und Webinar, die bislang ausschließlich mit Teams Premium nutzbar sind, stehen künftig allen Teams-Enterprise-Nutzern zur Verfügung. Enterprise-Lizenzen erlauben Veranstaltungen mit bis zu 3.000 interaktiven Teilnehmern. Zusätzlich wird eine reine Streaming-Variante für Town Halls mit bis zu 10.000 Zuschauern bereitgestellt. Für größere Veranstaltungen lassen sich Attendee-Pack-Lizenzen über das Teams Admin Center erwerben, die die Teilnehmerobergrenze auf bis zu 100.000 erhöhen.

Microsoft Places in Outlook zeigt mit Places Explorer die kartenbasierte Darstellung eines Standorts inklusive anwesender Personen, Raumdetails, Desk-Reservierungen und Tagesübersicht.(Bild:  Joos - Microsoft)
Microsoft Places in Outlook zeigt mit Places Explorer die kartenbasierte Darstellung eines Standorts inklusive anwesender Personen, Raumdetails, Desk-Reservierungen und Tagesübersicht.
(Bild: Joos - Microsoft)

Zu den erweiterten Funktionen zählen Streaming-Chat ohne Nachrichtenverzögerung, Reaktionsmechanismen aus regulären Teams-Besprechungen, Echtzeit-Überwachung der Übertragungsqualität, anpassbare Meeting-Themen und E-Mail-Vorlagen mit Organisationsbranding sowie Integration eines Enterprise Content Delivery Network zur Bandbreitensteuerung bei großen Live-Events. Ergänzend unterstützt Teams immersive Veranstaltungen in dreidimensionalen Umgebungen, in denen Teilnehmende als Avatare interagieren.

Abgrenzung zu Teams Premium

Unabhängig von den Lizenzänderungen bleibt Teams Premium erforderlich für erweiterte Funktionen in regulären Besprechungen. Dazu zählen Meeting-Schutzmechanismen, intelligente Zusammenfassungen, erweiterte Verwaltungsfunktionen für Administratoren, die Queues-App für Teams Phone sowie zusätzliche Optionen für Bookings und virtuelle Termine.

Die Änderungen führen somit nicht zu einer vollständigen Funktionsgleichheit zwischen Enterprise- und Premium-Lizenzen, sondern verschieben gezielt Workplace-Koordination und Großveranstaltungsfunktionen in breiter verfügbare Lizenzmodelle.

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