Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie hat das Cloud Computing verstärkt Zuspruch erhalten. Im Unternehmensalltag kommen meist mehrere Cloud-Speicher in Verbindung mit der Firmen-IT zum Einsatz. Dieser hybride Ansatz ist nicht immer leicht zu überblicken – Cloud Data Management schafft hierbei Abhilfe.
Cloud-Data-Management-Lösungen helfen, vorhandene Datensilos abzubauen und Wildwuchs an Datenständen zu verhindern.
Hybrid-Cloud- und Multi-Cloud-Konzepte liegen voll im Trend. Der Einsatz derartiger Umgebungen ist aber mit Herausforderungen verbunden: Dazu zählt insbesondere eine unübersichtliche und uneinheitliche Datenhaltung, die angesichts der stetig zunehmenden Datenflut schnell zu einem ernsten Problem werden kann. Die Marktforscher von IDC haben im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass weltweit etwa 80 Prozent aller IT-Führungskräfte die unkontrollierte Datenausbreitung („Data Sprawl“) als ernste Herausforderung betrachtet. Zudem werden Ransomware-Attacken, Kontrollverlust und Diebstahl von Daten sowie Data Governance und die Entstehung von Datensilos als zentrale Schwierigkeiten gesehen.
Oftmals fällt es den Unternehmen schwer, ihre Daten an unterschiedlichen Speicherorten aktuell zu halten oder miteinander zu verknüpfen. Werden beispielsweise Daten an einer Stelle in der Cloud überarbeitet, kommt die entsprechende Aktualisierung nicht zwingend sofort in anderen Anwendungen an. Unsaubere oder nicht vorhandene Verknüpfungen können dazu führen, dass vorhandene Daten und Informationen beispielsweise bei Analysen nicht optimal zum Einsatz kommen. Bei der Arbeit mit hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen empfiehlt sich daher der Einsatz von Cloud Data Management.
Ressourcen ideal nutzen
Entsprechende Lösungen bieten nicht nur einen zentralen Überblick über die vorhandene Cloud-Landschaft: Sie ermöglichen zudem die optimale und Cloud-übergreifende Integration und Verknüpfung von Anwendungen und Daten. Cloud Data Management dient damit als Bindeglied zwischen der Unternehmens-IT und der Cloud.
Ein wichtiger Faktor derartiger Systeme sind integrierte Funktionen für Datensicherheit, Datenschutz, Compliance und Governance. Insbesondere letzteres wird laut IDC von 55 Prozent der deutschen Unternehmen als wichtige oder gar extreme Herausforderung gesehen.
Die Marktforscher attestieren außerdem Unternehmen, die in einheitliche Plattformen für Data Management investiert haben, bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zur Datensicherheit und der Time-to-Market neuer Produkte gegenüber dem Wettbewerb im Vorteil zu sein. Allerdings haben bislang erst knapp 19 Prozent der deutschen Firmen in derartige Plattformen investiert. Und das, obwohl laut der Studie nur 12,5 Prozent aller deutschen Unternehmen mit ihrem Ansatz für Datenkontrolle und -management zufrieden sind. Im internationalen Vergleich liegt dieser Wert im Schnitt bei 24,2 Prozent.
Vorteile im Geschäftsalltag
Neben einer effizienten Datenhaltung bietet modernes Cloud Data Management eine Reihe weiterer Vorteile im Geschäftsalltag. Dazu zählt etwa ein geringeres Risiko für Datenverluste durch Hardware-Schäden. Anbieter von Cloud Data Management erreichen in ihren Cloud-Rechenzentren zudem ein Level an Datensicherheit, das gerade von Unternehmenskunden im mittelständischen Bereich nur schwer On-Premises zu erreichen ist. Die Plattformen umfassen beispielsweise automatisierte Backups und Disaster-Recovery-Funktionen. Sie sorgen im Ernstfall für den Schutz der sensiblen Geschäftsdaten und ermöglichen zudem eine schnelle Wiederherstellung, was Ausfallzeiten geringhält.
Ein weiterer Vorteil einer Cloud-Data-Management-Lösung ist der Abbau von vorhandenen Datensilos. Statt einen Wildwuchs an Datenständen zu begünstigen, entsteht eine Single Source of Truth. Damit ist sichergestellt, dass die vorhandenen Daten jederzeit konsistent und aktuell sind. Funktionen wie Metadaten-Management, Datenkataloge und KI-basierte Tools erleichtern zusätzlich die täglichen Verwaltungsaufgaben.
Stand: 08.12.2025
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