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Data Lakes, Clouds und Vorhersageanalytik Datenkonzepte – die Herausforderungen für 2017

Autor / Redakteur: Stefan Rudo / Florian Karlstetter

Der Jahreswechsel steht bevor und damit richtet sich auch der Blick auf das kommende IT-Jahr 2017. Stefan Rudo vom Datenbankspezialist MarkLogic wagt einen Blick in die Glaskugel sieht in Sachen Cloud gleichzeitig eine Chance, aber auch eine wachsende Gefahr für Unternehmen.

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Datenbankexperte Stefan Rudo von MarkLogic über die ständig steigende Menge an Daten und wie man dieser am Besten Herr wird.
Datenbankexperte Stefan Rudo von MarkLogic über die ständig steigende Menge an Daten und wie man dieser am Besten Herr wird.
(Bild: © Weissblick - Fotolia.com)

Grundsätzlich gilt: Das Sammeln von Daten an einem Ort ist notwendig, aber nicht ausreichend. 2017 wird deshalb ein Jahr werden, das die Nutzer aufteilen wird in diejenigen, die schnell und in Echtzeit Daten einsehen, durchsuchen, analysieren und teilen können und diejenigen, die dies nicht können. Dabei sieht Stefan Rudo, Practice Manager von MarkLogic vier Trends, die einerseits Herausforderungen darstellen, andererseits aber auch Chancen bieten:

Data Lakes überfluten Unternehmen

Viele Unternehmen, die Zeit und Geld in den Aufbau von Data Lakes investiert haben, werden feststellen, dass sie mit einem Meer aus unvereinbaren Daten an einem Ort nicht viel anfangen können. Mit einem Data Lake erhält man zwar einen „Blick auf Ihr Unternehmen“, aber man kann damit keine operativen Geschäftsprozesse unterstützen. Um solche Daten tatsächlich sinnvoll nutzen zu können, müssen sie kontrollierbar, verfügbar und abfragbar sein.

Die Cloud-Frage ist entschieden

Die Unternehmen werden 2017 nach einem „dritten Weg“ zwischen den konkurrierenden Riesentrends „Cloud“ und „Sicherheit“ suchen. Das Pendel wird nicht zur isolierten Speicherung lokal vor Ort zurückschwingen – einfach weil Clouds zu viel Eigendynamik entwickelt haben, und weil die Agilität und die wirtschaftlichen Argumente für Clouds zu überzeugend sind. Unternehmen und IT-Leiter können sich den Cloud-Lösungen nur schwer entziehen. Gleichzeitig nehmen Anzahl, Breite und Komplexität der Sicherheits- und Datenschutzprobleme ständig zu.

Unternehmen begrüßen Cloud-Neutralität

Organisationen wollen Flexibilität. Sie möchten gerne den richtigen Anbieter zur richtigen Zeit auswählen und ihre IT-Aufgaben flexibel verlagern, wenn es sich wirtschaftlich anbietet. Vielleicht wollen sie die Arbeitslast gerne auf mehrere Cloud-Anbieter aufteilen, also z. B. die Produktion bei einem und das Notfallkonzept bei einem anderen. Oder sie wollen ihre Aufgaben nur zum Teil in die Cloud auslagern und den anderen Teil lokal vor Ort halten. Solche Aufteilungen wollen sie dann an die aktuellen Erfordernisse und wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen können.

Dazu ist Cloud-Neutralität notwendig. Gartner sagt jedoch vorher, dass „bis 2018 etwa 30 Prozent der Organisationen, die ihre IT-Infrastruktur in der öffentlichen Cloud verwalten, an eine bestimmte Cloud gebunden sein werden, so dass der Wechsel zu einem anderen Anbieter schwierig wird.“

Die Unternehmen werden sich also auf Software konzentrieren, die man in jeder Cloud-Umgebung oder auch im eigenen Rechenzentrum nutzen kann.

Stefan Rudo, Practice Manager Consulting von MarkLogic.
Stefan Rudo, Practice Manager Consulting von MarkLogic.
(Bild: MarkLogic)

Vorhersageanalytik generiert klare Vorteile

Kunden, die mit Vorhersageanalytik (engl. „predictive analytics“) herumexperimentieren, werden 2017 sowohl begeistert als auch desillusioniert sein. Begeistert, weil diese Technik klare Vorteile bietet. Desillusioniert, weil sie zum einen sehen werden, dass dies keine Zauberei ist, und sie zudem nach wie vor die falschen Antworten bekommen, wenn sie die falschen Daten haben oder die falschen Fragen stellen.

Sie werden auch erkennen, dass es schwieriger ist als gedacht, die Daten, die sie in ihren Vorhersagemodellen verwenden wollen, zusammenzutragen und zu modellieren. Dies gilt vor allem für unstrukturierte Daten und die allerwichtigsten Daten überhaupt: die Kundenereignisdaten. Sie werden nach Wegen suchen, diese Daten zu modellieren und so bessere Vorhersagemodelle und Mikrosegmentierungs-Strategien zu bauen.

* Stefan Rudo, Practice Manager Consulting von MarkLogic

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