Was gehört wie zu meinen IT-Assets?

Das Gleichgewicht zwischen physikalischer und virtueller IT kippt

07.02.2011 | Autor / Redakteur: Steve Daly / Ulrike Ostler

Steve Daly ist President und CEO von Landesk Software. Zuvor war er bei Avocent.
Steve Daly ist President und CEO von Landesk Software. Zuvor war er bei Avocent.

Die Vielzahl von physikalischen und virtuellen Umgebungen und die Cloud führen dazu, dass die Verwaltung von Assets keine 08/15-Aufgabe mehr ist. Für Unternehmen, die noch kein heterogenes Management-Tool implementiert haben, wird die Sicherung, Kontrolle und Aktualisierung von Assets 2011 zu einer noch größeren Herausforderung. Schuld ist noch mehr Virtualisierung.

In der Tat schätzt Gartner, dass bis Ende 2012 rund 50 Prozent der Arbeitslast von Enterprise-Rechenzentren, die virtualisiert werden kann, auch virtualisiert werden wird; zum Vergleich: nur 18 Prozent waren es zum Ende 2009. IT-Manager werden daher zweifelsohne in diesem Jahr erheblich mehr Ressourcen für die Verwaltung virtueller Umgebungen abstellen und sich weiter in Richtung der 100-Prozent-Marke vorarbeiten.

Während des letzten Jahrzehnts ist die Zahl der virtuellen Desktops, Server und Anwendungen explodiert, weil die Kosten der für die Virtualisierung benötigten Hardware signifikant gesunken sind. Im selben Maße, in dem die Kosten weiter sinken und der Virtualisierungsbedarf durch das Schrumpfen des physischen Raums steigt, treiben Unternehmen die Verlagerung in die virtuelle Welt weiter voran. Mit der zunehmenden Virtualisierung muss auch eine Veränderung bei der Verwaltung von Assets einhergehen.

Gartner prognostiziert, dass die Virtualisierung das Problem mit den größten Auswirkungen und eine infrastrukturelle und betriebliche Herausforderung bis hinein ins Jahr 2015 darstellen wird. Die Virtualisierung hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Unternehmen Geschäfte abwickeln, entscheidend zu verändern.

In virtuellen Welten stecken echte Werte

Die Analysten von Gartner sind jedoch der Meinung, dass zur breiten Akzeptanz und Einführung virtueller Lösungen erst das Problem der virtualisierten Lizenzierung gelöst werden muss. Tatsächlich ist der Umfang der Standardklauseln in Verträgen um 500 Prozent angewachsen .

Das ist weitgehend bedingt durch die Virtualisierung. Unternehmen müssen daher beim Einsatz von virtuellen Assets besonders wachsam sein, da die Anbieter die Preisgestaltung und Lizenzbestimmungen für Software geändert haben, um der virtuellen Verwendung Rechnung zu tragen.

Wenn Unternehmen die Vertragsbestimmungen und -bedingungen des Anbieters bei der virtuellen Implementierung nicht einhalten, können bei einem Audit empfindliche Strafen auf sie zukommen. Sie können sich jedoch mit den richtigen Tools darauf vorbereiten, und hier spielt Software Asset Management eine entscheidende Rolle.

Man kann nur schützen, was bekannt ist

Durch die Implementierung einer Lösung für das Software Asset Management können IT-Manager sowohl physikalische als auch virtuelle Assets von der ursprünglichen Anforderung über die Beschaffung bis hin zur Entsorgung verfolgen. Erschreckenderweise ist der Verbleib von bis zu 33 Prozent der Assets einer Organisation gegenwärtig ungeklärt.

Dieser Wert wird bei zunehmender Virtualisierung von Assets noch weiter ansteigen, wenn die Unternehmen keine entsprechenden Vorkehrungen treffen. Es geht aber nicht nur darum, heftige Geldstrafen aufgrund von Audits zu vermeiden, sondern vielmehr auch darum, genau zu wissen, welche Assets das Unternehmen besitzt.

Dieses Wissen ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit des Unternehmens-Netzwerks. Denn es ist schwer, etwas zu schützen, von dem man nicht weiß, dass man es hat.

Nachdem die Assets bestimmt wurden, müssen IT-Manager außerdem verstehen, wo sie sich befinden, zu welchen anderen Assets Schnittstellen bestehen und wer berechtigten Zugriff darauf hat. Mit diesem Wissen sind IT-Manager in der Lage, ihre IT-Umgebung besser zu verstehen und somit weniger Zeit und Geld für deren Verwaltung zu investieren. Dies wird umso wichtiger, je mehr sich der Virtualisierungs-Trend in den kommenden Jahren durchsetzt.

Der Autor:

Steve Daly ist Chief Executive Offiver bei Landesk.

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