Studie über die bevorzugten Programmiersprachen

Cloud Foundry untersucht die Nutzung von Java & Co.

| Autor: Ulrike Ostler

Eine Studie der Cloud Foundry Foundation ermittelt Java und Javascript als die dominierenden Sprachen für die Entwicklung von Enterprise-Applikationen.
Eine Studie der Cloud Foundry Foundation ermittelt Java und Javascript als die dominierenden Sprachen für die Entwicklung von Enterprise-Applikationen. (Bild: Cloud Foundry)

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Java und Javascript sind mit großem Abstand die von Entwicklern bevorzugten Sprachen, wenn es um die Entwicklung von Enterprise-Anwendungen geht. Das ist eines der Ergebnisse der Studie, die Cloud Foundry Foundation erhoben hat. Zugleich zeigt sich, dass die Beschränkung auf eine spezifische Sprache kein Muss mehr ist.

Eine neue Studie der Cloud Foundry Foundation, von der eine Reihe von Open-Source-Projekte wie „Cloud Foundry Application Runtime“, „Cloud Foundry Container Runtime“ und „Cloud Foundry BOSH“ stammen, kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen eine Multi-Sprachen-Strategie verfolgen, nachdem Entwicklern immer seltener vorgegeben wird, welche Sprache sie zu verwenden haben.

Die befragten IT-Entscheidungsträger berichten, dass mehr als 25 Sprachen zum Einsatz kommen. Doch mehr als die Hälfte dieser Sprachen würden selten genutzt – ungefähr im einstelligen Prozentbereich.

Die am häufigsten verwendeten Programmiersprachen in der Entwicklung von Enterprise-Applikationen.
Die am häufigsten verwendeten Programmiersprachen in der Entwicklung von Enterprise-Applikationen. (Bild: Cloud Foundry)

Laut der Studie sind Java und Javascript nach wie vor die beiden dominierenden Sprachen für die Entwicklung von Unternehmenssoftware, wie aus zwei Umfragerunden hervorgeht. C++ ist die am dritthäufigsten verwendete Sprache, gefolgt von Python, C# und PHP.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein leichter Rückgang der Python-Nutzung von 30 auf 25 Prozent. Die Studie mag dem jedoch keine große Bedeutung zumessen, Die Schwankung liege in einem üblichen Fehlertoleranzbereich.

Die Zeichen stehen auf eine polyglotte Programmiersprachenstrategie

Somit besteht zwar nicht der geringste Zweifel, welchen Programmiersprachen Entwickler den Vorzug geben, doch gibt es auch Sprachen, die je nach Region, Unternehmensgröße, Aufgabenstellung bevorzugt werden. Und das ist laut Cloud Foundry die gute Nachricht: Die Unternehmen seien jetzt frei, eine polyglotte Programmiersprachenstrategie einzusetzen.

Das liege zu einen an den agilen Methoden; denn die bedeuteten auch flexiblere Technologien. Diese wiederum erleichterten es den Entwicklungsteams das jeweils richtige Werkzeug für den Job zu finden.

Zu anderen erlaubten Cloud-native Praktiken insbesondere Entwicklern in großen Unternehmen ihre bevorzugte Sprache oder, was noch wichtiger ist, die Sprache, die sie am besten bei den jeweiligen funktionellen Bedürfnissen unterstützt, zu finden. Denn zugleich wird das operative Geschäft geringer belastet, gerade weil verschiedene Programmiersprachen verwendet werden können und die Entwicklungs- und Betriebsteams zudem schneller in der Lage sind zusammenzuarbeiten.

Die wirtschaftlichen Vorteile

Der Vorteil für die Wirtschaft ist laut der Cloud Foundry Foundation unübersehbar. Insbesondere große Organisationen werden bei der Auswahl neuer Mitarbeiter nicht mehr dadurch eingeschränkt, dass die Bewerber eine bestimmt Programmiersprache beherrschen müssen, um eingestellt zu werden. Die Teams können sich heterogen zusammensetzen und der Pool an verfügbaren Talenten erweitert sich. Und welches sucht keine für ihre Entwicklungsteams?

Erst kürzlich, als VW-Chefstrategie Michael Jost das Volkswagen WE Space in Berlin eröffnete, stellte er fest, dass der Konzern in Wolfsburg nur „wenige hundert Entwickler“ hat und dass die Akquisition von Software-Firmen erwogen werde.

Jedenfalls setzten laut der Cloud Foundry Foundation immer mehr Unternehmen auf eine polyglotte (und eine Multiplattform-) Strategie, die es zulasse, dass sie weg könnten von einem monolithischen Ansatz und hin zu einer flexiblen, portablen und interoperablen Welt der Datenverarbeitung – eine Verbesserung, wenn es um Entwicklung, Produktion und Kapital gehe.

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