Cloud Financial Management Cloud-Ausgaben mit FinOps im Griff behalten

Ein Gastbeitrag von Nico Rochow*

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Um der Transformation in Richtung Cloud gerecht zu werden, kommen Unternehmen um ein sorgfältiges Cloud Financial Management nicht herum. Die FinOps-Methodik unterstützt mittels eines Drei-Phasen-Modells dabei, Kosten transparent zu halten und die Cloud maximal effizient zu nutzen.

Mit FinOps und damit verbundener Transparenz, Kontrolle und Prozessen können Unternehmen Potenziale für die Kostenoptimierung identifizieren.
Mit FinOps und damit verbundener Transparenz, Kontrolle und Prozessen können Unternehmen Potenziale für die Kostenoptimierung identifizieren.
(Bild: plufflyman - stock.adobe.com )

Unternehmen verlagern in den letzten Jahren ihre Workflows und Services verstärkt in die Cloud. Laut aktuellem Bericht von Gartner zum Thema „Future of Cloud“ soll sogar bis 2025 die überwiegende Mehrheit der Unternehmen eine Cloud-First-Strategie in ihre Leitlinien aufnehmen.

Gleichzeitig ist bei der Cloud-Nutzung jedoch Vorsicht geboten, denn oftmals sind die Kosten intransparent und deutlich höher, als sie sein müssten. So wird beispielsweise gar nicht die gesamte Bandbreite an Diensten und Services genutzt, für die eigentlich bezahlt wird. Für Unternehmen ist es daher essenziell, einerseits künftig die Ausgaben zu kontrollieren und andererseits den Spielraum für Agilität und Innovationen zu bewahren.

Cloud Financial Management – auch FinOps genannt – unterstützt Unternehmen dabei dies zu meistern. Doch wie genau funktioniert das?

Die Kosten im Griff behalten

Ausufernde Cloud-Kosten ergeben sich meistens durch undurchsichtige und intransparente Bestellprozesse innerhalb eines Unternehmens. So bezahlen diese nicht selten für Services, die sie letztendlich gar nicht in vollem Umfang oder teilweise überhaupt nicht nutzen. Oberste Priorität der FinOps-Methodik ist es daher, die Kosten möglichst klar zu kalkulieren und ein höchst optimiertes Portfolio zu erstellen, sodass die Cloud maximal effektiv genutzt wird.

Als Betriebsmodell der Cloud berücksichtigt FinOps Daten aus aktuellen Systemen, Tools und Prozessen sowie Best Practices, Schwellenwertanalysen und Prognosen. Ziel dabei ist, dass die IT-Verantwortlichen zu jederzeit einen ganzheitlichen Einblick über die Ausgaben besitzen und ungenutzte Lizenzen und Ressourcen so erkennen können.

Die drei Phasen von FinOps

FinOps läuft immer in einem Drei-Phasen-Modell ab. Die einzelnen Abschnitte wiederholen sich kontinuierlich und werden fortlaufend angepasst sowie verbessert:

  • 1. Informieren: Für die Zuweisung von Cloud-Kosten ist Transparenz entscheidend. Betriebe müssen wissen, welche Teams wie viel Geld wofür ausgeben. Klare Verantwortlichkeiten für die Cloud-Ausgaben sind notwendig.
  • 2. Optimieren: Einsparpotenziale und Kostenoptimierungen werden identifiziert und gemessen. Analysen zeigen, welche Ressourcen nicht oder unzureichend genutzt werden. Bei Bedarf werden diese reduziert.
  • 3. Ausführen: Ein Framework mit Governance-Richtlinien hilft, die Ziele von IT, Finanzen und Business zu erreichen.

Die Basis von FinOps

FinOps stammt aus der Praxis und ist für die Praxis gedacht. Für die Entwicklung von Standards ist die FinOps Foundation zuständig, die zur Linux Foundation gehört. Die unabhängige Non-Profit-Stiftung dient als Plattform, um Best Practices zu sammeln, aus denen Standards und Synergie-Effekte entstehen. Mehr als 5.400 Mitarbeiter aus 1.500 Firmen weltweit bilden eine Community und bringen ihre Erfahrungen ein. Ihr gemeinsames Ziel: das Finanzmanagement von Unternehmen rund um die Cloud zu verbessern.

Die FinOps Foundation vergibt dafür Zertifizierungen in verschiedenen Stufen. Eine Zertifizierung richtet sich an Service Provider, die FinOps für Kunden anbieten. Die Stiftung prüft, ob der externe Dienstleister entsprechendes Know-how besitzt und die Methoden umsetzen kann.

Eine weitere Zertifizierung ist für Lösungen gedacht, mit denen Unternehmen FinOps umsetzen können. Dazu gehört die PyraCloud von SoftwareONE: Über die zentrale Plattform verfolgen, kontrollieren und planen Betriebe Cloud-Kosten auch über mehrere Anbieter hinweg. PyraCloud ist eine „FinOps Certified Platform“ (FCP) nach den Vorgaben der FinOps Foundation.

Dienstleister unterstützen bei der Umsetzung von FinOps

FinOps ist dann erfolgreich, wenn Transparenz geschaffen wird und alle relevanten Abteilungen mitziehen. Mithilfe von außen ist eine neue Perspektive möglich. Durch die Unterstützung externer Experten können Unternehmen sinnvolle Strukturen für ein gemeinsames Problembewusstsein entwickeln – und im Anschluss zielgerichtete Optimierungsmaßnahmen.

Als erfahrener Dienstleister setzen wir einen FinOps-Diagnose-Ansatz ein, um den Cloud-Reifegrad zu bestimmen. Unsere zertifizierten Experten schauen sich in standardisierten und systemgestützten Interview-Prozessen die Situation eines Kunden an. Die Ergebnisse vergleichen die Spezialisten dann mit Best Practices. Eine ergänzende Spotlight-Analyse konzentriert sich auf bestimmte Bereiche der Cloud-Umgebung. Mithilfe der PyraCloud können wir Daten der Cloud-Provider erfassen und analysieren. So zeigen die Experten, wo es Optimierungspotenziale der Prozesse gibt – und wie ganz konkret Geld eingespart werden kann. Abgeleitet daraus entwickelt der Dienstleister Handlungsempfehlungen und einen objektiven Business Case, um so FinOps bestmöglich im Unternehmen zu etablieren.

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Entweder die Unternehmen kümmern sich im Anschluss selbst um das Cloud Financial Management oder der Dienstleister übernimmt FinOps als Managed Service und stellt so sicher, dass es nachhaltig erfolgt. Dieser umfasst die gesamte Cloud-Umgebung eines Kunden. Neben den eigentlichen FinOps-Methoden und -Prozessen werden auch Cloud Governance, Security und ausfallsicheres Arbeiten betrachtet.

Über den Autor*
Nico Rochow ist FinOps Services Lead bei SoftwareONE DACH. Mit seinem Team ist er dafür verantwortlich, Unternehmen vollumfänglich beim Thema Cloud Financial Management (FinOps) zu unterstützen. Er verfügt über einen IT-Asset Management Hintergrund und Erfahrung im Aufbau, der Implementierung und Optimierung von SAM-Prozessen – aber auch mit dem technischen Design und dem Set-Up einer toolgestützten Lösung für das Software Asset Management. Seit mehr als zwölf Jahren berät er Kunden in diesem Bereich und konnte so hautnah die Herausforderungen mit dem vermehrten Einsatz von Cloud-Services kennenlernen.

Bildquelle: SoftwareONE

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