Disruptive Innovationen

Cloud als disruptiver Störfaktor

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Der Unterschied zum klassischen Outsourcing

Ein wesentlicher Unterschied von Cloud Computing zu klassischem Outsourcing: Es wird beim Cloud Computing in der Regel nicht die IT als Ganzes ausgelagert, sondern nur einzelne Teile oder Anwendungen. In diesem Zusammenhang wird deshalb gelegentlich auch der Begriff „Outtasking“ verwendet. Ein weiterer Unterschied zum klassischen Outsourcing: Vor allem im Bereich Public Cloud sind vom Provider bereitgestellte Leistungen und Verträge in der Regel hoch standardisiert, nur im Rahmen vorgesehener Optionen konfigurierbar und in wesentlichen Teilen nicht verhandelbar.

Wichtige Kompetenzen verbleiben deshalb beim Anwenderunternehmen, u.a.:

  • Genaue Analyse der Leistungsanforderungen mit Blick auf den konkreten Bedarf des Unternehmens (Business Alignment),
  • Auswahl der einzelnen Services (u.a. Abgleich mit Anforderungen, technische Tests, vertragliche Regelungen),
  • Initiale Konfiguration bzw. Durchführung von Konfigurationsänderungen auf hoher Ebene auf Grund sich ändernder Anforderungen oder Umgebungen (z.B. neue Benutzer, Änderung von Benutzerrollen, geänderte Policies),
  • Sicherstellung des Zusammenwirkens einzelner Services, auch mit weiterhin intern betriebenen Systemen, ggf. mit Unterstützung des Providers,
  • Controlling der Services hinsichtlich Anforderungen und zugesicherter Leistungen.

Bei zunehmendem Einsatz von Cloud Computing als Ersatz von selbst betriebenen IT-Systemen wird deshalb in Anwenderunternehmen weniger technisches Detailwissen (etwa über Betriebssysteme, Datenbanken und Netzwerke) benötigt.

Es findet eine Verschiebung zu strategischen Kompetenzen, juristischen Kenntnissen und Managementkompetenzen statt. Diese Kompetenzen können auch wieder von extern als Beratung eingekauft werden, im Sinne einer optimalen Ausrichtung der genutzten IT-Werkzeuge auf die Anforderungen des Unternehmens und zur Vermeidung von Vendor Lock-In sollte das aber mindestens unabhängig vom genutzten Cloud-Anbieter geschehen.

Ergänzendes zum Thema
Über Hornetsecurity

Der deutsche Cloud-Security-Provider Hornetsecurity schützt die IT-Infrastruktur, Kommunikation und Daten von Unternehmen und Organisationen jeglicher Größenordnung. Seine Dienste erbringt der Sicherheits-Spezialist aus Hannover über redundante, gesicherte Rechenzentren in Deutschland und nach deutschem Datenschutzrecht.

Das Lösungsportfolio beinhaltet Services in den Bereichen Mail Security, Web Security und File Security. Alle Services des Unternehmens sind in kurzer Zeit implementierbar und rund um die Uhr verfügbar. Bis Anfang 2015 firmierte Hornetsecurity unter dem Namen antispameurope.

Mehr Informationen finden Sie unter www.hornetsecurity.com und www.hornetdrive.com

Der Autor: Oliver Dehning ist Geschäftsführer von Hornetsecurity.
Der Autor: Oliver Dehning ist Geschäftsführer von Hornetsecurity.
(Bild. Hornetsecurity)
Die beschriebenen Veränderungen in Anwenderunternehmen in Verbindung mit der Nutzung von Cloud Computing lösen naturgemäß Ängste und Sorgen bei betroffenen Mitarbeitern aus. Die Gefahr ist groß, dass ein Projekt zur Einführung eines Cloud-Service deshalb in der IT-Abteilung des Anwenderunternehmens auf Ablehnung stößt.

Daneben muss beachtet werden, dass die Einführung eines Cloud-Services eine Veränderung der IT-Landschaft des Anwenderunternehmens ist, so wie die Einführung jedes anderen IT-Services, ganz unabhängig von Cloud Computing. Diese Veränderung der IT-Landschaft bringt die Veränderung von Abläufen mit sich, was bei den betroffenen Anwendern ebenfalls Sorgen und Ängste auslösen kann.

* Oliver Dehning ist Geschäftsführer von Hornetsecurity

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