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Schritt 5: Server- und Desktop-Migration – was brauche ich wo wie?
Eine Migration auf ein neues Betriebssystem – Desktop- wie Server-seitig und editionsabhängig – ist immer eine Chance für Unternehmen, bestehende Lizenzen und Lizenz-Prozesse der Software zu überdenken. So bietet sich gerade bei einem Umstieg die Möglichkeit, Über- und Unterlizensierung zu erkennen und zu beseitigen, sowie die Software-Verteilung aktuellen Entwicklungen anzupassen, zum Beispiel beim Thema Virtualisierung, Cloud oder SaaS. Diese Nutzungsvarianten müssen natürlich auch im Lizenz-Management berücksichtigt werden.
Für den Umstieg auf Windows 7 besonders relevant ist dabei die Kenntnis der jeweilig bestehenden Soft- und Hardware, der sog. Assets, und deren Versionen: benötigt wird eine genaue Produkterkennung, ob diese auch wirklich Windows-7-fähig sind. Den Kompatibilitätsabgleich erledigt ein Windows-7-Tool, der so genannte Windows Upgrade Advisor, der die System- und Gerätekompatibiliät prüft. Über die präzise Verfügbarkeit der Programme sagt dies aber nichts aus, ebenso wenig wie über die Verwendung und die Zahl der benötigten Updates. Eine Lizenz-Management-Lösung liefert hier belastbare Zahlen und gibt Transparenz. Dies ist auch hinsichtlich unentbehrlicher Migrationstests wichtig.
In der Lizenzbilanz müssen nicht nur die gängigsten Lizenzmodelle, beispielsweise per Seat, per User, Named Seat, Named User, CAL, SAL, CPU, NUP, Concurrent Use et cetera durch definierte Funktionen und Metriken aufgeführt werden, sondern auch diejenigen im Bereich von Server-Produkten, wie SQL-Server, Oracle-Server, Intranet-Anwendungen, Server-CALs oder sonstige Zugriffslizenzen.
Schritt 6: Prozesse optimieren, Software gezielt einsetzen, Lizenzverträge prüfen
Aus dem Lizenz-Management lassen sich für die Praxis also verschiedenste konkrete Schritte für die Migration ableiten, beispielsweise die eigene Organisation eventuell so umzugestalten, dass der Prozess von der Bedarfsermittlung über die Beschaffung bis hin zur Installation und Nutzung reibungsloser verläuft. Angesichts der vielen Neuerungen von Windows 7 ist hier besondere Vorsicht geboten. Durch die in Windows 7 standardmäßig enthaltenen Funktionen zur Virtualisierung von Desktop-Applikationen nimmt die Komplexität in der Verwaltung der Desktop-Software-Lizenzen nochmals deutlich zu. Bisher reichte es für die meisten Unternehmen aus, wenn die auf den Client Computern installierten Programme ermittelt und mit den erworbenen Software-Lizenzen abgeglichen werden konnten. Durch die Möglichkeiten von Windows 7, beispielsweise aus Gründen der Abwärtskompatibilität zu Windows XP, sind auf den Client-Endgeräten gegebenen Falls nun auch Software-Lizenzen für Programme zu berücksichtigen, die in virtuellen Instanzen ausgeführt werden.
Mit einer Lizenzbilanz sind außerdem Fehllizensierungen offenkundig, gleich ob Über- oder Unterlizensierung, dies ermöglicht präzise Aussagen über Kosten und Rechtssicherheit. Auch die Beschaffung und die daraus resultierenden Lizenzverträge sollte man nochmals prüfen: sind vom Hersteller angebotene komplette Basispakete wirklich sinnvoll, wenn nur ein oder zwei Produkte davon genutzt werden? Muss die Software-Verteilung nochmals überdacht werden? Durch einen künftig gezielten Einsatz der Software am richtigen Arbeitsplatz bzw. die Rückführung in den Lizenzpool lassen sich deutlich Einsparpotenziale heben. Der ROI einer Lizenz-Management-Lösung selbst beträgt erfahrungsgemäß weniger als zwölf Monate.
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