Professionelle IT auch im Urlaub

Beach-Inspector findet den perfekten Strand

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Florian Karlstetter

Beach-Inspector findet den perfekten Strand.
Beach-Inspector findet den perfekten Strand. (Bild: Beach-Inspector)

Wer auch im Urlaub nicht auf präzise und umfassende Informationen verzichten will, lädt sich die App von Beach-Inspector aufs Smartphone. Damit lassen sich alle Strände einer Ferienregion vor Ort oder auch schon vorab begutachten, Fotos und reichlich Zusatzinformationen inklusive.

Die Aufgabe scheint unlösbar: erfasse alle Strände der Welt, schreite jeden Strand von Anfang bis Ende ab und erfasse dabei 120 Datenpunkte. Dokumentiere die Arbeit mit Fotos und Videos und liefere Hintergrundinformationen, die etwa von Einheimischen stammen. Vor rund zwei Jahren begann Kai Michael Schäfer mit dieser Arbeit, als er selbst auf der Suche nach dem geeigneten Strand war und keine Quelle fand, die ihm Auskunft geben konnte. Zusammen mit zwei Bekannten gründete er im November 2014 „Beach-Inspector“.

Seit dieser Zeit haben er und sein Team rund 1000 Strände weltweit digitalisiert. Meist wird eine Region ins Visier genommen, die dann komplett von den „Beach-Inspektoren“ erfasst wird. Praktikanten, die zuvor eine Woche Schulung in Berlin erhalten, übernehmen unter Anleitung diese Aufgabe. Jeder Inspektor schafft ein bis zwei Strände pro Tag, je nach abzulaufenden Kilometern. Neben dieser teuren Art der Erfassung – Praktikanten müssen transportiert, logiert und bezahlt werden – stützt sich Beach-Inspector auf einige ausgewählte „Beach-Korrespondenten“, meist Langzeit-Traveller oder Reise-Blogger, die nach ihrer Zertifizierung selbständig Strände in fernen Regionen erfassen und bewerten.

Die Vorteile für den Nutzer sind offensichtlich groß: Unabhängige Bewertung einer kompletten Region, Anschauungsmaterial in Form von Fotos, Videos und Berichten, gespickt mit Insider-Informationen von lokalen Personen. Finanziert werden diese Informationen durch klassische Reichweiten-Vermarktung und Lizenzen, wenn interessierte Reiseveranstalter die Inhalte übernehmen wollen. Zudem melden sich auch zunehmend Fremdenverkehrsämter, die die Strände ihrer Region erfasst haben wollen und dafür Geld ausgeben.

Hosting bei AWS

Programmiert wird Beach-Inspector.com mittlerweile hausintern, gehostet wird – wie bei Startups üblich – extern. Die Berliner haben sich für Amazon AWS entschieden und sind mit der Performance zufrieden „auch wenn wir die Leistung wo anders billiger beziehen könnten“, erklärt CEO Schäfer. Die Zugriffe sind recht schwankend und dürften gerade zu Beginn der Urlaubszeit stark steigen und dann muss die Site schnell für alle verfügbar bleiben. Schäfer und sein Team wollen bis Ende 2017 „alle touristisch relevanten Strände der Welt“ auf dem Portal zeigen können.

Für seine Idee und Umsetzung konnte Beach-Inspector bereits einige Preise einheimsen, etwa im vergangenen Jahr den ersten Platz im „Sprungbrett“-Wettbewerb des Verbands Internet Reisevertrieb in der Kategorie Start-up.

*Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Systemischer Coach in München.

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