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Vor- und Nachteile bei Human Clouds
Aus Sicht der Cloud-Mitarbeiter werden die Human Clouds allerdings nicht unkritisch gesehen. So wird manchmal von Tagelöhnern im Internet gesprochen. Auch für die Unternehmen gibt es mögliche Vor- und Nachteile: So kann Arbeitskraft zwar bedarfsweise und in kurzer Zeit angefordert werden, bezahlt werden müssen nur die Ergebnisse. Ob die gelieferten Resultate allerdings auch den Qualitätsanforderungen genügen, ist eine andere Frage. Clickworker.com zum Beispiel beschreibt verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung. Mechanical Turk beispielsweise empfiehlt den Auftraggebern einen Test und eine Schulung der vorgesehenen Arbeitskräfte.
Auch Human Clouds einer Kontrolle unterziehen
Nicht nur wenn personenbezogene Daten mit Hilfe einer Human Cloud verarbeitet werden sollen, gilt es, an eine Prüfung des Cloud-Dienstes zu denken. Unternehmen sollten sich die Auswahlkriterien der Human Clouds und die Lizenzbedingungen genau ansehen, wie sie zum Beispiel für Mechanical Turk veröffentlicht sind. Wie sich die Qualität von Human Clouds bewerten lässt, zeigt unter anderem die Studie PeopleClouds des KSRI - Karlsruhe Service Research Institute.
Fazit: Cloud-Konzept für neue Arbeits- und Auftragsformen
Human Clouds zeigen einmal mehr, dass das Cloud-Konzept neue Möglichkeiten für Unternehmen als Auftraggeber und für Dienstleister bietet. Doch wie bei anderen Formen der Cloud-Nutzung entscheiden die Qualität des Cloud-Dienstes und die genaue Planung der Cloud-Nutzung über den Erfolg. So will es genau überlegt sein, welche Aufgaben man an welche Human Cloud gibt. Die zuvor genannte PeopleClouds-Studie ergab, dass bislang eher einfache, nicht geschäftskritische Aufgaben an Human Clouds vergeben werden. Das erinnert an die Entwicklung bei den Clouds, die Speicherkapazitäten, Anwendungen und Rechenleistung bieten.
Inzwischen wandern aber immer mehr vertrauliche Daten in die IT-Clouds, eine ähnliche Entwicklung könnte auch bei den Human Clouds eintreten, die dann zu einem zentralen Teil bestimmter Unternehmen und Branchen werden könnten, mit möglicher, nachhaltiger Auswirkung auf die Art zu arbeiten.
Der Autor
Oliver Schonschek ist IT-Fachjournalist und IT-Analyst in Bad Ems.
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