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HANA 1.0 ist kein Workaround, sondern die Lösung
Die von Anwenderseite gelegentlich vorgetragene Kritik zur mangelnden Performance der eigentlichen SAP-Software weist der Hersteller indes zurück. Ingo Brenckmann, Program Director Data and Analytical Engines bei SAP, erläuterte CloudComputing-Insider im Nachgang der Veranstaltung: Erst mit den in HANA verwendeten Programmiertechniken könnten aktuelle Multicore-Prozessoren ihre volle Rechenleistung entfalten und parallelisiert auch enorme Datenmengen in Echtzeit verarbeiten. Bisher gültige Grundannahmen gelte es komplett zu überdenken; die Datenhaltung im Speicher sei prinzipbedingt deutlich effizienter als der Zugriff auf Disk-basierte Speicher.
Einen kompletten Ersatz bestehender Datenbanken durch In-Memory-Technik will SAP dem Anwender allerdings noch nicht zumuten. HANA 1.0 läuft parallel als „Sidecar“ zu bestehenden Datenbankmanagementsystemen.
SAPs Schwächen in der Optik
Schwachpunkte auf anderem Gebiet räumte SAP dagegen schon in Montabaur unumwunden ein. So bieten Mitbewerber zumindest ebenbürtige oder bessere Dashboard-Lösungen an – wenn man sich auf den visuellen Aspekt beschränke.
SAPs Ziel sei es hier nicht, noch visueller als andere Anbieter zu werden. Stattdessen will das Unternehmen mit einem integrierten Portfolio punkten, das Endanwendern einen deutlichen Mehrwert bietet: Angefangen bei der Datenqualität im ERP-System bis zur Integration mobiler Endgeräte verschiedener Hersteller.
Wie sich SAP diese Anbindung von Endgeräten vorstellt, demonstrierte Jörg Diekkämper, BI-Experte bei SAP. Auf iPad-Screenshots erhielten die Anwesenden einen Vorgeschmack auf den mobilen Workflow mit dem BusinessObjects Explorer 4.1.
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