Quantenrechner, Artificial Intelligence (A.I.) und Blockchain

Alibaba plant Quanten- und KI-Prozessoren

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Ei mit A.I.: Der Serviceroboter nutzt künstliche Intelligenz, um Hotelgäste mit Getränken zu versorgen.
Ei mit A.I.: Der Serviceroboter nutzt künstliche Intelligenz, um Hotelgäste mit Getränken zu versorgen. (Bild: Alibaba)

Alibaba will künftig nicht nur bei fahrerlosem Fahren oder intelligenten Service-Robotern mitmischen. Zudem hat sich das Unternehmen auf der Cloud Computing Conference 2018 in Hangzhou als künftiger Chipproduzent in Stellung gebracht.

Partnerschaften, neue Dienste und einen Blick auf künftige Angebote präsentierte die Alibaba Group im September auf ihrer viertägigen Hausmesse Cloud Computing Conference 2018. Dabei kündigte der Konzern auch an, künftig ein eigenes Chip-Unternehmen zu betreiben. Das werde sich auf maßgeschneiderte KI-Chips und eingebettete Prozessoren spezialisieren, die Alibabas wachsendes Cloud- sowie IoT-Geschäft unterstützen.

Alibabas weltweite Forschung- und Technologieinitiative DAMO Acadamy hat hierfür einen Fünfjahresplan aufgestellt und will im zweiten Halbjahr 2019 bereits einen ersten selbst entwickelten „KI-Inferenz-Chip“ auf den Markt bringen. Als mögliche Anwendungen für den AliNPU genannten Baustein nennt Alibaba autonomes Fahren, intelligente Städte und Logistik. Überdies arbeite ein in Hangzhou ansässiges Team an eigenen Quantenprozessoren.

Blockchain, HA, Container und Tracing Analysis

Bereits jetzt verfügbar sind vier neue Dienste, welche Interessierte derzeit übrigens kostenlos ausprobieren können. Hierzu zählen:

  • Blockchain as a Service (BaaS, Beta) – Eine Blockchain-Lösung mit Hyperledger Fabric, die per Intel SGX (Software Guard Extensions) geschützt ist.
  • Application High Availability Service (Beta) – Eine Cloudlösung, welche die Verfügbarkeit von Anwendungen verbessern soll.
  • Elastic Container Instances (ECI, Beta)– Mit dem Angebot können Anwender Container betreiben, ohne Server managen zu müssen.
  • Tracing Analysis – Das Werkzeug soll Performance-Engpässe von Microservices aufspüren.

Unterstützung für Unternehmen

Die digitale Transformation in Unternehmen will Alibaba gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KMPG vorantreiben. Im Rahmen einer globalen Allianz werden beide Unternehmen hierfür ein gemeinsames Team aufstellen, das Cloud-Infrastrukturlösungen für Kunden entwickelt – und dabei auch KMU mit Multi-Cloud-Strategien anspricht. Die Schwerpunkte sollen dabei auf Datensicherheit, Compliance und nahtloser Integration liegen.

A.I. für Autos und Serviceroboter

Das Thema Robotik gehen die Alibaba A.I. Labs mit einem Serviceroboter für das Hotelgewerbe an. Der voraussichtlich schon im Oktober verfügbare Blechkamerad misst knapp einen Meter und soll beispielsweise Speisen oder Wäsche ausliefern. Menschen könnten per Sprache, Berührung oder Handgesten mit dem Roboter kommunizieren. Grundlage hierfür sei die Software AliGenie, die auch auf dem smarten Lautsprecher Tmall Genie läuft.

Der Sprachassistent soll künftig übrigens auch in Autos der Marke Volvo integriert werden, die in China ausgeliefert werden. Gemeinsam mit Bosch arbeitet Alibaba derweil an einem fahrerlosen Parkservice auf Cloud-Basis (Automated Valet Parking). Hierfür sollen aber zunächst noch Simulations- und Demonstrationseinrichtungen geschaffen werden.

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