Im Test: Talend MDM Enterprise Edition 4.0 (Teil 1)

Zentrale Datenverwaltung auf Open-Source-Basis

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Erste Schritte

Nach der Installation und dem Start des Servers ist es zunächst erforderlich, zwischen dem Management Studio und dem Server eine Verbindung aufzubauen. Diese Connection arbeitet stateless, es ergeben sich folglich keine Probleme, wenn der Server während einer bestehenden Verbindung mit der Managementkomponente angehalten und neu gestartet wird.

Um den Zugriff herzustellen genügt es, nach dem Start des Studios ein Benutzerkonto und ein lokales Projekt anzulegen und dann das Icon „Add MDM Server Location“ im linken oberen Bereich des Arbeitsfensters aufzurufen. Die Logindaten lauten beim Server dann „http://localhost:8080/talend/TalendPort“ für die URL und „admin/talend“ als Benutzerkonto. Sobald der Login beim Server abgeschlossen wurde, kann die Arbeit losgehen.

Direkt nach der Installation existieren auf dem System zunächst einmal zwei Standardbenutzer mit Benutzer- und Administratorrechten und ein Standardcontainer. Für unseren Test legten wir zuerst einen neuen Container an, der auf der integrierten XML-Open-Source-XML-Datenbank „Exist“ basierte. Alternativ wäre es auch möglich gewesen, eine Oracle-Datenbank einzusetzen. Das Erstellen des Containers gestaltet sich verhältnismäßig einfach: Es reicht, mit der rechten Maustaste auf den Eintrag „MDM Server / Data Container“ zu klicken und mit Hilfe des Befehls „New“ einen neuen Eintrag zu generieren. Danach fragt das System nach einem Namen und einer Beschreibung für den neuen Container. Wurden diese Angaben gemacht, so kann der Container bereits verwendet werden.

Jetzt definierten wir ein Datenmodell. Das funktioniert über den Befehl „MDM Server / Data Model / New“. Auch hier müssen die Administratoren einen Namen vergeben und eine Beschreibung vornehmen. Anschließend haben sie die Option, das Datenmodell zu gestalten. Dazu genügt ein Rechtsklick unter „Define Data Model“ und der Aufruf des Befehls „Add Element“. Hier besteht die Möglichkeit, das Element zu benennen (beispielsweise „Kundennummer“, „Seriennummer“ oder „Unternehmensname“) und die dazugehörige Variable festzulegen.

In unserem Test definierten wir Seriennummernelemente zum Verwalten der Rechner in unserem Testlabor. Führt der IT-Mitarbeiter einen Rechtsklick auf das neue Element aus, so kann er verschiedene weitere Arbeitsschritte durchführen. Beispielsweise ist der an dieser Stelle dazu in der Lage, die Benutzerrechte auf den Eintrag festzulegen und zu definieren, wie der Eintrag in unterschiedlichen Sprachen heißen soll, zum Beispiel „Serial number“ in Englisch oder „Seriennummer“ in Deutsch. Je nach den Spracheinstellungen des Endusers zeigt das System dann den passenden Begriff an. Für die Zusammensetzung der einzelnen Einträge lassen sich auch Vorgaben festlegen. So würde ein Muster wie „[A-Z]{2}[0-9]{5}“ das System anweisen, für die ersten beiden Stellen des Eintrags nur Buchstaben und für die folgenden fünf nur Zahlen zu akzeptieren, was etwa zu einer Kundennummer wie „FG43677“ führen würde.

Sobald die Konfiguration des Datenmodells abgeschlossen wurde, müssen die zuständigen Mitarbeiter mit der rechten Maustaste auf den dazugehörigen Eintrag klicken und den Befehl „Generate default browse items view“ aufrufen. Dann erzeugt das System die Web Services für das Webinterface und die Anwender können sich mit dem Standardkonto „administrator/administrator“ bei der Web-Oberfläche anmelden und Daten eingeben.

weiter mit: Die Web-Oberfläche

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