Was sich hinter dem Vorhang verbirgt

Wie intelligente Technologien die Zukunft beeinflussen werden

| Autor: Sarah Böttcher

Was der Einsatz von intelligenten Technologien im Business verändern wird, präsentiert Avanade in seiner Studie. So sollen intelligente Technologien in Zukunft dabei helfen, den Umsatz zu steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern.
Was der Einsatz von intelligenten Technologien im Business verändern wird, präsentiert Avanade in seiner Studie. So sollen intelligente Technologien in Zukunft dabei helfen, den Umsatz zu steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern. (Bild: © Sergey Nivens - Fotolia)

IT-Fachkräfte sind davon überzeugt, dass sie durch die Einführung intelligenter Technologien eine Umsatzsteigerung sowie andere Vorteile realisieren können. Zu diesem Ergebnis ist die von Wakefield Research durchgeführte und von Cloud-Anbieter Avanade in Auftrag gegebene internationale Studie gelangt.

Avanade, Anbieter von Cloud-basierten Diensten sowie Business-Lösungen, hat eine internationale Studie in Auftrag gegeben, die untersucht hat, wie intelligente Technologien die Zukunft beeinflussen werden. Aus diesen Ergebnissen geht hervor, dass 33 Prozent der Studienteilnehmer, durch den Einsatz intelligenter Technologien in den kommenden fünf Jahren mit einer Umsatzsteigerung rechnen.

Die Befragten gehen zudem davon aus, dass bis zu 20 Prozent der bestehenden Belegschaften neue Aufgabenfelder erhalten werden, weswegen in vielen Unternehmen mit strukturellen Neuausrichtungen zu rechnen ist.

Aus der Studie geht außerdem hervor, dass rund 63 Prozent aller international befragten Führungskräfte bereits Investitionen in intelligente Technologien vorgenommen haben und von höheren Umsätzen, besseren Kundenerlebnissen und gesteigerter Mitarbeiterzufriedenheit profitieren. In Deutschland ist dies bisher nur bei 47 Prozent der Befragten der Fall.

Die Mitarbeiterwahl der Zukunft

In puncto Mitarbeiterzufriedenheit sind 92 Prozent der Gesamtbefragten der Meinung, dass es für Unternehmen mit zunehmendem Vertrauen in intelligente Technologie einfacher sein würde, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten – auch in Deutschland vertreten 86 Prozent der Studienteilnehmer diese Ansicht.

Speziell in Deutschland vertritt mit 84 Prozent die überwiegende Mehrheit der Führungskräfte die Auffassung, dass Unternehmen mehr qualifizierte Mitarbeiter einstellen müssen, um immer komplexere Entscheidungen zu treffen. Insgesamt stimmen dem 73 Prozent der Befragten zu.

Hinsichtlich der Schlüsselkompetenzen ihrer Mitarbeiter fordern 61 Prozent der Studienteilnehmer und 59 Prozent der Deutschen umfassende Problemlösungsfähigkeiten. Außerdem stehen für 59 Prozent der internationalen Entscheider und 51 Prozent der Deutschen die Fähigkeit zur Datenerfassung und Datenanalyse im Vordergrund.

Als weitere wichtige Mitarbeiterqualifikationen verlangen 59 Prozent der deutschen und 51 Prozent der international Befragten von ihren Mitarbeitern verstärktes kritisches Denken. Des Weiteren fordern rund 55 Prozent der deutschen und wiederum 51 Prozent der internationalen Führungskräfte verbesserte Teamfähigkeiten.

Als besonders zuversichtlich zeigen sich 71 Prozent der deutschen und 60 Prozent der internationalen Entscheider, dass intelligenten Technologien eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Schaffung von Kundenerlebnissen zukommt. Rund 60 Prozent der international Befragten und 55 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sich mit Hilfe der neuen Technologien auch Vertriebskontakte leichter identifizieren lassen. Gleichfalls glauben 49 Prozent der internationalen und 51 Prozent der deutschen Führungskräfte, dass intelligente Technologien dabei helfen können, risikobehaftete Kunden besser zu erkennen.

Intelligente Technologien

Doch was versteht man unter intelligenten Technologien? Cloud-Anbieter Avanade zählt dazu Systeme wie etwa vernetzte Geräte, Wearables sowie intelligente Automatisierungsmechanismen. Also Geräte, die es Computern oder Maschinen ermöglichen, Tätigkeiten zu übernehmen, die bisher Menschen erledigt haben.

„Es ist uns bewusst, dass manche den Einsatz intelligenter Technologien kritisch betrachten. Generell scheint die Skepsis aber unangebracht: Erfolgreiche Unternehmen nutzen bereits solche Technologien, profitieren von Wettbewerbsvorteilen und planen daher auch mit weiteren Investitionen in diesem Bereich“, sagt Robert Gögele, General Manager DACH bei Avanade. „Wir gehen davon aus, dass intelligente Technologien entscheidend sind, um neue Jobs im Kontext des „Digital Workers“ im deutschsprachigen Raum zu fördern. Das wiederum wird Unternehmen helfen Nachwuchskräfte zu gewinnen und zu halten, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“

Die Problematik des digitalen Arbeitsplatzes

Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der IT-Entscheider in digitale Arbeitsplätze investiert und bereits nachweislich davon profitiert. Doch auch wenn die Vorteile intelligenter Technologien sowie die Einführung digitaler Arbeitsplätze für die Unternehmen ersichtlich sind, müssen sich Entscheidungsträger dennoch zunehmend mit ethischen Fragestellungen auseinandersetzen, die durch den Einsatz intelligenter Systeme entstehen.

Hier scheint auf internationale Ebene ein starker Nachholbedarf zu bestehen, denn rund 78 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen sich dazu noch nicht ausreichend vorbereitet hat. In Deutschland unterstützen nur 35 Prozent der Studienteilnehmer diese Aussage. Rund 84 Prozent der internationalen Entscheider wollen dementsprechend in den nächsten fünf Jahren in „digitale Ethik“ investieren. In Deutschland ist dies bei 73 Prozent der Befragten der Fall. Dabei plant eine Mehrheit in den kommenden fünf Jahren bis zu zehn Prozent ihres IT-Budgets für dieses Feld auszugeben.

Zur Studie

Die Erhebung der Daten fand durch Wakefield Research statt. Insgesamt wurden 500 Entscheidungsträger in neun Ländern, darunter unter anderem Kanada, Frankreich, Italien, Japan und der USA befragt. 49 der Befragten stammen aus Deutschland.

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