Die Argumente für einen hybriden Multi-Cloud-Ansatz waren noch nie so klar wie heute. Aber was kommt als Nächstes? Wir haben einen Blick ins Jahr 2022 geworfen, um zu erkunden, was das Jahr für die Welt der Hybrid-Cloud bereithalten wird.
Hybride Clouds sind grundlegend für den Aufbau von Widerstandsfähigkeit und die Eröffnung neue Möglichkeiten für Unternehmen.
Im Jahr 2021 wurde deutlich, dass der Ansatz, nur einen Anbieter für die Cloud zu verwenden, ein Auslaufmodell ist. Eine aktuelle Studie von IBM untermauert dies: Nur drei Prozent der weltweit Befragten gaben an, im Jahr 2021 eine einzige private oder Public Cloud zu nutzen – gegenüber 29 Prozent im Jahr 2019. Die Folgen der Anbieterabhängigkeit wurden schmerzlich deutlich: Mangel an Innovation, Angst vor Sicherheit und Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit. Die Pandemie bot eine Plattform zur Beschleunigung der digitalen Transformation und die Unternehmen begannen zu überdenken, welche Anwendungen in die Cloud gehen und welche On-Premises bleiben sollten.
Modernisierung vorantreiben
Wenn Unternehmen ihre Hybrid- und Multi-Cloud-Projekte weiter vorantreiben, werden sie sich auf die Entscheidung fokussieren, welche Workloads wohin verlagert werden. Zu Beginn ihrer Cloud-Reise haben Unternehmen häufig einfache Workloads in die Cloud verlagert. Nun prüfen sie im Zuge der Modernisierung auch die Migration unternehmenskritischer, komplexer Workloads. Im kommenden Jahr müssen sie eine Bestandsaufnahme ihrer IT-Umgebungen vornehmen, um zu entscheiden, welche Workloads und Anwendungen am besten für die Cloud geeignet sind und welche vor Ort bleiben sollten.
Einer der Gründe warum Unternehmen zunehmend einen hybriden Multi-Cloud-Ansatz verfolgen, ist die Minimierung des Risikos durch Anbieterkonzentration angesichts wachsender Cyberbedrohungen. Da der Datenschutz an erster Stelle steht, werden Unternehmen auch der Sicherheit mit einem einzigen Kontrollpunkt Priorität einräumen, um Zugang zu einem ganzheitlichen Überblick über Bedrohungen zu erhalten und die Komplexität im kommenden Jahr zu verringern.
Die Zukunft des Cloud Computing: Sicherheit steht im Vordergrund, da Cyberbedrohungen zunehmen.
Während Unternehmen für das Jahr 2022 planen, müssen sie sich auch auf die noch längerfristige Zukunft vorbereiten. Da das Quantencomputing immer stärker wird und potenzielle Risiken birgt, wie z. B. die Fähigkeit, Verschlüsselungsalgorithmen schnell zu knacken und auf sensible Daten zuzugreifen, müssen Unternehmen über kurzfristige Bedrohungen hinaus auch 10, 15 und 20 Jahre in die Zukunft blicken.
Der Aufstieg der Industrie-Clouds
Während sich Unternehmen mit Sicherheit und Compliance auseinandersetzen, waren 64 Prozent der im Rahmen der o.g. Studie befragten C-Level Führungskräfte der Meinung, dass die Einhaltung branchenbezogener Vorschriften ein großes Hindernis darstellt. Die Einhaltung von Compliance- und Sicherheitsanforderungen ist besonders wichtig für stark regulierte Branchen wie zum Beispiel den Finanzdienstleistungssektor und die Regierungsbehörden. Da diese Branchen bestrebt sind, die Anforderungen der heutigen digital orientierten Kunden und Kundengruppen zu erfüllen, entwickelt sich die Cloud-Einführung hin zu Industrie-Clouds.
Branchenspezifische Plattformen werden zunehmend eingesetzt, um Innovation und strenge Compliance-Protokolle in Einklang zu bringen. Durch die Wahl der richtigen Plattform – einer Plattform mit eingebauten Kontrollmechanismen – werden sie in der Lage sein, mit dem Tempo des Wandels zu innovieren und sicherzustellen, dass sie nicht zurückbleiben, während ihre Branche neue Vorschriften einführt oder bestehende abändert.
(Hybrid) Cloud als Innovationsmotor
Auch wenn niemand genau weiß, wie sich das Jahr 2022 entwickeln wird, können wir sicher sein, dass die letzten zwei Jahre ein Wendepunkt für die digitale Transformation waren. Überall auf der Welt beschleunigen Unternehmen ihre digitale Transformation: Sie führen neue Geschäftsmodelle ein, verlagern Workloads in die Cloud und digitalisieren ihre Abläufe. Wir gehen fest davon aus, dass der Hybrid-Cloud-Ansatz auch in Zukunft eine grundlegende Rolle bei der Förderung von Innovationen spielen wird, die für den Aufbau von Widerstandsfähigkeit und die Eröffnung neuer Möglichkeiten für Unternehmen erforderlich sind.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Dominic Schulz, IBM.
(Bild: IBM)
* Der Autor Dominic Schulz leitet als Vice President Hybrid Cloud DACH einen wesentlichen Teil des IBM Cloud Geschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In dieser Rolle ist er verantwortlich für das integrierte Cloud Lösungsgeschäft für Hybrid Cloud und Multi-Cloud Lösungen, Data und AI.