Der Begriff der Google Cloud Regions beschreibt die Gebiete rund um den Globus, an denen die Betreiber des Angebots Compute-Engine-Ressourcen zur Verfügung stellen. Die gewählte Aufteilung bietet für die Nutzer einige Vorteile.
USA, Europa, Asien & Co.: die Google Cloud Regions bieten eine weltweite Verteilung von Compute-Engine-Ressourcen aus der Google Cloud.
Google ist einer der größten Cloud-Anbieter des Planeten. Zu den auf diese Weise bereitgestellten Offerten zählen alle gängigen Cloud-Modelle: Infrastruktur als Service (Infrastructure-as-a-Service, IaaS), Plattform als Service (Platform-as-a-Service, PaaS) und Software als Service (Software-as-a-Service, SaaS). Die Angebotspalette der Google Cloud, die bis vor kurzem noch unter der Bezeichnung Google Cloud Platform (GCP) geführt wurde, umfasst alle möglichen Ressourcen aus den Bereichen
Compute,
Speicher,
Datenbanken,
Datenanalyse,
KI und maschinelles Lernen,
Netzwerk,
Entwicklertools
Da die Google Cloud weltweit verfügbar ist, sollten und dürfen die Compute-Engine-Ressourcen (die Hard- und Software zur Nutzung der Offerten) nicht nur an einem Ort gebündelt sein. Ein Ausfall der zugehörigen Anlage wäre verheerend. Google hat deshalb rund um den Globus Parallelstrukturen aufgebaut. Deren wesentliche Einteilung trägt die Bezeichnung Google Cloud Regions.
Die Google-Cloud-Struktur im Detail
Google teilt den Planeten in sogenannte „Multiregionen“ auf. Diese entsprechen in etwa den Kontinenten. Europa (abgesehen von Teilen Russlands und der Türkei) ist ein Beispiel. Diese Multiregionen teilen sich ihrerseits in Regionen auf. Für Europa bilden zumeist mehrere Länder eine Region. Exemplarisch sei „EUROPE-WEST2“ genannt, mit Cloud-Rechenzentren in folgenden Ländern: Großbritannien, Irland, Frankreich und den Niederlanden.
Es müssen allerdings nicht notgedrungen alle Länder vollständig Teil der Region sein. Im vorgestellten Beispiel ist Frankreich nur teilweise eingebunden. Dies liegt daran, dass mit EUROPE-WEST1, EUROPE-WEST4 und EUROPE-WEST 9 drei weitere Google Cloud Regions ganz in der Nähe liegen oder sogar direkt vor Ort sind.
Wichtig ist dies aus dem folgenden Grund: In einer Region baut Google mindestens ein Rechenzentrum auf, um die Google-Cloud-Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Je kürzer die physische Distanz zwischen der Anlage und dem Nutzer ist, desto schneller sind die Übertragungsgeschwindigkeiten. Das Rechenzentrum für EUROPE-WEST9 befindet sich in Paris – und damit direkt vor Ort. Die Anlage für EUROPE-WEST2 ist hingegen primär in London angesiedelt.
Bildergalerie
In einer Region verteilt sich die Arbeitslast eines Rechenzentrums jedoch nicht gleichwertig. Ist beispielsweise eine Metropole wie Berlin in der Nähe, existieren mehr Nutzer. Entsprechend höher sind die Anforderungen in diesem Gebiet. Google teilt die Regionen deshalb nochmals in Zonen ein. Diese zwingen nicht notwendigerweise zum Bau eines neuen Rechenzentrums, sondern helfen nur bei der Workload-Verteilung der Ressourcen. EUROPE-WEST2 besteht beispielsweise aus drei Zonen. Diese werden mit den Buchstaben des Alphabets in kleiner Schreibweise kenntlich gemacht - also z.B. EUROPE-WEST2a.
Es ist allerdings durchaus möglich, dass im Zuge der zunehmenden Nachfrage nach Cloud-Ressourcen eine weitere, neue Anlage gebaut werden muss. Deutschland ist hierfür ein prominentes Beispiel: Die Bundesrepublik gehört überwiegend zur Region EUROPE-WEST3. Die zugehörige Anlage steht in Frankfurt am Main. Durch den Aufschwung Berlins als Medienstadt wuchsen die Anforderungen in der Gegend um die Bundeshauptstadt deutlich an. Google entschied sich deshalb im Sommer 2021, in Brandenburg ein neues Rechenzentrum zu errichten.
Die richtige Cloud Region finden
Die weltweit verfügbaren Cloud-Standorte mit allen Regionen und Zonen lassen sich über eine stets aktuell gehaltene Website in der Google Cloud abfragen. Mithilfe des Google Cloud Region Picker in Github können passende Regionen außerdem nach diversen Kriterien ausgewählt werden.
Zentrale Vorteile der Google Cloud Regions
Der große Vorteil der Google Cloud Regions sind die kurzen Wege. Die Reisenetzwerklatenzen liegen fast immer unter fünf Millisekunden. Der zweite große Vorzug betrifft die Ausfallsicherheit. Durch die Struktur der Google Cloud können Nutzer Sicherungen in einer anderen Region hinterlegen. Dies erklärt zugleich, weshalb Google mit den „Multiregionen“ arbeitet. Sie zeigen Interessenten relativ kurze Wege zu anderen Regionen in ihrer Nachbarschaft für die Backups.
Wer möchte, kann aber auch auf eine ganz andere Multiregion ausweichen. Dies ist für Anwender relevant, die befürchten, dass beispielsweise eine verheerende Naturkatastrophe für einen kompletten Ausfall auf dem heimischen Kontinent sorgen könnte.
Stand: 08.12.2025
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