Web3 ist die Bezeichnung für eine Idee und Vision eines dezentralen Online-Ökosystems. Es stellt nach dem Web 1.0 und Web 2.0 eine weitere Evolutionsstufe des Internets dar und wird auch als Web 3.0 bezeichnet. Basis für das Web3 bildet die Blockchain-Technologie.
Web3 bezeichnet die Vision eines dezentralen Online-Ökosystems in Form eines auf Basis der Blockchain-Technologie dezentral organisierten Internets.
Web3 (Web 3.0) ist die Bezeichnung für die Idee und Vision eines dezentralen, durch die Nutzer kontrollierten Online-Ökosystems. Teilweise gibt es Konfusion mit der Bezeichnung, da sie auch für das von Tim Berners-Lee entwickelte Konzept des sogenannten „semantischen Internets“ verwendet wird. Es gibt zwar Überschneidungen beider Konzepte, doch bezieht sich die folgende Definition auf die Verwendung von Web3 oder Web 3.0 für die Vision eines dezentralen Internets. Dieses dezentrale Web3 wird nicht mehr von wenigen großen Plattformen dominiert, sondern ist verteilt auf voneinander unabhängigen Rechnern organisiert.
Die Basis für das Web3 bildet die Blockchain-Technologie, wie sie beispielsweise für Kryptowährungen Verwendung findet. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie und die Möglichkeit einer dezentralen Datenhaltung soll ein demokratisches, von den Nutzern gestaltetes und verwaltetes Internet entstehen, indem die Macht der großen Internetkonzerne gebrochen ist. Die zentralistische Infrastruktur des heutigen Web 2.0 wird ersetzt durch ein Netzwerk von miteinander verbundenen unabhängigen Rechnern. Jeder User ist Teil des Web 3.0 und hat zu jeder Zeit volle Kontrolle und Hoheit über seine Daten.
Die Entwicklung vom Web 1.0 über das Web 2.0 zum Web 3.0
Um die Vision des Web 3.0 besser zu verstehen, zunächst ein kurzer Abriss der Entwicklung des Internets vom Web 1.0 über das Web 2.0 zum Web 3.0. In den Anfängen des Internets, circa zwischen den Jahren 1991 und 2004, war das Web hauptsächlich auf das Konsumieren von Informationen ausgelegt. Inhalteanbieter präsentierten Informationen auf statischen Webseiten. Web-Nutzer konsumierten diese Informationen. Eine Interaktion zwischen Inhalteanbieter und Inhaltekonsument war nicht vorgesehen.
Dieses statische Verhalten änderte sich mit dem Web 2.0, das sich ab 2004 etablierte. Es bildeten sich große Plattformen, auf denen sich Content dynamisch präsentieren, mit anderen teilen und kommentieren ließ. Das Web 2.0, auch als Social Web bezeichnet, stellt die Grundlage für den Aufstieg und die Macht großer Internetkonzerne, Plattformen und sozialer Netzwerke wie Google, Facebook, Twitter, Amazon, Instagram oder YouTube und anderer dar. Noch heute ist das Web 2.0 vorherrschend. Das von Plattformen und großen Internetkonzernen dominierte Web soll mit dem Web 3.0 sein Ende finden, indem es dezentral organisiert ist und von den Nutzern selbst verwaltet wird.
Abgrenzung zwischen dem dezentral organisierten Web 3.0 und dem semantischen Internet
Für das sogenannte semantische Internet wird, wie eingangs erwähnt, ebenfalls die Bezeichnung Web3 oder Web 3.0 verwendet. Geprägt hat den Begriff „semantisches Internet“ im Jahr 1999 Tim Berners-Lee, der als Erfinder des World Wide Web gilt. Obwohl es gewisse Überschneidungen zwischen den Ideen semantisches Internet und dezentral organisiertes Web gibt, lassen sich beide Konzepte klar voneinander abgrenzen. Das semantische Internet stellt eine Evolutionsstufe des Web 2.0 dar, in der die von den Menschen im Netz verbreiteten Informationen nicht nur von Menschen verstanden, sondern auch von Maschinen gelesen und von diesen ausgewertet werden können. Informationen werden mit Beschreibungen versehen und erhalten eine eindeutige Bedeutung.
Durch diese Semantik und die Verknüpfung von Bedeutungen lassen sich Informationen untereinander in Beziehung setzen und maschinell auswerten. Ziel des semantischen Internets ist es, die Masse an im Internet verfügbaren Informationen für Nutzer besser zugänglich zu machen und sie einfacher zu bewältigen. Relevanter Content ist im semantischen Internet einfacher identifizierbar. Da einige Technikexperten und Internetvisionäre ein dezentral verwaltetes Internet als eine Grundlage auch für das semantische Web ansehen, haben sich für die Bezeichnung Web 3.0 (Web3) die unterschiedlichen Bedeutungen „semantisches Web“ und „dezentrales Online-Ökosystem“ entwickelt.
Das Grundkonzept des Web 3.0
Das Konzept eines dezentral durch die Nutzer selbst organisierten Internets stellt gegenüber dem Web 2.0 einen Paradigmenwechsel dar. Ein Netzwerk gleichrangiger Rechner soll das Internet der Plattformen und Zugangsknoten ersetzen. Die Datenhaltung und der Datenaustausch sind mithilfe der Blockchain-Technologie organisiert. Die Blockchain-Technologie bringen viele Menschen primär mit Kryptowährungen in Verbindung. Sie ist aber unabhängig von digitalen Währungen prinzipiell für die Organisation und Datenhaltung beliebiger dezentraler Anwendungen einsetzbar. Informationen werden nicht mehr von einer zentralen Autorität verwaltet, sondern die User selbst haben die Informationshoheit.
Zentrale Plattformen werden durch öffentliche Blockchains und eine Peer-to-Peer-ähnliche Organisation der Rechner ersetzt. Es entsteht ein System, indem eine gegenseitige Kontrolle die einseitige Kontrolle durch wenige große Konzerne ersetzt. Konkrete Umsetzungen sind beispielsweise dezentral per Blockchain organisierte Cloud-Speicher oder Content Delivery Networks. Auch das Domain Name System (DNS) lässt sich mithilfe von Blockchains dezentralisieren. Als Zielvorstellung ist das komplette Web mit all seinen Services und Anwendungen dezentral organisiert.
Stand: 08.12.2025
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Vorteile eines Web3
Auch wenn das Web3 aktuell noch eine Vision ist und es nur wenige konkrete Umsetzung gibt, sind folgende Vorteile durch ein dezentral organisiertes Online-Ökosystem schon jetzt erkennbar:
Beschränkung der Macht großer Internetkonzerne, Plattformen und sozialer Netzwerke.
Stärkung der Sicherheit, der Skalierbarkeit und des Datenschutzes.
Prinzip gegenseitiger Kontrolle anstatt eines Kontrollverlusts an große Konzerne.
Prinzip eines demokratisierten Internets.
Realisierung von durch die Community finanzierten, verwalteten und kontrollierten Diensten und Anwendungen.
Volle Datenhoheit und Datenkontrolle bei den Nutzern.
Fairer Zugang zu Informationen.
Einsatz offener Technologien.
Verringerung des Zensurrisikos.
Nachteile eines Web3
Mögliche Nachteile, die durch die Realisierung eines Web 3.0 entstehen könnten, sind:
Weniger Einfluss- und Regulierungsmöglichkeiten auf die Entwicklung des Internets und seiner Dienste – Gefahr der Anarchie im Netz.
Staatlicher Kontrollverlust.
Starker Anstieg des Energiebedarfs durch den Einsatz von rechenintensiven Blockchain-Technologien.
Beeinflussung der zukünftigen Web3-Konzepte durch Web-2.0-Dominatoren zu ihren Gunsten.
Schwieriger Übergang vom Web 2.0 zum Web 3.0.
Das Wall Street Journal hat ein knapp siebenminütiges Video zum Thema Web 3.0 und der "nächsten Generation des Internet" auf Youtube veröffentlicht:
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