Suchen

Wie günstig ist die Cloud?

Unternehmenssoftware im Kosten-Check

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Datensicherung

Wollte man die Sicherheitsmechanismen der Cloud-Anbieter im eigenen Unternehmen nachbilden, müssten jeden Tag Backups erstellt und diese in einem Tresor ortsfern gelagert werden. Der Aufwand ist kaum abzuschätzen. Ähnlich aufwändig ist es, die gesetzlichen Vorgaben in Sachen Archivierung zu erfüllen: Viele Dokumente wie Rechnungen, Buchungsbelege oder Inventarlisten müssen revisionssicher über zehn Jahre archiviert werden. Dass dies regelkonform, arbeits- und datenschutzrechtlich korrekt geschieht, muss regelmäßig kontrolliert werden. Anders im Cloud-Modell: Hier kümmert sich der Cloud-Anbieter um die Datensicherung, wobei diese Dienstleistung im monatlichen Mietpreis inbegriffen ist.

Updates

Im On-Premise-Modell verursachen Updates regelmäßig Aufwand und Kosten. Zuweilen führen Softwareaktualisierungen sogar zu ungewollten Arbeitsunterbrechungen. Im Cloud-Modell dagegen werden Updates im Data-Center des Anbieters eingespielt und die Software somit automatisch aktualisiert, ohne dass Störungen im Arbeitsablauf eintreten. Gerade die Personalkosten im Bereich der Administration (Datensicherung, Updates etc.) werden im Cloud-Modell erheblich reduziert, während gleichzeitig automatisch eingespielte Updates die Anwenderakzeptanz erhöhen.

Bildergalerie

IT-Infrastruktur als Kostentreiber

Beim TCO-Vergleich von Cloud-Unternehmenssoftware mit On-Premise-Lösungen sind die Investitionen und der Betrieb der IT-Infrastruktur die stärksten Kostentreiber. Jenseits der Kostenbetrachtung spielen selbstverständlich auch andere Faktoren wie etwa der Komfort- und der Produktivitätsgewinn durch automatische Updates eine Rolle beim Vergleich der verschiedenen Modelle. Vor allem aber hat die On-Demand Bereitstellung den Vorteil, dass Lösungen flexibel skaliert werden können, wodurch sich wiederum Kostenvorteile ergeben.

Im Rechenbeispiel in der Bildergalerie werden die TCO für eine Basis-Unternehmenssoftware mit den Grundfunktionalitäten Kundenverwaltung, Auftragsabwicklung und Buchhaltung im SaaS- beziehungsweise On-Premise-Betrieb für die Dauer von fünf Jahren gegenübergestellt. Die Kosten für die IT-Infrastruktur wurden bewusst niedrig ansetzt.

Der Autor

Dr. Markus Cramer ist Vorstand der Scopevisio AG in Bonn. Scopevisio hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2007 dem Thema Cloud Computing verschrieben und entwickelt Unternehmenssoftware auf Basis dieser Technologie. Zum Produktportfolio gehören CRM- und ERP-Lösungen auf SaaS-Basis. Weitere Informationen finden sich bei Scopevisio im Internet.

(ID:40131200)