Bereits im Webinterface lassen sich die Messwerte des Saveris tabellarisch und graphisch darstellen. Hier kam es mitunter zu einigen Verzögerungen, wenn der Saveris kurz zuvor den Netzkontakt verloren hatte.
Die Daten können als PDF oder CSV exportiert werden. Auf Wunsch verschickt die Weblösung auch regelmäßige Berichte in diesen Formaten – die wählbaren Intervalle sind: täglich, wöchentlich oder monatlich.
Alarme
Besonders hilfreich ist die Möglichkeit, eigene Alarme zu definieren. Anwender können hier einerseits Schwellwerte für kritische Temperaturbereiche angeben. Zudem informiert das System auf Wunsch auch über den eigenen Status: Beispielsweise schwache Batterien, ein getrenntes Stromkabel oder den Verlust der Funkverbindung.
Automatisierung mit IFTTT und E-Mail
Alarme verschickt der Saveris 2 per SMS oder E-Mail, eine API existiert nicht. Je nach Lizenz dürfen Anwender ein gewisses SMS-Kontingent nutzen, danach fallen zusätzliche Kosten an. Bislang informiert die Lösung lediglich über die ursprüngliche Zahl verfügbarer Kurznachrichten – Nutzer können also kaum nachvollziehen, wieviele SMS noch verfügbar sind. Eine entsprechende Funktion sei aber bereits in Planung, so der Anbieter.
Auf Nachfrage versichert Testo zudem, das Nachrichtenformat der Alarme beibehalten zu wollen. Das bedeutet: Anwender können die E-Mails automatisiert auswerten und damit weitere Aktionen anstoßen.
Genau das haben wir probehalber mit einem eigens eingerichtetem Googlemail-Konto ausprobiert, das wir mit dem Automatisierungsdienst IFTTT verknüpft haben. Zu beachten ist dabei, dass IFTTT Sonderzeichen und Umlaute unzureichend auswertet.
Die als Trigger verwendete Postfachsuche für eine Temperaturunterschreitung könnte beispielsweise wie folgt aussehen:
"Grenzwertverletzung festgestellt" AND "Seriennummer: 12345678" AND "Grenzwert: 12.0" AND from:alarm-de@saveris2.net
Statt also lediglich eine Warnung zu verschicken, könnte der Saveris 2 mit einem entsprechenden IFTTT-Recipe eine smarte Steckdose mit angeschlossener Heizung aktivieren. Damit nicht genug. Die Saveris-Cloud kann auch dann Alarme abschicken, wenn sie den Kontakt zu einem einzelnen Datenlogger abbricht. Damit wären einfache Geofencing-Anwendungen denkbar. In einem Transporter deponiert könnte der Datenlogger also anzeigen, wann das Fahrzeug ein WLAN (und damit Firmengelände) verlässt oder befährt.
Probleme
Neben der verzögerten Darstellung graphischer Messwerte mussten wir im Test ein weiteres Problem protokollieren. So fiel die Temperaturaufzeichnung unseres Datenloggers mehrfach und über teils längere Zeiträume aus. Die Grafik zeigte dabei einen linearen Temperaturverlauf, die zu Prüfung heruntergeladenen Messdaten eine Lücke für einen zusammenhängenden Zeitraum, zum Beispiel von 20:25 Uhr bis 9:36 Uhr. Über diesbezügliche Probleme informierte uns das System nicht – dabei war unerheblich, ob wir den Kanalalarm „Sensordefekt“ aktiviert oder deaktiviert ließen. In einer empfindlichen Umgebung hätten wir so also kritische Temperaturschwankungen weder zeitnah feststellen noch später nachvollziehen können. Der Hersteller arbeitet aktuell daran, das Problem abzustellen.
Wenig ändern dürfte sich derweil an der zugesicherten Verfügbarkeit des Systems. Die liegt bei durchschnittlich 95 Prozent pro Kalendermonat. Zusätzlich müssen sich Kunden mit geplanten Wartungsarbeiten arrangieren, die recht kurzfristig im Webinterface angekündigt werden. Für ein 1,5 Stunden langes Wartungsfenster während unseres Tests betrug die Vorwarnzeit keine 24 Stunden. Während der Wartung ist der Datenlogger offline, die Cloud verschickt dem entsprechend auch keine aktuellen Alarmierungen, wenn kritische Temperaturwerte erreicht werden – Warnung erreichen Nutzer also verspätet.
Fazit
Mit den Modellen der Reihe Saveris 2 liefert Testo gut ausgestattete und leicht zu handhabende Datenlogger, mit denen sich Klimadaten in verschiedensten Bereichen dokumentieren und überwachen lassen. Dank Cloudinterface können sich Nutzer jederzeit und ortsübergreifend über die aktuellen Parameter informieren; die vom System verschickten Alarme taugen zudem für einfache Automatisierungsaufgaben.
Negativ bewerten wir die vergleichsweise geringe Verfügbarkeit des Systems und die von uns geschilderten Messanomalien. Bevor der Saveris 2 auch zur Überwachung kritischster Umgebungen taugt, muss der Hersteller hier noch nachbessern.
Preise
Der getestete Saveris 2-T3 ist für 200 Euro (netto) zu haben. Je nach Ausführung gibt es die Datenlogger aber bereits ab 120 Euro (netto); modellabhängig verfügen die Systeme über interne Sensoren oder lassen sich mit externen Fühlern oder Tür-Kontakten bestücken. Eine Übersicht der verfügbaren Varianten gibt es direkt beim Hersteller.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Für den Betrieb der Datenlogger benötigen Anwender zudem einen Cloudzugang. Die kostenlose Basic-Version bietet dabei stark eingeschränkte Messtakte, Nutzerzahlen, Ringspeicher und Alarmierungsfunktionen. Bis zum Jahresende offeriert Testo Nutzern allerdings kostenlos die Advanced-Lizenz. Die soll laut Hersteller vier Jahre lang gelten, wenngleich die besonderen Geschäftsbedingungen für die Nutzung der „testo Saveris 2-Cloud-Infrastruktur“ bislang nur eine Laufzeit von zwei Jahren in Aussicht stellten. Details zum Umfang der aktuellen Lizenzen (PDF) gibt es direkt beim Anbieter, ab 2016 will Testo ein neues Lizenzmodell anbieten.
Update: Patches, Probleme und neues Lizenzmodell
Ab 2016 gilt nun ein angepasstes Lizenzmodell (PDF). Das neben dem kostenlosen Basic-Tarif erhältliche Angebot „Advanced“ ist je nach Laufzeit ab zwölf Euro jährlich zu haben. Wer bis zum 30.6.2016 einen Datenlogger kauft erhält das Advanced-Paket ein Jahr lang kostenfrei.
Zudem will Testo die Ursache der im Artikel angesprochenen Messwertlücken am 18. Dezember behoben haben; ein erweitertes Monitoring solle künftig ähnliche Probleme ausschließen.
Ganz ohne Schönheitsfehler läuft die Cloud-Lösung hinter dem Datenlogger aber anscheinend immer noch nicht: So erhielten wir für unser Testgerät zwischen dem 30. Dezember 2015 und 6. Januar 2015 keinen der sonst automatisch verschickten, täglichen Berichte. Die fehlenden Dokumente erreichten uns erst verspätet im Laufe des 7. Januar.