Red Hat Summit 2013

Stack by Stack - die OpenStack-Strategie von Red Hat

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Red Hat Cloud Infrastructure

Erst durch die Bündelung von Cloud Forms 2 mit RHEV, RHEL und OpenStack entsteht eine herstellerunabhängige Hybrid-Cloud-Lösung die Red Hat in Boston unter der Bezeichnung Red Hat Cloud Infrastructure vorgestellt hat. Mit dem neuen ab sofort auch offiziell verfügbaren Bundle will Red Hat mit Cloud Forms im Mittelpunkt Unternehmen bei der Migration traditioneller Datacenter-Virtualisierung zu OpenStack-basierten Hybrid-Clouds unterstützen.

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So können Unternehmen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt einen fließenden Übergang von einer gewöhnlichen Datacenter/Virtualisierungs-Infrastruktur zu einer Cloud-fähigen Applikations-Infrastruktur mit eigenen Regeln und unter eigener Kontrolle vollziehen, wobei sich dank Cloud Forms 2 die APIs, bzw. Lösungen anderer Cloud-IaaS-Anbieter einbinden lassen.

So können Unternehmen eine eigene IaaS-Lösung aufbauen, die sich gleichermaßen für den Betrieb traditioneller als auch neuer Cloud-Applikationen eignet. Der Listenpreis soll zwischen 2800 US-Dollar pro Jahr und Prozessor/Socket-Paar für die preiswerteste Version ohne Gastlizenzen und 6000 US-Dollar in der teuersten Variante liegen. Ganz nebenbei hat Red Hat auf dem diesjährigen Summit auch eine Integration von Red Hat Storage in Red Hat OpenStack vorgestellt. Unternehmen erhalten damit eine zuverlässige Speicher- und Verarbeitungslösung aus einer Hand.

Konsolidierung

Mit der im Lauf der vergangenen Monate erfolgten Konsolidierung seiner Cloud-Produkte auf OpenShift (PaaS), OpenStack und CloudForms (IaaS) sorgt Red Hat gegenüber dem Status Quo noch im vergangenen Jahr für deutlich mehr Übersichtlichkeit. Allerdings dürften die Produkte, auch wenn sie Kunden aufgrund der beteiligten Open-Source-Lösungen weit aus kostengünstigere Lösungen versprechen, einen schweren Stand gegen die etablierte Konkurrenz haben.

Ob Red Hat Cloud Infrastructure und Red Hat OpenStack mehr Marktanteile erobern können, als RHEV im Bereich Datacenter-Virtualisierung, das im Vergleich zu VMware Citrix trotz technischer Überlegenheit nahezu bedeutungslos ist, bleibt abzuwarten. Rein wirtschaftlich kann es den dank dem Verkauf von RHEL-Subskriptionen glänzend dastehenden Unternehmen weitgehend egal sein.

Möglicherweise spielt aber die derzeitige, den aktuellen Abhör-Skandalen geschuldete Verunsicherung und Zurückhaltung der Kunden gegenüber Cloud Computing im Allgemeinen auf Open-Source-Technologien und offenen Standards basierenden Produkten in die Hände. Dass das Betreiben eigener privater Clouds eine für Unternehmen weitaus sicherere Alternative zum Anmieten von Rechenleistung und/oder Auslagern von Daten ist, sollte sich herumgesprochen haben. Zudem ist es US-Behörden oder wem auch immer nahezu unmöglich, in solchen Produkten eigenen Code zu platzieren, wäre da nicht die im Kontext des gegenwärtigen Weltgeschehens beunruhigende Nähe zwischen Red Hat, der US-Regierung und US-Behörden.

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