Red Hat Summit 2013

Stack by Stack - die OpenStack-Strategie von Red Hat

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Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform

So ist es nur konsequent, dass Red Hat vor rund einem Jahr verkündete, an einer eigenen OpenStack-Distribution zu arbeiten. Seit April diesen Jahres steht die eigene OpenStack-Enterprise-Distribution im Rahmen eines Early Adapter Programms zur Evaluierung zur Verfügung. Die finale Fertigstellung und sofortige Verfügbarkeit der „Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform“ hat Red Hat dann auf dem Summit im vergangenen Monat bekannt gegeben, ebenso wie die Initiierung eines globalen Red Hat OpenStack Cloud Infrastructure Partner Network.

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Weitere Details lieferte der gut besuchte OpenStack-Vortrag von Chuck Dubuque und Gerry Riveros. Inzwischen gibt es zwar eine eigene Produktseite, laut der ist „Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform“ allerdings immer noch in der Evaluierungsphase. „Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform“ stellt Unternehmen das Fundament zum Aufbauen und Betreiben auf OpenStack basierender privater oder hybrider Clouds zur Verfügung und kombiniert dazu Red Hat Enterprise Linux mit der neuen OpenStack-Cloud-Plattform. Als separates Produkt mit Support von Red Hat soll OpenStack allerdings nicht erhältlich sein. Der Preis soll sich laut Red Hat zwischen 2150 und 4500 US-Dollar bewegen.

CloudForms 2

Im Bezug auf seine Vision herstellerunabhängiger Open-Hybrid-Cloud spielt allerdings nicht OpenStack die erste Geige, sondern das erstmals auf dem letztjährigen Red Hat Summit vorgestellte Management-Werkzeug Cloud Forms 2.0. Das dient zwar wie die seit 2011 verfügbaren Vorgänger Cloud Forms 1.0 und 1.1 nach wie vor dazu, Unternehmen eine von den APIs führender Cloud-Anbieter unabhängige Management-Oberfläche für hybride IaaS-Clouds zur Verfügung zu stellen, nutzt dazu aber nicht mehr das von Red Hat entwickelte Deltacloud (siehe Kasten), sondern ist ein Re-Branding einer Software, die durch die Ende vergangenen Jahres erfolgte Akquisition des auf Cloud-Management spezialisierten US-Unternehmens ManageIQ in den Besitz von Red Hat gelangt ist. Dass Red Hat schon im Sommer 2012 erste Versionen von Cloud Forms 2 zeigen konnte liegt daran, dass auch schon vor der Übernahme eine enge Kooperation zwischen den Unternehmen bestand.

Cloud Forms 2 ist daher im wesentlichen mit der ManageIQ EVM-Suite identisch. Nun ist eine Cloud-Management-Lösung noch keine Cloud und darum unterstützt Cloud Forms 2.0 selbstverständlich auch Red Hat Enterprise Virtualization, dass seit dem diesjährigen Summit ebenfalls in aktualisierter Version 3.2 zur Verfügung steht und OpenStack, ermöglicht aber auch die Integration vom VMware, Amazon EC2 und Microsoft.

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