SAP Cloud-Transformation
SAP Clean Core und Steampunk: So bleibt der ERP-Kern innovationsfähig

Ein Gastbeitrag von Georg Krenn* 6 min Lesedauer

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Jahrelang galt individueller SAP-Code als Ausdruck unternehmerischer Differenzierung. Clean Core und Steampunk stehen für einen grundlegenden Wandel in der Umsetzung dieses Prinzips. Warum Individualentwicklung nicht verschwindet, sondern ihren Ort wechselt und was das für Unternehmen bedeutet.

SAP Steampunk, SAPs cloudbasierte ABAP-Umgebung auf der Business Technology Platform, ermöglicht Side-by-Side-Erweiterungen außerhalb des S/4HANA-Kerns und unterstützt damit die Clean-Core-Strategie. (Bild:  © samiramay - stock.adobe.com)
SAP Steampunk, SAPs cloudbasierte ABAP-Umgebung auf der Business Technology Platform, ermöglicht Side-by-Side-Erweiterungen außerhalb des S/4HANA-Kerns und unterstützt damit die Clean-Core-Strategie.
(Bild: © samiramay - stock.adobe.com)

Wer heute mit SAP-Verantwortlichen spricht, landet früher oder später bei einem Begriff: Clean Core. Dennoch wird das Konzept häufig auf eine technische Vorgabe im Rahmen der S/4HANA-Transformation reduziert. Zwar ist Clean Core bereits seit einigen Jahren Teil der SAP-Strategie, doch mit der zunehmenden Cloud-Transformation und neuen KI-Innovationen gewinnt das Konzept aktuell eine neue strategische Bedeutung. Eine zentrale Rolle spielt dabei Steampunk – SAPs Entwicklungsmodell für Erweiterungen auf der Business Technology Platform (BTP).

ERP-Systeme zwischen Stabilität und Innovationsdruck

ERP-Systeme bilden das Rückgrat eines Unternehmens. Sie steuern Finanzprozesse, Einkauf, Logistik, Produktion und Personalwesen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Stabilität, Verfügbarkeit und Compliance. Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kernprozesse zuverlässig funktionieren – unabhängig davon, wie volatil Märkte, Lieferketten oder regulatorische Anforderungen sind.