Application Performance Monitoring aus der Cloud

Qualitätskontrolle für weltweit vernetzte IT-Services

| Autor / Redakteur: Markus Duus* / Elke Witmer-Goßner

APM-Lösungen aus der Cloud machen die ständige Leistungsüberprüfung von Software vor allem für jene Unternehmen leichter, die über mehrere Standorte verfügen.
APM-Lösungen aus der Cloud machen die ständige Leistungsüberprüfung von Software vor allem für jene Unternehmen leichter, die über mehrere Standorte verfügen. (Bild: © Mimi Potter / Fotolia.com)

Das wichtigste Arbeitsmittel in der Informations- und Dienstleistungsgesellschaft ist der Computer: Quer durch alle Branchen bildet ein weltweites Netz von IT-Services das Fundament für Businessabläufe, und die Stabilität und Zuverlässigkeit dieser IT-Services kann über Geschäftserfolg und -misserfolg entscheiden.

Immense Schäden entstehen, wenn Verkäufe an einer defekten Netzverbindung scheitern. Produktivitätseinbußen treten auf, wo Datengrundlagen zu langsam erreichbar sind. Fehler an der IT-Infrastruktur kosten schnell sehr viel Geld. Das sind gute Gründe, die Performance und mögliche Schwachstellen businesskritischer IT-Services permanent zu überwachen. Dafür gibt es neben On-Premise Solutions für Appliction Performance Monitoring (APM) mittlerweile Services, die vorkonfiguriert aus der Cloud heraus arbeiten und sofort aufzeigen, wenn es irgendwo auf der Welt zu Engpässen kommt, die drohen das Geschäft lahm zu legen.

Es geht nicht nur die Retail-Riesen im Onlinehandel etwas an; jedes Unternehmen, dass – insbesondere im B2B – E-Commerce betreibt, muss sich darauf verlassen können, ständig und komfortabel erreichbar zu sein. Keinem potenziellen Kunden kann man zumuten, minutenlang Kataloge zu laden, von denen er nicht einmal weiß, ob sie das enthalten werden, was er sucht. Man kann sich im globalen Wettbewerb nicht anmaßen, Informationen eine Holschuld sein zu lassen und womöglich Verbindungsabbrüche im Bestellprozess in Kauf nehmen, wie sie vor der Jahrtausendwende in Zeiten von 56k-Modems noch an der Tagesordnung waren.

Verfügbarkeit und Performance garantieren

Ebenso ist jedes Unternehmen, das mit Standorten, Filialen oder Außendienst arbeitet, darauf angewiesen, dass Anwendungen aus dem firmeneigenen Netzwerk jederzeit verfügbar sind, damit Daten sicher abgerufen und von zuständigen Mitarbeitern verändert und ergänzt werden können. Die Anwendungen sind Standard und jedem bekannt: File-Shares, CRM-Systeme, Projekt-Management-Software, Produktdatenbanken – ohne diese Hilfsmittel kann kaum noch ein Dienstleistungs- oder Industriebetrieb arbeiten. Global Business schläft niemals. Bauen Unternehmer darauf, dass IT-Fehler von Kunden und Mitarbeitern an die Zentrale gemeldet und bei Zeiten behoben werden, verlieren Sie den Anschluss im Wettbewerb. Vielmehr müssen die Anwendungen permanent überwacht und Performancedaten kontinuierlich erhoben werden, um Ausreißer rechtzeitig festzustellen und Vorsorge zu treffen.

Die Performance businesskritischer Anwendungen lässt sich problemlos mit objektiven Verfahren überprüfen. Für aufschlussreiche Performance-Analysen eignet sich synthetisches End-User-Monitoring: Eine automatisierte Nutzersimulation überwacht die Servicequalität aus Anwendersicht – ein sicheres Mittel, um Störungen im Servicebetrieb zu identifizieren. Liefert die exakte Messung der Ladezeiten aus Anwenderperspektive kritische Messwerte, werden diese umgehend an Serviceverantwortliche eskaliert. Messergebnisse über definierte Zeiträume werden in regelmäßigen Reportings aufbereitet. Synthetisches End User Experience Monitoring liefert eine wertvolle Datengrundlage, um Fehler schnell zu beheben und ganz besonders, die Fehler systematisch zu analysieren und Prozesse zu verbessern.

Automatisiertes End-User-Experience-Monitoring

Bei Performance-Checks von Unternehmens-Websites und Onlineshops lassen sich z.B. globale Standortvergleiche durchführen, mit denen etwa dargestellt wird, wie schnell die Webseite von unterschiedlichen Standorten in Europa, Amerika und Asien aus aufzurufen ist, oder es lässt sich überprüfen, ob eine Webseite in unterschiedlichen Browsern abweichende Performance erbringt. Man muss sich nicht gleich für eine On-Premise-Lösung entscheiden – die Umsetzung kurzfristiger, temporärer Application-Performance-Monitoring-Projekte lässt sich auch an spezialisierte Dienstleister delegieren.

Performance und Verfügbarkeit aller firmeneigenen Anwendungen sind für global agierende Unternehmen wie Harting essentiell. Hier der Blick in die Automatendreherei des Werks 2 in Espelkamp.
Performance und Verfügbarkeit aller firmeneigenen Anwendungen sind für global agierende Unternehmen wie Harting essentiell. Hier der Blick in die Automatendreherei des Werks 2 in Espelkamp. (Bild: © Fotostudio Pescht/Harting KGaA)

So können Unternehmen subjektiven Meldungen über die schlechte Performance von Unternehmens-Websites ausländischer Standorte über eine Cloud-Lösung, wie sie beispielsweise die ServiceTrace GmbH anbietet, mit objektiven Reports zu Verfügbarkeit und Performance auf den Grund kommen. Damit belegen die erhobenen Daten starke Abweichungen der Webperformance an unterschiedlichen Standorten, die durch die Verwendung unterschiedlicher Browsertypen zu Stande kamen, wie es zum Beispiel bei der westfälischen Technologiegruppe Harting, die auf Verbindungstechnologie spezialisiert ist, der Fall war. Die über ServiceTracer ermittelten Reports zeigten Performanceunterschiede der Harting-Webseiten in Frankfurt, Wien, Istanbul, Chicago, Sao Paolo, Hongkong und Tokyo. „Wir haben im Anschluss daran unseren Web-Dienstleister beauftragt, die Browserkompatibiltät unserer Webinhalte zu optimieren“, beschreibt Rudolf Laxa, Teamleiter Data Centre bei Harting, die Resultate des Projekts.

Ergänzendes zum Thema
 
Application Performance Monitoring mit ServiceTracer

Ein synthetischer User hat alles im Blick

Markus Duus, Service Trace GmbH.
Markus Duus, Service Trace GmbH. (Bild: Marcel Felde/ServiceTrace)

Kein Mitarbeiter kann ständig auf die Leistungsfähigkeit aller Services achten. Selbst wenn im Tagesgeschäft Ausfälle und Leistungseinbußen negativ auffallen – man nimmt sie im Stress zu oft hin, statt der IT-Abteilung einen Hinweis zu geben. Mit einem automatisierten Monitoring hat man einen nimmermüden Kollegen, der rund um die Uhr in den gleichen Netzwerken tätig ist, und ausschließlich auf Performance und Nutzbarkeit achtet. Und dieser Kollege berichtet direkt und ohne Verzögerung an die zuständige Abteilung. Mit spezialisierten Softwarelösungen ist das kein Wunschtraum, sondern eine lohnenswerte Option – besonders komfortabel als Cloud-Lösung.

* Der Autor Markus Duus ist Geschäftsführer der ServiceTrace GmbH aus Darmstadt.

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