Neue Local Zone in Zürich OVHclouds Public-Cloud-Services kommen direkt zum Kunden

Von Elke Witmer-Goßner 3 min Lesedauer

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Ab sofort ist die Local Zone in Zürich von OVHcloud verfügbar. Schweizer Unternehmen profitieren damit von lokaler IT-Infrastruktur mit niedriger Latenz und behalten zudem aufgrund der lokalen Datenresidenz die volle Kontrolle über ihre Daten.

Die neue Local Zone von OVHcloud in Zürich soll vor allem Kunden in der deutschsprachigen Schweiz die Vorteile der „Open & Trusted Cloud“ von OVHcloud sowie der lokalen Datenresidenz bieten.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die neue Local Zone von OVHcloud in Zürich soll vor allem Kunden in der deutschsprachigen Schweiz die Vorteile der „Open & Trusted Cloud“ von OVHcloud sowie der lokalen Datenresidenz bieten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Schweiz sei zwar kein Neuland für OVHcloud, erklärt Falk Weinreich, General Manager Central Europe bei OVHcloud. Mit der Einrichtung der Local Zone in Zürich biete der europäische Cloud Service Provider durch eine lokale Rechenzentrums-Infrastruktur aber neue Möglichkeiten für Unternehmen auf dem Schweizer Markt. OVHcloud nutzt hierfür aber kein eigenes Rechenzentrum, sondern hat sich für die Local Zone in Zürich bei dem Colocation-Anbieter Interxion eingemietet – ein Novum in OVHclouds Firmengeschichte.

Auch in der Schweiz legen Unternehmen immer mehr Wert auf Souveränität sowie Datensicherheit. OVHcloud biete sich hier als Vorreiter an, sagt Weinreich, und verweist darauf, dass OVHcloud als einer der wenigen europäischen Rechenzentrumsbetreiber die höchsten Datensicherheitsstandards für Europa erfüllt wie ISO 27001, AICPA SOC, CISPE.cloud, CSA, G-Cloud, BSI C5, agID, HIPAA sowie das höchste französische Sicherheitszertifikat SecNumCloud, das nicht-europäische Anbieter von vorneherein ausschließt. Wohlgemerkt beziehen sich diese Zertifikate auf die OVHcloud-eigenen Datacenter. Der Collocation-Betrieb der Local Zones erfüllt nicht alle diese Standards – in Zürich immerhin aber ISO/IEC 27001, ergänzt durch die Anforderungen der ISO/IEC 27017 für die Sicherheit von Cloud-Diensten und der ISO/IEC 27018 für den Schutz personenbezogener Daten.

Dass die Nachfrage der Schweizer Unternehmen nach lokalen Cloud-Services, die Sicherheit und Kontrolle über die eigenen Daten geben, stetig zunimmt stetig, belegt die aktuelle „Edge Computing Studie“, die von dem zu OVHcloud gehörenden IT-Unternehmen Gridscale beauftragt wurde. Demnach stellte mehr als die Hälfte (53 %) der befragten Unternehmen eine steigende Notwendigkeit zur lokalen Bereitstellung der IT-Infrastruktur fest. Als wichtigste Gründe für den Betrieb der IT-Infrastruktur in der Schweiz wurden eine bessere Performance durch niedrigere Latenzen im Anwendungsbetrieb (39 %), der Wunsch nach mehr Kontrolle über die eigenen Daten (36 %) sowie die niedrigeren Kosten für die Datenübertragung (32 %) genannt.

Die Technologie von Gridscale ist es auch, die hinter den Local-Zone-Services steckt. Die software-basierte Gridscale-Lösung für Local Cloud Deployment ermöglicht es OVHcloud, sehr schnell Cloud-Kapazitäten bereitzustellen, um neue internationale Standorte – die Local Zones – zu bedienen. Dieser dezentrale Ansatz erfordert nur einen Bruchteil des CAPEX-Investments gegenüber dem Bau eines regulären Rechenzentrums. Henrik Hasenkamp, CEO von Gridscale, freut sich ebenfalls über das Schweizer Engagement – „es ist eine Ehre für mich, hier zu starten“. Der Cloud-Markt, so Hasenkamp, entwickle sich dahingehend, Cloud-Funktionen in größerer Nähe zum Endnutzer anzubieten.

Starke Argumente für Edge Computing


1. Latenz: Die Edge Cloud reduziert die Latenz, indem sie die physische Entfernung zwischen Rechenzentrum und Endnutzer verringert (interessant für Gaming, Monitoring, Content Delivery Network).
2. Datensicherheit: Die Daten werden lokal gespeichert und verarbeitet. Zudem ermöglicht die Edge Cloud die Kontrolle der Datenlokalisierung (wichtig für Behörden, Gesundheitswesen).
3. Produktivität: Unternehmen können ihre Produktivität durch die Analyse der an der Quelle gesammelten Daten verbessern (spannend für Transportbranche oder Einzelhandel).
4. Kostensenkung: Indem nur kritische Daten an zentrale DCs gesendet werden, lassen sich Bandbreitenkosten senken (interessant für Videoüberwachung oder in der Fertigung).
5. Datenerfassung: Daten lassen sich an Orten mit unzuverlässigen Verbindungen und Bandbreiten erfassen (beispielsweise für Ölplattformen, Gasfelder, Windkraftanlagen).
6. Verlässlichkeit: Die Verarbeitung läuft weiter, auch wenn die Verbindung unterbrochen ist (essenziell für Regierungen oder Finanzdienstleister).

Die neue Local Zone in Zürich soll vor allem Kunden in der deutschsprachigen Schweiz die Vorteile der „Open & Trusted Cloud“ von OVHcloud sowie der lokalen Datenresidenz bieten. Sie sollen darauf vertrauen können, dass ihre Daten innerhalb der geografischen Grenzen bleiben, die entweder durch lokale Regulierungen oder ihre eigenen Sicherheitsrichtlinien definiert sind. Dies ist besonders wichtig in Branchen wie Unternehmensberatung, Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen.

Startschuss in der Schweiz: v.l. Henrick Hasenkamp (Gridscale), Hanna Sißmann (OVHcloud), Elke Witmer-Goßner (CloudComputing-Insider), Falk Weinreich und Stefan Schäfer (beide OVHcloud), Jens Wardenbach (Gridscale).(Bild:  ewg/VIT)
Startschuss in der Schweiz: v.l. Henrick Hasenkamp (Gridscale), Hanna Sißmann (OVHcloud), Elke Witmer-Goßner (CloudComputing-Insider), Falk Weinreich und Stefan Schäfer (beide OVHcloud), Jens Wardenbach (Gridscale).
(Bild: ewg/VIT)

Allgemein bieten die Local Zones eine bessere Latenz. Das bedeutet, dass Workloads bei Latenz-sensitiven Diensten wie Echtzeit-Analysen, modernen VDI-Umgebungen, Content Delivery Networks (CDN) für Replay und Video-Streaming sowie Cloud-Gaming von schnelleren Antwortzeiten profitieren. Laut OVHcloud bewegen sich die Latenzen für die meisten Kunden im einstelligen Millisekunden-Bereich.

Über die Zürcher Local Zone lassen sich die Public-Cloud-Services von OVHcloud beziehen, darunter Compute, Block Storage und Netzwerkdienste, einschließlich lokaler Public IP. In den kommenden Monaten sollen weitere Services verfügbar sein wie Object Storage und Multi-Cloud-Funktionen. Die Local Zone in Zürich ist ab sofort verfügbar. In Kürze soll eine weitere Local Zone für die Westschweiz in Lausanne eröffnet werden.

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