Flexera Software: Trends und Prognosen für 2013

Mehr Software-Compliance-Modelle nach dem Prinzip „Trust but Verify“

| Autor / Redakteur: Steve Schmidt, VP Corporate Development, Flexera Software / Florian Karlstetter

Bereitstellungsmodelle wie Virtualisierung, Cloud Computing und On-Demand-Lösungen wie App Stores verlangen nach neuen Ansätzen beim Lizenzmanagement und der Softwareberechtigungsverwaltung. Flexera Software adressiert mit seinen Lösungen diese Anforderungen und nennt Trends, auf die sich Unternehmen im neuen Jahr einstellen sollten.
Bereitstellungsmodelle wie Virtualisierung, Cloud Computing und On-Demand-Lösungen wie App Stores verlangen nach neuen Ansätzen beim Lizenzmanagement und der Softwareberechtigungsverwaltung. Flexera Software adressiert mit seinen Lösungen diese Anforderungen und nennt Trends, auf die sich Unternehmen im neuen Jahr einstellen sollten. (© Benjamin Haas - Fotolia.com)

Software-Compliance-Modelle nach dem Prinzip „Trust but Verify“ (Vertrauen und Nachprüfen) werden immer populärer. Auf der einen Seite verlangen Softwarekunden nach differenzierten Preis- und Lizenzierungsmodellen, die ihrem Nutzungsverhalten besser entsprechen. Auf der anderen Seite verlangen Hersteller nach besseren Tools, um Compliance kontrollieren und durchzusetzen zu können.

Treibende Faktoren für das wachsende Interesse an Compliance-Modellen, die auf „Trust but Verify“ beruhen, sind Wettbewerbsdruck, zunehmende Beliebtheit von Abonnementsmodellen und der Wunsch, die Beziehungen zwischen Herstellern und Kunden zu verbessern. Das Trust-but-Verify-Konzept ist eine besonders attraktive Alternative für Anwendungshersteller, die auf eine faire Wertschöpfung in einer vertrauensvollen Atmosphäre setzen.

Bei diesem nutzungsbasierten Modell haben Anwendungshersteller und Kunden Zugang zu den eigentlichen Nutzungsdaten. Diese Daten können dann mit den vertraglich vereinbarten Berechtigungen abgeglichen werden. Eine verbindliche Datenquelle für Berechtigungen und tatsächliche Nutzung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Trust-but-Verify-Konzept. Damit vermeiden Unternehmen den Kauf ungenutzter Software und vereinfachen das Handling der Software. Softwarehersteller können Compliance automatisieren und neue Lizenzierungsmodelle einführen, wie Zahlung für Spitzenlasten oder Mehrnutzung. „Trust but Verify“ lässt sich vielseitig anwenden: auf paketierte Anwendungen und SaaS-Software sowie wie auf Embedded-Software in Geräten.

Unternehmenseigene App-Stores

Unternehmenseigene App-Stores orientieren sich am „iTunes“-Modell und bieten einen vergleichbar benutzerfreundlichen Zugang hinter der unternehmenseigenen Firewall. Der Zugang für Mitarbeiter erfolgt über ein komfortables App-Portal. Derzeit sind diese Portale meist so organisiert, dass sich Mitarbeiter über die angebotenen Apps informieren können, um dann eine entsprechende Anfrage zu stellen. In Zukunft werden unternehmenseigene App-Stores auch Lizenzinformationen unterstützen. So lässt sich erkennen, ob die nötigen Berechtigungen vorhanden sind, bevor die Freigabe erteilt wird.

Unternehmenseigene App-Stores werden zudem einen Freigabe-Workflow für Line Manager unterstützen. Falls keine Lizenz vorhanden ist, wird automatisch eine Beschaffungsanfrage ausgelöst. Es ist davon auszugehen, dass künftig weitere Informationen hinterlegt werden, damit Mitarbeiter beispielsweise die Kosten ihrer Anfrage bei ihren Entscheidungen berücksichtigen können. Die Kosten werden den Endanwendern zurückgemeldet, um deutlich zu machen, wie und in welcher Höhe ihr Unternehmen bzw. ihre Abteilung belastet wird. Die Kosteninformation wird auch an das IT-Ausgabenverwaltungssystem übergeben und kann dann für Kostenverrechnung und -rückmeldung genutzt werden.

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