Neugründung Cloudbuddies in München

Managed Multi-Cloud Provider Cloudbuddies geht an den Start

| Autor: Michael Hase

Oliver Schallhorn kehrt mit Cloudbuddies der klassischen Systemhauswelt den Rücken.
Oliver Schallhorn kehrt mit Cloudbuddies der klassischen Systemhauswelt den Rücken. (Bild: Oliver Schallhorn)

Mit Cloudbuddies bringt Oliver Schallhorn, langjähriger Geschäftsführer bei Fritz & Macziol, einen Managed Multi-Cloud Provider an den Start. Mitgründer ist Nils Kaufmann, bislang Geschäftsführer bei Ratiokontakt, der bei dem Startup als CEO die operative Verantwortung übernimmt.

Ein Cloud-Fan ist Oliver Schallhorn laut eigener Aussage schon seit vielen Jahren. Jetzt macht der Systemhausprofi, der Ende März überraschend bei Cancom ausschied, mit dieser Passion ernst. Anfang August ist er mit seiner Neugründung Cloudbuddies offiziell live gegangen. Als Managed Multi-Cloud Provider bietet der Münchner Dienstleister das gesamte Spektrum von der Beratung über Design und Aufbau von Lösungsarchitekturen bis hin zum Betrieb an. Dabei fokussiert sich das Unternehmen konsequent auf Public Cloud. Mit privaten und hybriden Szenarien befasst es sich nicht.

Das Startup wird den operativen Geschäftsbetrieb zum 1. Oktober aufnehmen. In den kommenden Wochen stehen der Aufbau interner Strukturen und der Erwerb von Zertifizierungen auf der Agenda. „Wir wollen zunächst eine vernünftige Basis schaffen, ehe wir operativ loslegen“, betont der Entrepreneur. Für das Tagesgeschäft wird Mitgründer Nils Kaufmann, bislang Geschäftsführer beim Bamberger Cloud-Spezialisten Ratiokontakt, als CEO verantwortlich zeichnen.

Schallhorn beschreibt seine eigene Rolle als „graue Eminenz, die das Team im Hintergrund mit ihrer Erfahrung und ihrem Netzwerk unterstützt“. Auch wenn er sich selbst als agilen Transformator sieht, stehe er „doch für die klassische Systemhauswelt und für einen anderen Führungsstil, als er im Public-Cloud-Geschäft erforderlich ist“.

Flache Hierarchien und ein zwangloser Arbeitsstil sollen die Kultur des Dienstleisters bestimmen, der sich bei Shared-Workspace-Betreibern einmieten und selbst keinerlei Assets erwerben wird. Fachlich werden die Schwerpunkte auf AWS und Google liegen. Als Mitarbeiter stellt Cloudbuddies nur Profis ein, die sich bereits als Berater oder Lösungsarchitekten einen Namen gemacht haben. Trotz dieser Anforderung sei der Zulauf groß, berichtet der Gründer. Derzeit gehören dem Team fünf Leute an. Zum vierten Quartal sollen es 15, Anfang 2020 etwa 25 sein. Neben der Zentrale in München wird in Bamberg ein Operations Center aufgebaut. Ein weiterer Standort ist in Köln geplant.

Qualitätsführerschaft

Die Chancen für die Neugründung, in die er gemeinsam mit befreundeten Geldgebern einen siebenstelligen Betrag investiert hat, sieht Schallhorn als günstig an. Nach seiner Beobachtung gibt es noch nicht viele Dienstleister, die sich ernsthaft auf Multi-Cloud fokussieren. Nichtsdestotrotz ist er sich bewusst, dass sich in dem dynamischen Marktsegment einige starke Player wie Nordcloud oder Reply bewegen. „Wir werden sicher nicht der Größte werden“, räumt der Jungunternehmer ein. Was er aber anstrebe, sei Führerschaft in puncto Qualität. „Wenn ein Kunde fundierte Beratung und hochwertige Dienstleistungen erwartet, wird er bei Cloudbuddies die richtigen Ansprechpartner finden.“

Schallhorn zeichnete bei Cancom, wo er Mitte 2017 einstieg, als Executive Vice President für das Systemhausgeschäft verantwortlich. Zuvor führte er seit 2002 mit einer zweieinhalbjährigen Unterbrechung die Geschäfte des Ulmer Systemhauses Fritz & Macziol (heute Axians IT Solutions), dessen Entwicklung er maßgeblich mitgestaltete. Mitte 2016 schied er dort im Zuge der Neuausrichtung durch den Gesellschafter Vinci Energies aus, der den IT-Spezialisten 2014 übernommen hatte. Von 2012 bis Mitte 2014 war der Manager zwischenzeitlich in der Immobilienbranche tätig. Vor dem Einstieg bei Fritz & Macziol führte er die Geschäfte des Stuttgarter Distributors Magirus (heute Tech Data), bei dem er seit 1994 beschäftigt war. Seine berufliche Laufbahn startete der gebürtige Hannoveraner bei Siemens Nixdorf (heute Fujitsu).

Der bisheriger Ratiokontakt-Geschäftsführer Kaufmann war von 2014 bis 2016 als Director für Business Development und für Sales beim Managed Hosting Provider Claranet Germany in Frankfurt am Main beschäftigt. Zu den weiteren Stationen des Cloud-Experten zählt der Bamberger Hoster Centron, bei dem er als Chief Operating Officer tätig war.

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