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Systemintegratoren gesucht Jaspersoft – Open-Source-Gedanke trifft Business Intelligence

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Nur „eine Hand voll“ Business-Intelligence-Anbieter (BI) auf dem deutschen Markt arbeiten mit einem Open-Source-Modell. Jaspersoft ist einer davon. Heiko Schönfelder, Sales Executive DACH erklärt die Besonderheiten des Unternehmens und gibt Einblicke in das Tages- und Projektgeschäft.

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BI soll dabei helfen, die richtige Marschroute zu finden.
BI soll dabei helfen, die richtige Marschroute zu finden.
(© imageteam - Fotolia.com)

Jaspersoft bietet BI-Lösungen nach dem klassischen Open-Source-Modell, welches Heiko Schönfelder, Sales Executive DACH, bei dem Unternehmen wie folgt beschreibt: „Neben den kostenfreien, Open-Source-basierenden Versionen werden kommerzielle Lizenzen mit professionellem Support angeboten.“ Ohne Hersteller-Support, mit Hilfe von Wissen aus einer sich austauschenden Community, kann man die Open-Source-Versionen also kostenfrei betreiben. „Die Community umfasst nach etwa zehn Jahren über 300.000 Anwender, die sich unter anderem in Foren austauschen“, so Schönfelder. Hier antworten dann auch mal die Firmengründer Theodore Danciu und Giuliu Toffoli persönlich auf Fragen.

Von der Namensgebung her, greift Jaspersoft bei seinen BI-Lösungen auf Edelsteine zurück: Der aktuellen Rubin-Version folgt im vierten Quartal das Release Emerald.

Open Source und BI?

Der Open-Source-Gedanke ist im Business-Intelligence-Bereich nicht sonderlich weit verbreitet. Schönfelder schätzt, dass von den 250 BI-Anbietern auf dem deutschen Markt, „nur eine Hand voll Open-Source-Anbieter“ sind – Pantaho, Jedox oder SpagoBI beispielsweise.

Partner gesucht

Jaspersoft sucht aktuell weitere Partner aus dem Systemintegrator- und Systemhaus-Umfeld. „Naturgemäß sollten sie mit dem Open-Source-Gedanken etwas anfangen können. Außerdem spielt die Java-Technologie im Tagesgeschäft eine große Rolle und selbstverständlich sollten sie auch Wissen aus dem Business-Intelligence-Umfeld mitbringen“, so Schönfelder."

Neben größeren Systemintegratoren spricht Jaspersoft auch mittelständische Systemhäuser an, „sagen wir mit 50 oder mehr Mitarbeitern", taxiert der Vertriebsprofi.

Jaspersoft-Business

„Seit etwa sechs Jahren kann man einen Trend hin zur Open-Source-Schiene in größeren Unternehmen beobachten, auch im BI-Markt“, findet Schönfelder. Jaspersoft konnte vor diesem Hintergrund einige rein kommerzielle Anbieter bei Großunternehmen ablösen. Das habe sicherlich auch mit den Kosten zu tun: Die Server-Lizensierung bei Jaspersoft ist im Gegensatz zu einigen Konkurrenten unabhängig von der Anzahl der User. Die Kosten für Unternehmen fallen dadurch in vielen Konstellationen vergleichsweise gering aus.

Die Support-Frage

Ein wichtiger Faktor bei größeren Unternehmen ist häufig schneller Support – eine Frage, die sich insbesondere bei Open-Source-Produkten stellt. Schönfelder dazu: „Jaspersoft bietet unabhängig von Partnern einen 24/7 Support in englischer Sprache an. Unsere Partner unterstützen uns dabei, gerade im First-Line-Support, eventuelle Sprachbarrieren zu umgehen.“ Bei Jaspersoft selbst arbeiten weltweit rund 200 Mitarbeiter, wobei zehn Mitarbeiter in Deutschland zum Frankfurter Büro zählen.

Tages- und Projektgeschäft

Partner können Unternehmensangaben zufolge von relativ hohen, gestaffelten Margen, Marketing-Unterstützung und Lead-Vergabe profitieren. Darüber hinaus organisiert der Anbieter Roadshows für Kunden und Partner und bietet Webinare zur Weiterbildung an. Was die Einführung von BI-Lösungen von Jaspersoft angeht, gibt Schönfelder folgende zeitlichen Perspektiven an: „Projekte im Mittelstand dauern durchschnittlich zwischen zwei und drei Monaten, bei Großunternehmen zwischen sechs und zwölf Monaten.“

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